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In mehreren Ländern werden mit den „Big Brother Awards“ regelmäßig Datensünder und Datenkraken in Wirtschaft und Politik „ausgezeichnet“. Die Riege der bisherigen „Preisträger“ in Deutschland weist in diversen Kategorien prominente Namen auf.

Privatsphäre & Datenschutz sind wichtig

Sie haben einen hohen Rang inne: die Privatsphäre und der Datenschutz. Aber dennoch werden beide durch dreiste Datensünder und rücksichtslose Datenkraken aus Wirtschaft und Politik immer wieder verletzt. Damit dieses „schamlose“ Vorgehen in die Öffentlichkeit gelangt, werden international in jedem Jahr in bis zu 19 Ländern die Negativpreise „Big Brother Awards“ an Personen, Firmen und Organisationen vergeben. Bereits 1998 fiel der Startschuss der sogenannten „Oscars für Überwachung“.

Seit 2000 wird der Deutsche „Big Brother Award“ verliehen

Die „Big Brother Awards“ gibt es in Deutschland seit dem Jahre 2000, deren Name im Übrigen auf George Orwells Roman „1984“ zurückgeht. Unterstützt wird das Projekt, das vom gemeinnützigen Verein Digitalcourage e.V. aus Bielefeld als Stifter ausgerichtet wird, vom Chaos Computerclub e.V. (CCC), der Deutschen Vereinigung für Datenschutz e.V. (DVD) und der internationalen Liga für Menschenrechte e.V. (ILFM).

Geht die Unterstützung für die „Big Brother Award“-Vergabe zurück?

In den vergangenen Jahren ging die Zahl der Preisverleihungen von teilnehmenden Ländern zunehmend zurück. 2003 gab es die Verleihungen des „Awards“ in 14 Ländern und 2017 fand die Verleihzeremonie ausschließlich in fünf Ländern statt:

Deutschland
Österreich
Niederlande
Belgien
Tschechische Republik

Jährlich werden die „Big Brother Awards“ in Deutschland im Frühjahr vergeben – außer 2010, wo die Veranstaltung ausfiel. Bei dem Preis handelt es sich um eine Tonstatue ohne Gesicht, die auf einem Sockel steht. Die Statue selbst wird von einem Zahlenstrom, der auf einer Glasplatte eingebrannt ist, durchtrennt. Zudem hat die Statue kein Rückgrat und damit wird die Kritik an den jeweiligen Preisträgern verdeutlicht.

Die Nominierungen – jedermann kann einen Vorschlag machen

Ein jeder kann per Post, Mail oder Kontaktformular auf der Webseite bigbrotherawards.de bis zum Ende des Jahres Vorschläge machen, wer als Preisträger infrage kommt, bzw. nominiert werden soll. Die Preisvergabe wird vom Veranstalter und den Mitveranstaltern entschieden, wobei die Preisvergabe in mehreren Kategorien stattfindet. Zudem gibt es auch tadelnde Erwähnungen.

Was die „Sieger“ dieser Überwachungspreise angeht, so sind diese bunt gemischt. 2017 erhielt bspw. der IT-Branchenverband BITKOM einen „Big Brother Award“, da von ihm Big Data unkritisch promoted wurde. Auch Ursula von der Leyen bekam einen Award in der Kategorie „Behörden“ für ihre „Massive digitale Aufrüstung“. Zudem ging der Award an Amazon Logistik, RWE, LG und zahlreiche mehr.

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