Die besten DSL-Deals 2026
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Alle empfohlenen Deals
Alle Deals sind redaktionell geprüft und werden täglich aktualisiert. Die regionale Verfügbarkeit kann variieren — auf der Bestellseite des Anbieters wird Ihre Adresse final geprüft.
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Marktbeobachtung
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Was macht einen DSL-Deal wirklich gut?
Was macht einen DSL-Deal wirklich gut?
Der Markt für DSL-Angebote ist 2025/2026 so unübersichtlich wie nie zuvor. Kaum eine Woche vergeht, ohne dass ein Anbieter einen neuen „Aktionspreis" ausruft, eine Wechselprämie ankündigt oder einen Gratis-Router verspricht. Doch nicht jedes Angebot, das auf den ersten Blick günstig wirkt, hält diesem Eindruck auch bei genauerer Betrachtung stand. Wer die richtigen Fragen stellt, bevor er einen Vertrag unterschreibt, spart langfristig deutlich mehr als durch den bloßen Vergleich von Einstiegspreisen.
Aktionspreise richtig einordnen
Fast alle großen DSL-Anbieter arbeiten heute mit sogenannten Aktions- oder Einführungspreisen. Das Prinzip ist immer ähnlich: Für die ersten 6, 10 oder 12 Monate zahlen Sie einen deutlich reduzierten Monatsbeitrag — danach greift der reguläre Normalpreis, der häufig 20 bis 30 Euro über dem Aktionspreis liegt. Unser aktueller Deal der Woche von 1&1 illustriert das gut: 19,99 Euro für zehn Monate klingt attraktiv, doch ab dem elften Monat werden 44,99 Euro fällig. Über eine 24-monatige Mindestlaufzeit ergibt das einen Durchschnittspreis von rund 34,57 Euro — ein Wert, den Sie im Hinterkopf behalten sollten, wenn Sie Angebote miteinander vergleichen.
Die Empfehlung unserer Redaktion: Rechnen Sie immer den Gesamtpreis über die gesamte Mindestlaufzeit aus und teilen Sie diesen durch die Anzahl der Monate. Nur dieser Durchschnittswert ist ein fairer Vergleichsmaßstab.
Laufzeiten: 24 Monate, 12 Monate oder monatlich kündbar?
Die meisten Aktionsangebote sind an eine Mindestlaufzeit von 24 Monaten geknüpft. Das ist kein Zufall: Anbieter kalkulieren die günstigen Einstiegspreise und Einmalprämien auf Basis dieser langen Bindung. Kürzere Laufzeiten von 12 Monaten oder sogar monatlich kündbare Tarife existieren ebenfalls, sind aber in der Regel teurer im Monatsbeitrag und beinhalten selten die attraktiven Wechselprämien oder Hardware-Boni.
Für die meisten Haushalte, die nicht in absehbarer Zeit umziehen oder deren Versorgungssituation sich nicht ändern wird, ist ein 24-Monats-Vertrag mit günstigem Aktionspreis die wirtschaftlich sinnvollere Wahl. Wer hingegen weiß, dass ein Umzug bevorsteht, sollte entweder einen Anbieter mit kulanter Umzugsregelung wählen oder bewusst auf einen flexibleren Tarif setzen.
Die Normalpreis-Falle: So schützen Sie sich
Die größte Kostenfalle beim DSL-Vertrag ist nicht der Abschluss, sondern das Vergessen. Viele Haushalte zahlen nach Ablauf der Aktionsphase jahrelang den vollen Normalpreis, weil sie den Vertrag weder gekündigt noch nachverhandelt haben. Stellen Sie sich deshalb bereits beim Abschluss eine Erinnerung — idealerweise drei Monate vor Ablauf der Mindestlaufzeit. Zu diesem Zeitpunkt haben Sie drei Optionen: Sie kündigen fristgerecht und wechseln zu einem neuen Aktionsangebot, Sie verhandeln mit Ihrem aktuellen Anbieter eine Verlängerung zu besseren Konditionen, oder Sie nehmen das Angebot bewusst an, weil es für Sie weiterhin passt.
