Schufa-Eintrag und Internetvertrag: Was das wirklich bedeutet
Ein negativer Schufa-Eintrag entsteht schneller als viele denken: eine vergessene Rechnung, ein Inkasso-Verfahren aus der Vergangenheit, eine Insolvenz vor Jahren. Und plötzlich stehen Sie vor dem Problem, dass der Abschluss eines neuen Internetvertrags schwieriger wird als erwartet. Doch was genau passiert bei der Bonitätsprüfung — und warum lehnen manche Anbieter ab, während andere problemlos einen Anschluss bereitstellen?
Wer ist von diesem Thema betroffen?
Diese Seite richtet sich an Menschen, die einen negativen Schufa-Eintrag haben oder befürchten, einen zu haben — und trotzdem zuverlässiges Internet zu Hause benötigen. Das betrifft Personen nach einer Privatinsolvenz, nach geplatzten Ratenzahlungen, nach einem Umzug mit offenen Forderungen oder schlicht nach einem Fehler im Schufa-Datensatz. Auch wer bislang noch keinen Kreditvertrag hatte und deshalb keinen Schufa-Score aufgebaut hat, kann auf Schwierigkeiten stoßen.
Die Marktrealität 2025
Internet-Anbieter in Deutschland sind keine Banken — sie vergeben keinen Kredit, sondern stellen eine Dienstleistung bereit. Dennoch prüfen alle großen Anbieter die Bonität ihrer Neukunden, weil monatliche Rechnungen über 24 Monate ein finanzielles Risiko darstellen. Ein negativer Schufa-Eintrag bedeutet dabei nicht automatisch eine Ablehnung. Entscheidend ist die Art des Eintrags, sein Alter und die Gesamtbewertung des Anbieters.
Kabel-Anbieter wie PŸUR oder Vodafone Kabel bewerten die Bonität häufig anders als klassische DSL-Anbieter. Sie beziehen die Wohnadresse stärker in ihre Risikoeinschätzung ein und arbeiten mit eigenen Scoring-Modellen. Das bedeutet in der Praxis: Wer bei einem DSL-Anbieter abgelehnt wird, hat beim Kabel-Anbieter in derselben Straße möglicherweise gute Chancen.
Was dieser Ratgeber leistet
Auf dieser Seite erfahren Sie, wie Anbieter die Bonitätsprüfung tatsächlich durchführen, welche Faktoren Ihre Annahmechance konkret beeinflussen und welche Alternativen es gibt, wenn der klassische Weg nicht funktioniert. Die Empfehlungen basieren auf redaktioneller Recherche — ohne Versprechen, die in der Realität nicht haltbar sind.
Das spricht für unsere Empfehlung
Unsere Tarif-Empfehlungen (5)
Redaktionell gefiltert auf Ihren Bedarf — sortiert in unserer Empfehlungs-Reihenfolge.
| # | Anbieter / Tarif | Speed | Aktionspreis | Normalpreis | Anschluss | |
|---|---|---|---|---|---|---|
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1
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o2
📡 Kabel-Internet
o2 Home S Cable
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50/10 Mbit/s |
0,00 €
⏱ 6 Monate
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24,99 €
ab Monat 7
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39,99 €
Bereitstellungspreis
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Details Bestellen → |
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2
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1&1
📞 DSL
1&1 DSL 16
🎁 50 € Startguthaben*
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16/1 Mbit/s |
9,99 €
⏱ 10 Monate
|
34,99 €
ab Monat 11
|
49,99 €
Bereitstellungspreis
|
Details Bestellen → |
|
3
|
1&1
📞 DSL
1&1 DSL 50
🎁 50 € Startguthaben*
|
50/10 Mbit/s |
9,99 €
⏱ 10 Monate
|
36,99 €
ab Monat 11
|
49,99 €
Bereitstellungspreis
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Details Bestellen → |
|
4
|
1&1
📞 DSL
1&1 DSL 100
🎁 50 € Startguthaben*
|
100/40 Mbit/s |
9,99 €
⏱ 10 Monate
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39,99 €
ab Monat 11
|
49,99 €
Bereitstellungspreis
|
Details Bestellen → |
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5
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1&1
📞 DSL
1&1 DSL 250
🎁 50 € Startguthaben*
|
250/40 Mbit/s |
9,99 €
⏱ 10 Monate
|
44,99 €
ab Monat 11
|
49,99 €
Bereitstellungspreis
|
Details Bestellen → |
Worauf wir bei der Auswahl achten
Kabel-Anbieter wie PŸUR oder Vodafone Kabel bewerten Adresse + Eigen-Bonität anders.
