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DSL-Vertrag mitnehmen beim Umzug

Beim Umzug muss niemand auf Internet verzichten. Wir erklären, wie der Vertragsumzug funktioniert — und welche Anbieter besonders flexibel sind.

Umzug und Internet: Was viele unterschätzen

Ein Umzug bringt genug Stress mit sich — Kartons schleppen, Ummeldungen erledigen, Handwerker koordinieren. Das Internet kommt dabei oft als letztes auf die To-do-Liste, obwohl es zu den ersten Dingen gehört, die am neuen Wohnort funktionieren sollten. Homeoffice, Streaming, Videoanrufe mit der Familie: Wer auch nur wenige Tage ohne stabilen Anschluss auskommen muss, merkt schnell, wie abhängig der Alltag davon ist.

Die gute Nachricht: Das Telekommunikationsgesetz (TKG) schützt Sie als Verbraucher ausdrücklich. Anbieter sind verpflichtet, Ihren bestehenden Vertrag am neuen Wohnort fortzuführen — sofern sie dort technisch liefern können. Das gilt für alle großen Anbieter: Telekom, Vodafone, 1&1, o2 und PŸUR.

Für wen ist das Thema besonders relevant?

Nicht jeder Umzug ist gleich. Wer innerhalb derselben Stadt zieht, hat in der Regel wenig zu befürchten — die Infrastruktur des Anbieters ist meist vorhanden. Kritischer wird es bei Umzügen in ländliche Regionen oder in Gebiete, die von einem anderen Netzbetreiber erschlossen werden. Besonders Kabelkunden (Vodafone, PŸUR) stoßen hier schnell an Grenzen, weil das Kabelnetz nicht flächendeckend ausgebaut ist. DSL-Kunden der Telekom haben durch das weitgehend bundesweite Kupfernetz oft bessere Karten.

Auch Glasfaserkunden sollten aufmerksam sein: Der Glasfaserausbau ist regional sehr unterschiedlich. Wer in einer gut erschlossenen Großstadt wohnt und in eine Gemeinde mit weniger Infrastruktur zieht, muss möglicherweise auf einen anderen Anschlusstyp wechseln.

Die Marktrealität 2025

In der Praxis funktioniert der Vertragsumzug bei den meisten Anbietern reibungslos — wenn man ihn rechtzeitig anmeldet. Probleme entstehen vor allem dann, wenn die Ummeldung zu kurzfristig erfolgt oder wenn am neuen Wohnort tatsächlich keine Versorgung möglich ist. In solchen Fällen greift das Sonderkündigungsrecht, das Ihnen einen sauberen Ausstieg aus dem laufenden Vertrag ermöglicht. Wer seinen Umzug also frühzeitig plant und den Anbieter mindestens vier bis sechs Wochen vorher informiert, vermeidet die meisten Stolpersteine.

Das spricht für unsere Empfehlung

  • Vertrag kostenlos zum neuen Wohnort mitnehmen
  • Sonderkündigungsrecht bei Nichtverfügbarkeit
  • Gesetzlich max. 1 Tag Internet-Ausfall beim Wechsel
  • Alle Anbieter mit eigenem Umzugs-Service

Unsere Tarif-Empfehlungen (6)

Redaktionell gefiltert auf Ihren Bedarf — sortiert in unserer Empfehlungs-Reihenfolge.