Ein weiterer Punkt, den viele unterschätzen: Preiserhöhungen während der Vertragslaufzeit. Seit einer Gesetzesänderung haben Verbraucher bei einseitigen Preiserhöhungen ein Sonderkündigungsrecht. Nutzen Sie dieses konsequent, wenn Ihr Anbieter die Preise anhebt.
Hardware, Prämien und versteckte Kosten
Viele DSL-Deals werben mit einem kostenlosen Router oder einer Wechselprämie von 50 bis 150 Euro. Prüfen Sie dabei stets, ob der Router tatsächlich kostenlos ist oder ob er in Raten über die Laufzeit eingerechnet wird. Achten Sie außerdem auf Bereitstellungsgebühren, die einmalig beim Vertragsstart anfallen und je nach Anbieter zwischen 0 und 69,99 Euro liegen können. Manche Aktionen verzichten darauf, andere nicht — ein Unterschied, der Ihren Gesamtpreis spürbar beeinflusst.
Die 5 Anbieter im Deal-Vergleich 2026
Die 5 großen Anbieter im Deal-Vergleich 2025/2026
Nicht jeder Anbieter ist für jeden Haushalt gleich gut geeignet. Netzqualität, Kundenservice, Vertragsbedingungen und die Attraktivität aktueller Aktionen unterscheiden sich erheblich. Hier finden Sie eine ehrliche Einschätzung der fünf Anbieter, die auf dslvertrag.de regelmäßig empfohlen werden.
Telekom: Beste Netzqualität, aber ihren Preis wert?
Die Telekom ist und bleibt der Platzhirsch im deutschen Festnetzmarkt. Ihr Glasfaser- und VDSL-Netz deckt die breiteste Fläche ab, und in Regionen, in denen alternative Anbieter schlicht nicht verfügbar sind, ist die Telekom oft die einzige realistische Option. Die Aktionsangebote der Telekom sind im Vergleich zu Wettbewerbern weniger aggressiv gestaltet: Die Rabattphase ist kürzer, der Normalpreis liegt höher, und Wechselprämien fallen bescheidener aus.
Für wen eignet sich die Telekom? Für Haushalte in ländlichen oder schlecht versorgten Regionen, für Nutzer, die Wert auf einen stabilen und verlässlichen Kundenservice legen, und für alle, die auf das dichte Telekom-Netz angewiesen sind. Wer ausschließlich nach dem günstigsten Monatspreis sucht, wird bei der Telekom in der Regel nicht fündig.
Typischer Fallstrick: Die Telekom-Verträge haben oft höhere Normalpreise nach der Aktionsphase. Wer nicht aktiv kündigt oder nachverhandelt, zahlt schnell 10 bis 15 Euro mehr pro Monat als bei Wettbewerbern.
Vodafone: Starke Kabel-Infrastruktur, gemischtes DSL-Bild
Vodafone ist in Deutschland vor allem durch sein Kabelnetz (ehemals Unitymedia und Kabel Deutschland) stark aufgestellt. In Regionen mit Kabelanschluss bietet Vodafone häufig die schnellsten verfügbaren Verbindungen zu wettbewerbsfähigen Preisen. Im klassischen DSL-Segment über die Telekom-Infrastruktur ist das Angebot hingegen weniger differenziert.
Die Aktionsangebote von Vodafone sind regelmäßig attraktiv: Wechselprämien von 50 bis 100 Euro, reduzierte Einstiegspreise für 6 bis 12 Monate und gelegentlich kostenlose Hardware-Upgrades sind typisch. Besonders interessant sind die Vodafone-Deals für Bestandskunden von Kabel-Anschlüssen, die auf schnellere Geschwindigkeiten upgraden möchten.
Typischer Fallstrick: Die Kabel-Infrastruktur ist ein geteiltes Medium — in dicht besiedelten Gebieten kann die tatsächliche Geschwindigkeit in den Abendstunden spürbar unter dem beworbenen Maximalwert liegen. Prüfen Sie Erfahrungsberichte aus Ihrer Region, bevor Sie abschließen.