12 statt 24 Monate Laufzeit reduziert das Risiko aus Sicht des Anbieters.
Anbieter bevorzugen SEPA-Lastschrift — verbessert die Annahmechance.
Ratgeber: Hintergründe und Schritt für Schritt
Wie Internetanbieter die Bonität prüfen
Wenn Sie einen Internetvertrag beantragen, läuft im Hintergrund eine automatisierte Bonitätsprüfung ab. Der Anbieter fragt dabei in der Regel bei der Schufa an — aber nicht nur dort. Viele Anbieter nutzen zusätzlich eigene Scoring-Modelle, die Faktoren wie Ihre Wohnadresse, Ihr Zahlungsverhalten bei früheren Verträgen beim selben Anbieter oder statistische Daten aus Ihrer Postleitzahl einbeziehen.
Die Schufa selbst liefert keinen einfachen Ja/Nein-Wert, sondern einen Score-Wert zwischen 0 und 100 Prozent. Ein Wert unter 90 Prozent gilt bei vielen Anbietern bereits als auffällig. Ein negativer Eintrag — etwa ein Inkasso-Verfahren oder eine titulierte Forderung — drückt diesen Wert erheblich. Dennoch ist der Score nur ein Teil der Entscheidung.
Welche Schufa-Einträge besonders problematisch sind
Nicht alle negativen Einträge wirken gleich. Die Schufa unterscheidet zwischen sogenannten Weichmerkmalen und Hartmerkmalen. Weichmerkmale sind zum Beispiel häufige Kreditanfragen oder viele gleichzeitig laufende Verträge — sie belasten den Score, führen aber selten zur direkten Ablehnung. Hartmerkmale hingegen sind schwerwiegender:
- Eidesstattliche Versicherung (früher: Offenbarungseid)
- Haftbefehl zur Abgabe der Vermögensauskunft
- Insolvenzverfahren (laufend oder abgeschlossen)
- Titulierte Forderungen (gerichtlich festgestellte Schulden)
- Einträge aus Inkasso-Verfahren
Bei laufenden Insolvenzverfahren oder aktuellen Vollstreckungstiteln ist die Ablehnungswahrscheinlichkeit bei den meisten Anbietern sehr hoch. Bei abgeschlossenen Verfahren oder älteren Einträgen sieht die Lage oft besser aus — besonders wenn seit dem Eintrag mehrere Jahre vergangen sind.
Wie lange bleiben Schufa-Einträge gespeichert?
Das ist ein häufig unterschätzter Punkt. Die Schufa löscht Einträge nach festgelegten Fristen:
- Bezahlte Forderungen aus Inkasso-Verfahren: 3 Jahre nach Begleichung
- Kreditanfragen: 12 Monate
- Insolvenzverfahren: 3 Jahre nach Abschluss des Verfahrens
- Girokonto-Kündigungen durch die Bank: 3 Jahre
Wenn ein Eintrag kurz vor der Löschfrist steht, kann es sich lohnen, einige Monate zu warten, bevor Sie einen neuen Vertrag beantragen. Prüfen Sie Ihre Schufa-Auskunft zunächst kostenlos — einmal jährlich haben Sie nach Art. 15 DSGVO das Recht auf eine kostenfreie Selbstauskunft unter meineschufa.de.