# Anbieter / Tarif Speed Aktionspreis Normalpreis Anschluss
1
o2 📞 DSL
o2 Home S DSL
50/10 Mbit/s
0,00 €
⏱ 6 Monate
24,99 €
ab Monat 7
39,99 €
Bereitstellungspreis
Details Bestellen →
2
o2 📞 DSL
o2 Home M DSL
100/40 Mbit/s
0,00 €
⏱ 6 Monate
29,99 €
ab Monat 7
39,99 €
Bereitstellungspreis
Details Bestellen →
3
o2 📡 Kabel-Internet
o2 Home S Cable
50/10 Mbit/s
0,00 €
⏱ 6 Monate
24,99 €
ab Monat 7
39,99 €
Bereitstellungspreis
Details Bestellen →
4
Telekom 📞 DSL
MagentaZuhause S
🎁 100 € Routergutschrift
16/2,4 Mbit/s
9,95 €
⏱ 3 Monate
38,95 €
ab Monat 4
69,95 €
Bereitstellungspreis
Details Bestellen →
5
Telekom 📞 DSL
MagentaZuhause M
🎁 200 € + 45 € Cashback Gutschrift & Cashback
50/10 Mbit/s
9,95 €
⏱ 3 Monate
43,95 €
ab Monat 4
69,95 €
Bereitstellungspreis
Details Bestellen →
6
Telekom 📞 DSL
MagentaZuhause L
🎁 200 € + 240 € Cashback Gutschrift & Cashback
100/40 Mbit/s
9,95 €
⏱ 3 Monate
48,95 €
ab Monat 4
69,95 €
Bereitstellungspreis
Details Bestellen →

Worauf wir bei der Auswahl achten

Vertragsmitnahme rechtlich abgesichert

Nach TKG haben Sie Anspruch auf Vertragsfortsetzung am neuen Wohnsitz, wenn dort der Anbieter Anschluss bereitstellen kann.

Sonderkündigung als Alternative

Wenn der Anbieter am neuen Ort nicht liefern kann, dürfen Sie kostenfrei sonderkündigen.

Rufnummer-Mitnahme inklusive

Ihre Telefonnummer bleibt erhalten — auch über die Vorwahl-Grenzen hinaus.

Ratgeber: Hintergründe und Schritt für Schritt

Schritt für Schritt: So funktioniert der DSL-Vertragsumzug

Der Vertragsumzug ist kein Hexenwerk — aber er verlangt ein bisschen Vorlaufzeit und die richtigen Informationen. Im Folgenden erfahren Sie, was technisch und rechtlich im Hintergrund passiert, welche Schritte Sie selbst anstoßen müssen und worauf Sie bei den einzelnen Anbietertypen achten sollten.

Schritt 1: Verfügbarkeit am neuen Wohnort prüfen

Bevor Sie irgendetwas beim Anbieter melden, lohnt sich ein Blick auf die Verfügbarkeitsprüfung. Nahezu alle Anbieter stellen auf ihrer Website ein Tool bereit, mit dem Sie anhand der neuen Adresse prüfen können, ob und mit welcher Geschwindigkeit ein Anschluss möglich ist. Das dauert weniger als zwei Minuten und gibt Ihnen Planungssicherheit.

Wichtig: Prüfen Sie nicht nur, ob der Anbieter grundsätzlich verfügbar ist, sondern auch, welche Technologie am neuen Ort zur Verfügung steht. Wer bisher 250 Mbit/s über Kabel genutzt hat, bekommt am neuen Ort vielleicht nur 50 Mbit/s über DSL — das kann Auswirkungen auf Ihren Tarif haben.

Schritt 2: Umzug beim Anbieter anmelden — und zwar rechtzeitig

Die meisten Anbieter empfehlen, den Umzug mindestens vier Wochen vor dem geplanten Einzugstermin zu melden. Manche — allen voran die Telekom — bieten dafür ein eigenes Online-Formular an, andere verlangen einen Anruf beim Kundenservice. Halten Sie folgende Informationen bereit:

  • Neue vollständige Adresse (Straße, Hausnummer, PLZ, Ort)
  • Geplantes Einzugsdatum
  • Ihre Kundennummer
  • Gewünschter Schalttermin für den neuen Anschluss

Der Anbieter prüft dann intern, ob und wie er am neuen Ort liefern kann, und bestätigt Ihnen einen Aktivierungstermin. In der Regel erhalten Sie innerhalb weniger Tage eine Rückmeldung.