1&1: Günstigster Einstiegspreis, aber Geduld gefragt
1&1 ist traditionell der Anbieter mit den aggressivsten Aktionspreisen im Markt. Der aktuelle Deal der Woche auf unserer Seite — 19,99 Euro für zehn Monate — ist ein gutes Beispiel dafür. 1&1 nutzt die Infrastruktur der Telekom (und zunehmend eigene Glasfasernetze), bietet aber deutlich günstigere Einstiegspreise als der Netzeigentümer selbst.
Für wen eignet sich 1&1? Für preisbewusste Haushalte, die bereit sind, nach 24 Monaten erneut zu wechseln oder nachzuverhandeln. Die technische Versorgungsqualität ist in der Regel identisch mit der der Telekom, da dieselbe Infrastruktur genutzt wird.
Typischer Fallstrick: Der Kundenservice von 1&1 wird in Verbraucherbewertungen regelmäßig kritisiert. Störungen oder Vertragsfragen können mehr Geduld erfordern als bei anderen Anbietern. Wer selten Kontakt mit dem Kundenservice hat, wird davon kaum betroffen sein — wer aber bei Problemen schnelle Hilfe braucht, sollte das einkalkulieren.
o2 (Telefónica): Flexibel und mit starken Kombiangeboten
o2 positioniert sich zunehmend als Anbieter für Kunden, die Festnetz und Mobilfunk aus einer Hand beziehen möchten. Die Kombination aus DSL-Tarif und Mobilfunkvertrag wird mit spürbaren Rabatten belohnt, was o2 besonders für Familien oder Haushalte mit mehreren Mobilfunkverträgen interessant macht.
Die reinen DSL-Aktionsangebote von o2 sind solide, aber selten die günstigsten auf dem Markt. Dafür punktet o2 mit vergleichsweise kulanten Vertragsbedingungen und einem Kundendienst, der in Bewertungsportalen besser abschneidet als der von 1&1.
Typischer Fallstrick: Die beworbenen Kombiangebote klingen attraktiv, binden Sie aber an zwei Verträge mit möglicherweise unterschiedlichen Laufzeiten. Achten Sie darauf, dass Sie beide Verträge koordiniert kündigen oder verlängern können.
PŸUR: Günstig im Kabelnetz, regional begrenzt
Pÿur (ehemals Tele Columbus) ist ein regionaler Kabelnetzbetreiber, der vor allem in Ostdeutschland und einigen Ballungsräumen aktiv ist. Wer in einem PŸUR-Versorgungsgebiet wohnt, findet hier häufig sehr attraktive Preise für schnelle Kabelanschlüsse — oft günstiger als vergleichbare Angebote von Vodafone oder der Telekom.
Für wen eignet sich PŸUR? Ausschließlich für Haushalte im Versorgungsgebiet. Prüfen Sie die Verfügbarkeit zuerst. Wenn PŸUR bei Ihnen verfügbar ist, lohnt sich ein genauer Blick auf die aktuellen Aktionen.
Typischer Fallstrick: Als kleinerer Anbieter hat PŸUR weniger Ressourcen im Kundenservice und bei der Störungsbeseitigung. In Bewertungen wird die Reaktionszeit bei Problemen gelegentlich kritisiert.
Schritt für Schritt zum besten Deal
Schritt für Schritt zum besten DSL-Deal
Ein Anbieterwechsel klingt komplizierter als er ist. Mit der richtigen Vorbereitung und dem Wissen um die wichtigsten Fristen läuft der Wechsel in der Praxis meist reibungslos ab — und Sie profitieren sofort von besseren Konditionen.