Fehler in der Schufa-Auskunft: häufiger als gedacht
Studien und Verbraucherschutzberichte zeigen, dass ein relevanter Anteil der Schufa-Datensätze fehlerhafte oder veraltete Einträge enthält. Bevor Sie einen Internetvertrag beantragen, sollten Sie Ihre eigene Schufa-Auskunft anfordern und prüfen, ob alle Einträge korrekt und aktuell sind. Fehlerhafte Einträge können Sie bei der Schufa direkt beanstanden — die Schufa ist verpflichtet, unrichtige Daten zu korrigieren oder zu löschen. Das dauert in der Praxis zwei bis sechs Wochen.
DSL, Kabel oder Glasfaser — welcher Anschlusstyp hat Vorteile?
Bei der Wahl des Anschlusstyps spielt die Bonitätsprüfung eine unterschätzte Rolle. Klassische DSL-Anbieter wie die Telekom oder 1&1 nutzen stark standardisierte Scoring-Prozesse mit hohem Schufa-Gewicht. Kabel-Anbieter wie PŸUR oder Vodafone Kabel setzen stärker auf adressbasiertes Scoring — das heißt, Ihre Wohnadresse in einem bestimmten Versorgungsgebiet kann die Entscheidung positiv beeinflussen, selbst wenn der Schufa-Score niedrig ist.
Glasfaser-Anbieter (FTTH) sind in diesem Bereich heterogen: Regionale Stadtwerke-Anbieter haben oft weniger strenge Prüfprozesse als große Konzerne, weil sie auf langfristige Kundenbindung in ihrem Versorgungsgebiet setzen. Es lohnt sich, auch lokale Glasfaser-Anbieter in Ihrer Region zu prüfen.
Vorkasse und Prepaid-Alternativen verstehen
Einige Anbieter ermöglichen bei negativer Bonität eine Vorkasse-Option: Sie zahlen mehrere Monate im Voraus und erhalten dafür den Anschluss. Das ist keine Standardoption, die öffentlich beworben wird — sie muss oft direkt beim Anbieter erfragt werden. Alternativ gibt es Prepaid-Internetlösungen über Mobilfunk (LTE/5G-Router), die ohne Bonitätsprüfung auskommen. Diese sind technisch keine DSL-Anschlüsse, können aber als Übergangslösung funktionieren, solange die Netzabdeckung ausreicht.
Schritt-für-Schritt: So gehen Sie vor
Schritt 1: Schufa-Selbstauskunft anfordern Beantragen Sie Ihre kostenlose Selbstauskunft und prüfen Sie alle Einträge auf Richtigkeit. Fehlerhafte Einträge sofort beanstanden.
Schritt 2: Eintragsart einschätzen Unterscheiden Sie zwischen Hartmerkmalen und Weichmerkmalen. Bei laufenden Insolvenzverfahren sind die Chancen gering — bei älteren, bereits erledigten Einträgen deutlich besser.
Schritt 3: Anschlusstyp wählen Prüfen Sie, ob in Ihrer Adresse Kabel-Internet (PŸUR, Vodafone Kabel) verfügbar ist. Kabel-Anbieter haben in vielen Fällen eine höhere Annahmequote bei negativer Schufa.
Schritt 4: Vertragslaufzeit reduzieren Wählen Sie wenn möglich einen Tarif mit 12 Monaten Laufzeit statt 24 Monaten. Das reduziert das finanzielle Risiko für den Anbieter und verbessert Ihre Chancen.
Schritt 5: Zahlungsart optimieren Geben Sie SEPA-Lastschrift an, nicht Rechnung. Anbieter bevorzugen Lastschrift, weil sie das Zahlungsausfallrisiko senkt.
Schritt 6: Einen Anbieter zur Zeit anfragen Jede Kreditanfrage hinterlässt eine Spur in der Schufa. Stellen Sie nicht mehrere Anfragen gleichzeitig — das verschlechtert Ihren Score zusätzlich. Über dslvertrag.de wird keine neue Schufa-Anfrage ausgelöst.