Schritt 1: Aktuellen Vertrag prüfen
Bevor Sie irgendetwas unternehmen, schauen Sie in Ihren bestehenden Vertrag. Notieren Sie: Wann läuft die Mindestlaufzeit ab? Welche Kündigungsfrist gilt? Die gesetzliche Regelung sieht vor, dass Verbraucher ihren DSL-Vertrag mit einer Frist von einem Monat zum Ende der Mindestlaufzeit kündigen können. Verpassen Sie diesen Termin, verlängert sich der Vertrag automatisch — in der Regel um weitere 12 Monate, bei älteren Verträgen manchmal auch um 24 Monate. Neuere Verträge (abgeschlossen nach dem 1. Dezember 2021) verlängern sich dank des Telekommunikationsgesetzes (TKG 2021) nur noch monatlich, was die Situation deutlich entspannter macht.
Schritt 2: Neuen Anbieter auswählen und Vertrag abschließen
Schließen Sie den neuen Vertrag ab, bevor Sie den alten kündigen. Der neue Anbieter übernimmt in der Regel die Kündigung beim alten Anbieter und koordiniert den Wechseltermin — das ist seit der TKG-Reform 2021 gesetzlich geregelt. Sie müssen dem neuen Anbieter lediglich mitteilen, dass Sie wechseln möchten, und Ihre bisherige Anschlusskennung (Kundennummer oder Leitungsnummer) angeben.
Schritt 3: Rufnummernmitnahme beantragen
Wenn Sie Ihre bestehende Festnetznummer behalten möchten, beantragen Sie die Rufnummernmitnahme (Portierung) direkt beim neuen Anbieter. Dieser kümmert sich um die technische Übertragung. Die Portierung ist kostenlos und gesetzlich garantiert. Planen Sie einen Puffer von ein bis zwei Werktagen ein, in denen Ihre Nummer möglicherweise nicht erreichbar ist — in der Praxis klappt die Umschaltung aber oft nahtlos über Nacht.
Schritt 4: Wechseltermin und Übergangszeit planen
In der Regel gibt es beim Anbieterwechsel keine oder nur eine sehr kurze Unterbrechung der Internetverbindung. Der neue Router wird vorab per Post zugestellt, sodass Sie ihn am Umschalttag sofort anschließen können. Planen Sie dennoch einen Tag ein, an dem Sie zur Not auf das Mobilfunknetz ausweichen können — für den unwahrscheinlichen Fall einer Verzögerung.
Schritt 5: Alten Vertrag bestätigen lassen und Unterlagen aufbewahren
Nachdem der Wechsel vollzogen ist, prüfen Sie Ihre letzte Rechnung des alten Anbieters sorgfältig. Stellen Sie sicher, dass keine unberechtigten Gebühren nach dem Wechseldatum berechnet werden. Bewahren Sie die Kündigungsbestätigung und alle Vertragsunterlagen mindestens zwei Jahre auf.
Wichtige Fristen auf einen Blick
Kündigungsfrist: 1 Monat zum Ende der Mindestlaufzeit. Automatische Verlängerung bei neueren Verträgen: monatlich. Rufnummernportierung: kostenlos, in der Regel innerhalb von 1 bis 3 Werktagen abgeschlossen. Wechselkoordination durch neuen Anbieter: gesetzlich vorgeschrieben seit TKG 2021.
Checkliste: Worauf vor dem Abschluss achten?
Bevor Sie einen DSL-Deal abschließen, empfehlen wir diese Punkte zu prüfen:
- Haben Sie den Durchschnittspreis über die gesamte Mindestlaufzeit berechnet (Aktionsphase + Normalpreis geteilt durch Laufzeit in Monaten)?
- Ist die beworbene Geschwindigkeit (z. B. 'bis zu 100 Mbit/s') an Ihrer Adresse tatsächlich verfügbar? Nutzen Sie den Verfügbarkeitscheck des Anbieters mit Ihrer genauen Adresse.
- Haben Sie die Bereitstellungsgebühr im Gesamtpreis berücksichtigt? Diese kann einmalig bis zu 69,99 Euro betragen.
- Ist der Router wirklich kostenlos oder wird er in monatlichen Raten über die Laufzeit verrechnet?
- Welche Kündigungsfrist gilt, und haben Sie sich eine Erinnerung drei Monate vor Ablauf der Mindestlaufzeit gesetzt?
- Verlängert sich der Vertrag monatlich oder für ein weiteres Jahr, wenn Sie nicht rechtzeitig kündigen?
- Enthält der Vertrag eine Preisgarantie für die Aktionsphase, oder kann der Anbieter den Preis einseitig erhöhen?
- Haben Sie geprüft, ob eine Wechselprämie an Bedingungen geknüpft ist (z. B. Mindestumsatz, bestimmter Tarif, Aktivierung innerhalb einer Frist)?
- Wenn Sie Ihre Festnetznummer behalten möchten: Haben Sie die Rufnummernmitnahme beim neuen Anbieter beantragt?
- Haben Sie die Erfahrungsberichte anderer Kunden in Ihrer Region zum Kundenservice und zur Störungsbeseitigung des gewählten Anbieters geprüft?
- Falls Sie umzugsbedingt wechseln möchten: Welche Umzugsregelung bietet der Anbieter, und entstehen dabei Kosten oder eine neue Mindestlaufzeit?
- Gibt es ein Sonderkündigungsrecht, falls der Anbieter während der Laufzeit die Preise erhöht oder die Leistung verschlechtert?
Unser redaktioneller Abschluss-Kommentar
Nach Jahren der Marktbeobachtung lässt sich eines mit Sicherheit sagen: Der beste DSL-Deal ist nicht der mit dem niedrigsten Aufmacher-Preis, sondern der, der zu Ihrem konkreten Nutzungsverhalten, Ihrer Region und Ihrer Bereitschaft zum regelmäßigen Wechsel passt.
Wer bereit ist, alle 24 Monate aktiv zu werden — Angebote zu vergleichen, zu kündigen und zu wechseln — kann über die Jahre hinweg erheblich sparen. Der Markt belohnt aktive Wechselkunden konsequent mit den besten Konditionen. Wer hingegen einmal abschließt und sich nicht mehr darum kümmert, zahlt nach der Aktionsphase oft deutlich zu viel.
Unsere konkrete Empfehlung: Schließen Sie einen Vertrag mit 24 Monaten Laufzeit ab, wenn das Aktionsangebot attraktiv ist — aber setzen Sie sich sofort beim Abschluss eine Erinnerung für drei Monate vor Ablauf der Mindestlaufzeit. Nutzen Sie diesen Zeitpunkt, um erneut zu vergleichen. In drei Jahren hat sich der Markt verändert, neue Angebote sind verfügbar, und Sie haben erneut die Verhandlungsmacht eines Neukunden.
Ein letzter Hinweis, der oft übersehen wird: Fragen Sie bei Ihrem aktuellen Anbieter nach, bevor Sie kündigen. Viele Anbieter bieten Bestandskunden, die kündigen wollen, deutlich bessere Konditionen an als öffentlich beworben. Ein kurzes Gespräch mit der Retentionsabteilung kann sich lohnen — auch wenn Sie am Ende trotzdem wechseln.
Häufige Fragen zu DSL-Deals
Was ist der Unterschied zwischen dem Aktionspreis und dem Normalpreis bei DSL-Deals?
Der Aktionspreis ist ein zeitlich befristeter Einführungspreis, den Anbieter für die ersten Monate eines neuen Vertrags gewähren — häufig für 6, 10 oder 12 Monate. Danach gilt automatisch der reguläre Normalpreis, der deutlich höher liegt. Beim aktuellen 1&1-Deal beispielsweise zahlen Sie 19,99 Euro für zehn Monate, danach 44,99 Euro. Für einen fairen Vergleich sollten Sie immer den Durchschnittspreis über die gesamte Mindestlaufzeit berechnen, nicht nur den Aktionspreis.
Wie berechne ich den tatsächlichen Monatspreis eines DSL-Deals?