Rechtliche Rahmenbedingungen
Anbieter sind in Deutschland nicht verpflichtet, jeden Kunden anzunehmen. Die Ablehnung aufgrund einer Bonitätsprüfung ist rechtlich zulässig, solange sie nicht diskriminierend ist. Allerdings haben Sie das Recht zu erfahren, dass eine automatisierte Entscheidung stattgefunden hat (Art. 22 DSGVO) — und in bestimmten Fällen das Recht auf menschliche Überprüfung. Nutzen Sie dieses Recht, wenn Sie glauben, dass Ihre Ablehnung auf einem fehlerhaften Datensatz basiert.
Checkliste vor dem Abschluss
Vor dem Vertragsabschluss empfehlen wir, diese Punkte zu prüfen — dauert in der Regel 5–10 Minuten.
- Kostenlose Schufa-Selbstauskunft angefordert und alle Einträge auf Richtigkeit geprüft?
- Fehlerhafte oder veraltete Einträge bei der Schufa beanstandet?
- Art des Schufa-Eintrags eingeschätzt: Hartmerkmal oder Weichmerkmal?
- Löschfrist des Eintrags geprüft — lohnt sich ein Warten von wenigen Monaten?
- Verfügbarkeit von Kabel-Internet (PŸUR, Vodafone Kabel) an der eigenen Adresse geprüft?
- Tarife mit 12 Monaten Laufzeit statt 24 Monaten in Betracht gezogen?
- SEPA-Lastschrift als Zahlungsart ausgewählt statt Rechnung?
- Nur einen Anbieter zur Zeit angefragt, um weitere Schufa-Einträge zu vermeiden?
- Möglichkeit einer Vorkasse-Option beim Wunschanbieter direkt erfragt?
- Mitantragsteller mit guter Bonität als Option geprüft?
- Mobilfunk-Router als Übergangslösung für den Fall einer Ablehnung in Betracht gezogen?
- Mindestgeschwindigkeit und Datenlimit im gewählten Tarif auf eigene Anforderungen geprüft?
Alternativen und Abgrenzung
DSL trotz Schufa vs. Mobilfunk-Internet: Was passt wann?
Wer keinen Festnetzanschluss bekommt, denkt oft als Nächstes an einen LTE- oder 5G-Router. Diese Geräte nutzen das Mobilfunknetz und kommen in vielen Fällen ohne klassische Bonitätsprüfung aus — zumindest bei Prepaid-Varianten. Der Nachteil: Die Geschwindigkeit schwankt je nach Netzauslastung, und in Mehrfamilienhäusern oder schlecht versorgten Gebieten ist die Verbindung oft unzuverlässig. Für Streaming oder Videokonferenzen kann das ausreichen, für Homeoffice mit hohem Datenvolumen ist es oft keine dauerhafte Lösung.
Festnetz-Anschluss vs. Prepaid-Breitband
Ein klassischer DSL- oder Kabel-Anschluss bietet stabile Geschwindigkeiten, feste Leitungen und in der Regel deutlich bessere Upload-Werte als Mobilfunk-Alternativen. Wenn Sie regelmäßig große Dateien übertragen, im Homeoffice arbeiten oder mehrere Personen gleichzeitig das Internet nutzen, ist ein Festnetzanschluss die bessere Wahl — auch wenn der Weg dorthin mit einem Schufa-Eintrag etwas mehr Aufwand erfordert.
Wann ein Bürge oder Mitantragsteller sinnvoll sein kann
Manche Anbieter akzeptieren einen Mitantragsteller mit guter Bonität. Das bedeutet: Eine zweite Person — etwa ein Familienmitglied — unterzeichnet den Vertrag gemeinsam mit Ihnen und haftet damit ebenfalls für die Zahlung. Das verbessert die Annahmechance erheblich, ist aber mit Verantwortung verbunden. Diese Option sollte nur gewählt werden, wenn das Vertrauensverhältnis und die finanzielle Situation beider Parteien das zulassen.
Wann dieser Weg nicht passt
Bei laufenden Insolvenzverfahren oder aktuellen Pfändungen ist die Wahrscheinlichkeit einer Ablehnung bei allen hier genannten Anbietern hoch. In diesem Fall ist ein Prepaid-Mobilfunk-Router die realistischere Übergangslösung — bis das Verfahren abgeschlossen ist und die Einträge beginnen zu verblassen. Auch wer keinen festen Wohnsitz hat oder häufig umzieht, ist mit einem monatlich kündbaren Mobilfunk-Tarif oft besser beraten als mit einem Festnetzvertrag.