Addieren Sie alle Monatsbeiträge über die gesamte Mindestlaufzeit: Aktionsmonate multipliziert mit dem Aktionspreis, plus die restlichen Monate multipliziert mit dem Normalpreis. Addieren Sie einmalige Kosten wie Bereitstellungsgebühren. Teilen Sie die Gesamtsumme durch die Anzahl der Monate. Das Ergebnis ist der tatsächliche Durchschnittspreis pro Monat — der einzige sinnvolle Vergleichswert zwischen verschiedenen Angeboten.
Kann ich meinen DSL-Vertrag vor Ablauf der Mindestlaufzeit kündigen?
Eine ordentliche Kündigung ist erst zum Ende der Mindestlaufzeit möglich, in der Regel mit einer Frist von einem Monat. Eine außerordentliche Kündigung ist jedoch möglich, wenn der Anbieter einseitig Preise erhöht, die vertraglich vereinbarte Leistung dauerhaft nicht erbringt oder Sie aus beruflichen Gründen in ein Gebiet umziehen, in dem der Anbieter nicht verfügbar ist. In diesen Fällen steht Ihnen ein Sonderkündigungsrecht zu.
Was passiert, wenn ich meinen DSL-Vertrag nicht rechtzeitig kündige?
Bei Verträgen, die nach dem 1. Dezember 2021 abgeschlossen wurden, verlängert sich der Vertrag nach Ablauf der Mindestlaufzeit nur noch monatlich — Sie können also mit einer Frist von einem Monat jederzeit kündigen. Bei älteren Verträgen kann sich die Laufzeit um 12 oder sogar 24 Monate verlängern. Prüfen Sie Ihre Vertragsunterlagen und stellen Sie sich rechtzeitig eine Erinnerung.
Kann ich meine Festnetznummer beim Anbieterwechsel behalten?
Ja, die Rufnummernmitnahme (Portierung) ist gesetzlich garantiert und kostenlos. Sie beantragen die Mitnahme direkt beim neuen Anbieter, der den Prozess mit dem alten Anbieter koordiniert. Die Umschaltung dauert in der Regel ein bis drei Werktage. Während dieser Zeit kann es zu einer kurzen Unterbrechung der Erreichbarkeit kommen, die in der Praxis aber oft auf wenige Stunden beschränkt ist.
Muss ich meinen alten DSL-Vertrag selbst kündigen, wenn ich zu einem neuen Anbieter wechsle?
Nein, seit der TKG-Reform 2021 ist der neue Anbieter gesetzlich verpflichtet, die Kündigung beim alten Anbieter in Ihrem Namen zu übernehmen und den Wechseltermin zu koordinieren. Sie müssen dem neuen Anbieter lediglich Ihre Kundennummer oder Anschlusskennung beim alten Anbieter mitteilen. Es empfiehlt sich trotzdem, die Kündigung schriftlich zu bestätigen und eine Kündigungsbestätigung vom alten Anbieter anzufordern.
Was bedeutet 'bis zu X Mbit/s' bei DSL-Angeboten wirklich?
Die Angabe 'bis zu X Mbit/s' ist die technisch maximal mögliche Geschwindigkeit unter idealen Bedingungen. Die tatsächlich verfügbare Geschwindigkeit hängt von der Entfernung zur Vermittlungsstelle, der Leitungsqualität und der genutzten Technologie ab. Anbieter sind seit 2021 verpflichtet, im Rahmen der Produktinformationsblätter eine Mindestgeschwindigkeit und eine normalerweise verfügbare Geschwindigkeit anzugeben. Prüfen Sie diese Werte, nicht nur den Maximalwert.
Lohnt sich ein DSL-Deal mit Wechselprämie wirklich?
Eine Wechselprämie von 50 bis 150 Euro klingt attraktiv, muss aber im Kontext des Gesamtpreises bewertet werden. Wenn ein Anbieter eine hohe Prämie zahlt, aber einen höheren Normalpreis nach der Aktionsphase hat, kann ein Angebot ohne Prämie, aber mit längerem Aktionspreis oder niedrigerem Normalpreis insgesamt günstiger sein. Rechnen Sie immer den Gesamtpreis über die Mindestlaufzeit aus und ziehen Sie die Prämie davon ab.
Ist ein DSL-Vertrag ohne Mindestlaufzeit sinnvoll?
Monatlich kündbare DSL-Tarife bieten maximale Flexibilität, sind aber in der Regel 10 bis 20 Euro pro Monat teurer als vergleichbare 24-Monats-Verträge und beinhalten selten attraktive Aktionspreise oder Prämien. Sie lohnen sich vor allem, wenn Sie wissen, dass Sie in absehbarer Zeit umziehen, oder wenn Ihre Versorgungssituation sich kurzfristig ändern könnte — etwa durch den geplanten Glasfaserausbau in Ihrer Straße.
Was ist eine Bereitstellungsgebühr und kann ich sie vermeiden?
Die Bereitstellungsgebühr ist eine einmalige Pauschale, die Anbieter für die technische Einrichtung des Anschlusses berechnen. Sie liegt je nach Anbieter zwischen 0 und 69,99 Euro. Viele Aktionsangebote verzichten auf diese Gebühr oder erlassen sie im Rahmen einer Aktion. Prüfen Sie beim Vertragsabschluss, ob eine Bereitstellungsgebühr anfällt, und berücksichtigen Sie diese im Gesamtpreisvergleich.
Kann der Anbieter den Preis während der Vertragslaufzeit erhöhen?
Ja, Anbieter haben das Recht, Preise während der Laufzeit zu erhöhen — müssen dies aber rechtzeitig ankündigen. Seit der TKG-Reform 2021 haben Verbraucher bei einseitigen Preiserhöhungen ein Sonderkündigungsrecht, das sie innerhalb einer bestimmten Frist nach der Ankündigung ausüben können. Nutzen Sie dieses Recht konsequent, wenn die Erhöhung nicht durch eine entsprechende Leistungsverbesserung gerechtfertigt ist.
Was ist der Unterschied zwischen DSL, VDSL und Glasfaser?
DSL (Digital Subscriber Line) ist die klassische Breitbandtechnologie über Kupferleitungen mit Geschwindigkeiten bis zu 16 Mbit/s. VDSL (Very High Speed DSL) ist eine Weiterentwicklung, die über Kupfer- oder Glasfaser-Hybrid-Leitungen Geschwindigkeiten von 50 bis 250 Mbit/s ermöglicht. Glasfaser (FTTH/FTTB) überträgt Daten vollständig über Lichtwellenleiter und bietet Geschwindigkeiten von 100 Mbit/s bis 1 Gbit/s oder mehr. Glasfaser ist die zukunftssicherste Option, aber noch nicht flächendeckend verfügbar.
Welche Internetgeschwindigkeit brauche ich wirklich?
Für einen Einpersonenhaushalt mit normalem Surfverhalten und gelegentlichem Streaming reichen 50 Mbit/s problemlos aus. Für Familien mit mehreren gleichzeitigen Nutzern, Videokonferenzen und 4K-Streaming empfehlen sich 100 bis 250 Mbit/s. Wer regelmäßig große Dateien hoch- oder herunterlädt oder im Homeoffice auf stabile Verbindungen angewiesen ist, sollte mindestens 100 Mbit/s einplanen — und auf die Upload-Geschwindigkeit achten, die bei DSL oft deutlich geringer ist als der Download.
Kann ich einen DSL-Vertrag bei einem Umzug kündigen?
Wenn Sie in ein Gebiet umziehen, in dem Ihr aktueller Anbieter nicht verfügbar ist, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Ist der Anbieter an der neuen Adresse verfügbar, wird der Vertrag in der Regel auf die neue Adresse übertragen — manchmal verbunden mit einer neuen Mindestlaufzeit oder Kosten für die Umschaltung. Prüfen Sie die Umzugsregelung Ihres Anbieters vor Vertragsabschluss, wenn ein Umzug absehbar ist.
Wie lange dauert es, bis der neue DSL-Anschluss aktiv ist?