Redaktioneller Hinweis: Timing kann entscheidend sein
Unsere Redaktion empfiehlt, vor jeder Vertragsanfrage zunächst die eigene Schufa-Auskunft anzufordern — nicht als Formalität, sondern als echte Entscheidungsgrundlage. In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass Einträge bereits gelöscht sein sollten, aber noch im System stehen. Wer das nicht prüft, riskiert eine Ablehnung auf Basis veralteter Daten.
Ein weiterer Punkt, den viele übersehen: Der Zeitpunkt der Anfrage spielt eine Rolle. Wer weiß, dass ein negativer Eintrag in drei Monaten die Löschfrist erreicht, fährt oft besser damit, kurz zu warten — statt jetzt abgelehnt zu werden und damit eine weitere Kreditanfrage im Score zu haben.
Für Menschen mit einem Hartmerkmal aus der Vergangenheit, das aber bereits erledigt ist, lohnt sich der direkte Weg zum Kabel-Anbieter — telefonisch, nicht online. Im Gespräch lassen sich individuelle Lösungen wie Vorkasse oder kürzere Laufzeiten besprechen, die im Online-Formular gar nicht auftauchen. Das ist kein Geheimtipp, sondern schlicht die Realität, wie Kundenservice in der Telekommunikationsbranche funktioniert.
Häufige Fragen
Funktioniert das wirklich?
Was ist, wenn ich abgelehnt werde?
Wird ein zweiter Schufa-Eintrag erzeugt?
Welcher Anbieter hat die höchste Annahmequote?
Wie hoch ist mein Schufa-Score und wo kann ich ihn einsehen?
Ihren Schufa-Score können Sie über die kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO einsehen, die Sie einmal jährlich kostenlos unter meineschufa.de anfordern können. Der Score wird als Prozentwert angegeben — ein Wert über 97 Prozent gilt als sehr gut, unter 90 Prozent als auffällig. Zusätzlich bietet die Schufa kostenpflichtige Abonnements für laufende Score-Überwachung an. Für eine einmalige Prüfung vor einem Vertragsabschluss ist die kostenlose Datenkopie vollkommen ausreichend.
Kann ich einen Schufa-Eintrag löschen lassen?
Fehlerhafte oder veraltete Einträge können Sie direkt bei der Schufa beanstanden. Wenn eine Forderung bereits beglichen wurde, aber noch als offen eingetragen ist, haben Sie ein Recht auf Korrektur. Korrekte Einträge können hingegen nicht vorzeitig gelöscht werden — sie bleiben bis zum Ablauf der gesetzlichen Fristen gespeichert. Die Schufa ist verpflichtet, Ihre Beanstandung innerhalb von vier Wochen zu prüfen. Legen Sie bei einer Beanstandung immer Nachweise bei, etwa Zahlungsbelege oder Erledigungsschreiben des Gläubigers.
Was passiert, wenn ich den Vertrag nicht bezahlen kann?
Wenn Sie einen Internetvertrag abschließen und die monatlichen Raten nicht zahlen, mahnt der Anbieter zunächst schriftlich. Nach mehreren Mahnungen kann der Anbieter den Anschluss sperren und das Vertragsverhältnis kündigen. Offene Forderungen werden an Inkasso-Unternehmen übergeben, was zu einem neuen negativen Schufa-Eintrag führt. Schließen Sie daher nur Verträge ab, deren monatliche Kosten Sie dauerhaft tragen können. Bei finanziellen Engpässen empfiehlt sich frühzeitiger Kontakt mit dem Anbieter — viele bieten Zahlungsaufschübe oder Ratenlösungen an.
Gibt es Internetanbieter, die grundsätzlich keine Schufa-Prüfung durchführen?