Bei einem Anbieterwechsel innerhalb desselben Netzes (z. B. von 1&1 zu o2, beide über Telekom-Infrastruktur) dauert die Umschaltung in der Regel 1 bis 2 Wochen. Bei einem Neuanschluss oder einem Wechsel auf eine andere Technologie (z. B. von DSL auf Kabel) kann es 2 bis 4 Wochen dauern. Der neue Anbieter informiert Sie über den genauen Schalttermin, und der Router wird vorab zugestellt.
Was ist ein Produktinformationsblatt und warum ist es wichtig?
Das Produktinformationsblatt (PIB) ist ein standardisiertes Dokument, das Anbieter seit der TKG-Reform 2021 vor Vertragsabschluss bereitstellen müssen. Es enthält alle wesentlichen Vertragsinformationen in einheitlichem Format: Mindest- und Normalgeschwindigkeit, Preise, Laufzeiten, Kündigungsfristen und Kontaktdaten. Lesen Sie das PIB vor dem Abschluss sorgfältig — es ist die verlässlichste Informationsquelle und gilt im Streitfall als verbindlich.
Fachbegriffe kurz erklärt
Zeitlich befristeter Einführungspreis, den Anbieter für die ersten Monate eines neuen Vertrags gewähren. Nach Ablauf der Aktionsphase gilt automatisch der höhere Normalpreis. Immer im Kontext des Gesamtpreises über die Mindestlaufzeit bewerten.
Der Zeitraum, für den Sie sich beim Vertragsabschluss mindestens binden. Typisch sind 24 Monate. Vor Ablauf der Mindestlaufzeit ist eine ordentliche Kündigung nicht möglich, außer bei Vorliegen eines Sonderkündigungsrechts.
Einmalige Pauschale für die technische Einrichtung des Anschlusses beim Vertragsstart. Liegt je nach Anbieter zwischen 0 und 69,99 Euro. Viele Aktionsangebote verzichten darauf oder erlassen sie im Rahmen einer Aktion.
Kostenlose und gesetzlich garantierte Übertragung Ihrer bestehenden Festnetznummer zu einem neuen Anbieter. Der neue Anbieter koordiniert den Prozess. Die Umschaltung dauert in der Regel ein bis drei Werktage.
Das Recht, einen laufenden Vertrag vor Ablauf der Mindestlaufzeit außerordentlich zu kündigen. Greift bei einseitigen Preiserhöhungen, dauerhafter Schlechtleistung oder Umzug in ein nicht versorgtes Gebiet. Muss innerhalb einer bestimmten Frist nach dem auslösenden Ereignis ausgeübt werden.
Standardisiertes Dokument, das Anbieter seit der TKG-Reform 2021 vor Vertragsabschluss bereitstellen müssen. Enthält verbindliche Angaben zu Geschwindigkeit, Preisen, Laufzeiten und Kündigungsfristen in einheitlichem Format.
Weiterentwicklung des klassischen DSL-Standards, die über Kupfer- oder Glasfaser-Hybrid-Leitungen Downloadgeschwindigkeiten von 50 bis 250 Mbit/s ermöglicht. Voraussetzung ist eine kurze Entfernung zur nächsten Vermittlungsstelle oder einem Kabelverzweiger.
Einmalzahlung oder Gutschrift, die Anbieter neuen Kunden als Anreiz zum Wechsel gewähren. Typisch sind 50 bis 150 Euro. Oft an Bedingungen geknüpft wie Mindesttarif, Aktivierung innerhalb einer Frist oder Einlösung über ein separates Portal.
Der tatsächliche monatliche Kostendurchschnitt eines DSL-Vertrags über die gesamte Mindestlaufzeit, berechnet aus Aktionsphase, Normalpreis und einmaligen Kosten. Der einzig sinnvolle Vergleichswert zwischen verschiedenen Angeboten.
Reform des deutschen Telekommunikationsgesetzes, in Kraft seit Dezember 2021. Stärkt Verbraucherrechte: Verträge verlängern sich nach der Mindestlaufzeit nur noch monatlich, Anbieterwechsel werden vereinfacht, und Produktinformationsblätter werden zur Pflicht.