In Deutschland führen alle großen Festnetz-Anbieter eine Bonitätsprüfung durch — das ist branchenüblich und rechtlich zulässig. Anbieter, die explizit auf eine Schufa-Prüfung verzichten, sind im Festnetzbereich nicht bekannt. Im Mobilfunk-Bereich gibt es Prepaid-Tarife ohne Bonitätsprüfung, da dort keine monatliche Rechnung entsteht. Wer also unbedingt ohne Schufa-Prüfung einen Internetzugang benötigt, ist auf Prepaid-Mobilfunklösungen angewiesen.
Beeinflusst mein Wohnort die Annahmechance?
Ja, und das wird häufig unterschätzt. Kabel-Anbieter wie PŸUR und Vodafone Kabel nutzen adressbasiertes Scoring: Wohngebiete mit statistisch niedrigem Zahlungsausfallrisiko werden besser bewertet. Wer in einer Gegend mit hoher Zahlungsmoral wohnt, hat bei Kabel-Anbietern bessere Chancen — auch bei einem niedrigen Schufa-Score. Dieser Effekt ist bei DSL-Anbietern weniger ausgeprägt, da diese stärker auf den individuellen Schufa-Score setzen.
Was ist der Unterschied zwischen einer Konditions- und einer Kreditanfrage bei der Schufa?
Eine Kreditanfrage ist für andere Unternehmen sichtbar und beeinflusst Ihren Score negativ, wenn sie häufig vorkommt. Eine Konditionsanfrage hingegen ist nur für Sie selbst sichtbar und hat keinen Einfluss auf Ihren Score. Bei Internetverträgen stellen Anbieter in der Regel eine Kreditanfrage — nicht eine Konditionsanfrage. Deshalb ist es wichtig, nicht mehrere Anbieter gleichzeitig anzufragen. Über dslvertrag.de wird keine eigene Schufa-Anfrage ausgelöst, da wir lediglich eine Empfehlung aussprechen.
Kann ich als Selbstständiger oder Freiberufler besondere Probleme erwarten?
Selbstständige und Freiberufler haben oft einen weniger aufgebauten Schufa-Score, weil sie seltener Ratenkredite aufnehmen. Das kann paradoxerweise zu einer schlechteren Bewertung führen, obwohl keine negativen Einträge vorliegen. Zusätzlich können schwankende Einnahmen bei manchen Anbietern intern als Risikofaktor gewertet werden. In solchen Fällen helfen eine lange Kontoführungsgeschichte, ein stabiles Girokonto und die Wahl eines Kabel-Anbieters mit adressbasiertem Scoring.
Wie lange dauert es, bis mein Schufa-Score sich nach einem negativen Eintrag verbessert?
Der Schufa-Score verbessert sich schrittweise, wenn keine neuen negativen Ereignisse hinzukommen. Nach Begleichung einer offenen Forderung beginnt die dreijährige Löschfrist. Während dieser Zeit bleibt der Eintrag sichtbar, verliert aber an Gewicht, je länger er zurückliegt. Zusätzlich helfen pünktliche Zahlungen bei bestehenden Verträgen, ein stabiles Girokonto und der Abbau von Schulden. Eine spürbare Verbesserung ist in der Regel nach 12 bis 24 Monaten ohne neue Negativereignisse erkennbar.
Kann ich einen Internetvertrag auf eine andere Person anmelden?
Ja, es ist möglich, dass eine andere Person — etwa ein Familienmitglied mit guter Bonität — den Vertrag auf ihren Namen abschließt und Sie als Mitnutzer einträgt. Diese Person ist dann Vertragspartner und haftet für alle Zahlungen. Das ist rechtlich zulässig, sollte aber nur mit ausdrücklichem Einverständnis und klarer Absprache über die Kostentragung erfolgen. Alternativ gibt es die Möglichkeit eines gemeinsamen Vertragsabschlusses als Mitantragsteller.
Macht es einen Unterschied, ob ich den Vertrag online oder telefonisch abschließe?
Die Bonitätsprüfung läuft in beiden Fällen identisch ab — online wie telefonisch. Ein Vorteil des telefonischen Abschlusses kann sein, dass Sie direkt nach Sonderoptionen wie Vorkasse fragen können, die online nicht angeboten werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, bei einer telefonischen Ablehnung sofort nachzufragen, ob eine manuelle Überprüfung möglich ist. Online-Abschlüsse sind in der Regel vollautomatisiert und bieten weniger Spielraum für individuelle Lösungen.
Was bedeutet 'interne Bonität' bei Kabel-Anbietern?
Kabel-Anbieter wie PŸUR und Vodafone Kabel ergänzen die externe Schufa-Auskunft durch eigene Bewertungsmodelle. Diese berücksichtigen unter anderem die Zahlungshistorie früherer Kunden in Ihrer Postleitzahl, statistische Ausfallquoten nach Wohnregion und eigene Erfahrungen mit dem Kunden, falls bereits eine Kundenbeziehung bestand. Das bedeutet: Selbst bei einem niedrigen Schufa-Score kann die interne Bonität positiv ausfallen — und zur Annahme führen. Dieser Mechanismus macht Kabel-Anbieter für Menschen mit negativer Schufa besonders interessant.
Verliere ich meinen Anschluss, wenn sich meine finanzielle Lage nach Vertragsabschluss verschlechtert?
Nein — eine nachträgliche Verschlechterung der Bonität berechtigt den Anbieter in der Regel nicht zur außerordentlichen Kündigung. Solange Sie Ihre monatlichen Raten pünktlich zahlen, bleibt der Vertrag bestehen. Eine Ausnahme besteht, wenn Sie in ein Insolvenzverfahren eintreten: Hier kann der Insolvenzverwalter bestehende Verträge unter Umständen kündigen. Ansonsten gilt: Der Vertrag läuft unverändert weiter, unabhängig von späteren Schufa-Veränderungen.
Fachbegriffe kurz erklärt
Prozentualer Wahrscheinlichkeitswert, der angibt, wie zuverlässig eine Person ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllt. Ein hoher Wert (nahe 100 %) bedeutet geringes Ausfallrisiko. Der Score fließt in Bonitätsentscheidungen von Banken, Vermietern und Telekommunikationsanbietern ein.
Schwerwiegender negativer Schufa-Eintrag, der auf ernsthafte Zahlungsprobleme hinweist. Dazu zählen Insolvenzverfahren, eidesstattliche Versicherungen und titulierte Forderungen. Hartmerkmale führen bei den meisten Anbietern zu einer automatischen Ablehnung.
Bewertungsverfahren, bei dem die Wohnadresse des Antragstellers als Risikofaktor einbezogen wird. Kabel-Anbieter nutzen statistische Ausfallquoten nach Postleitzahl oder Straße, um die Annahmeentscheidung zu ergänzen oder zu korrigieren.
Europäisches Zahlungsverfahren, bei dem der Gläubiger den fälligen Betrag direkt vom Konto des Schuldners einzieht. Für Internetanbieter senkt Lastschrift das Zahlungsausfallrisiko im Vergleich zur Rechnungszahlung — und verbessert damit die Annahmechance bei negativer Bonität.
Gerichtlich festgestellte Schuld, die durch einen Vollstreckungstitel (z. B. Mahnbescheid oder Urteil) belegt ist. Titulierte Forderungen sind Hartmerkmale in der Schufa und berechtigen Gläubiger zur Zwangsvollstreckung.
Kostenloser Anspruch jeder Person auf Auskunft über die zu ihr gespeicherten Daten — auch bei der Schufa. Einmal jährlich kann diese Auskunft kostenlos angefordert werden und enthält alle gespeicherten Einträge sowie den aktuellen Score.
Schufa-Anfrage, die nur für den Betroffenen selbst sichtbar ist und den Score nicht beeinflusst. Wird von Anbietern für unverbindliche Angebote genutzt. Zu unterscheiden von der Kreditanfrage, die für Dritte sichtbar ist und den Score belasten kann.
Weitere Begriffe finden Sie in unserem DSL-Glossar.