Schritt 3: Was technisch passiert — Leitungswechsel im Hintergrund

Hinter den Kulissen ist ein Umzug technisch aufwendiger als es scheint. Bei DSL-Anschlüssen muss der Anbieter beim zuständigen Netzbetreiber (in der Regel der Telekom, die das Kupfernetz betreibt) eine neue Leitung schalten lassen. Das bedeutet: Ein Techniker muss die Leitung in der Vermittlungsstelle freischalten, und gegebenenfalls muss auch in der Wohnung ein Techniker vorbeikommen, um den Hausanschluss zu aktivieren.

Bei Kabelanschlüssen (Vodafone, PŸUR) läuft es ähnlich: Der Kabelanschluss muss am neuen Ort freigeschaltet werden. Hier ist die Verfügbarkeit stärker von der lokalen Infrastruktur abhängig — nicht jedes Gebäude ist ans Kabelnetz angeschlossen.

Glasfaseranschlüsse sind nochmals komplexer: Hier hängt alles davon ab, ob das Gebäude bereits mit Glasfaser erschlossen ist (FTTH/FTTB). Ist das nicht der Fall, kann ein Neuanschluss Wochen bis Monate dauern.

Schritt 4: Den alten Anschluss abmelden

Parallel zur Anmeldung des neuen Anschlusses müssen Sie dafür sorgen, dass der alte Anschluss zum richtigen Zeitpunkt abgeschaltet wird. In der Praxis übernimmt das oft der Anbieter automatisch, wenn Sie den Umzug korrekt gemeldet haben. Klären Sie das aber ausdrücklich — denn für einen Anschluss, den Sie nicht mehr nutzen, zahlen Sie sonst weiter.

Achten Sie darauf, dass die Abschaltung des alten Anschlusses und die Aktivierung des neuen möglichst nahtlos ineinandergreifen. Gesetzlich ist ein Ausfall von maximal einem Werktag zulässig — in der Praxis gelingt das den meisten Anbietern bei rechtzeitiger Anmeldung.

Schritt 5: Router und Hardware am neuen Ort

Ihren bestehenden Router können Sie in der Regel mitnehmen. Bei DSL-Anschlüssen funktioniert das fast immer problemlos, weil die Zugangsdaten (PPPoE-Daten) gleich bleiben. Bei Kabel- und Glasfaseranschlüssen kann es sein, dass der Anbieter am neuen Ort andere Hardware voraussetzt — fragen Sie im Zweifel beim Kundenservice nach.

Ein häufiges Problem: Am neuen Wohnort ist noch kein TAE-Anschluss (Telefon-Anschluss-Einheit) vorhanden oder er sitzt an einer ungünstigen Stelle. Das sollten Sie vor dem Einzug klären, damit kein Techniker-Termin zum Engpass wird.

Schritt 6: Vertragsbedingungen beim Umzug im Blick behalten

Der Umzug ändert grundsätzlich nichts an Ihrem bestehenden Vertrag — weder an der Laufzeit noch am monatlichen Preis. Allerdings gibt es Ausnahmen: Wenn der Anbieter am neuen Ort nur einen anderen Tarif anbieten kann (zum Beispiel wegen geringerer verfügbarer Bandbreite), kann es zu einer Vertragsanpassung kommen. In diesem Fall haben Sie das Recht, den geänderten Vertrag abzulehnen und kostenfrei zu kündigen.

Manche Anbieter nutzen den Umzug auch, um Ihnen ein Upgrade anzubieten. Das kann sinnvoll sein — muss es aber nicht. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und prüfen Sie Angebote in Ruhe.

Anbieter im Vergleich: Wer ist beim Umzug besonders gut aufgestellt?

Telekom: Als Betreiber des bundesweiten Kupfernetzes hat die Telekom die breiteste Flächenabdeckung. Der Umzugsservice läuft über ein eigenes Online-Portal und gilt als zuverlässig. Techniker-Termine sind allerdings manchmal schwer zu bekommen.

Vodafone: Stark im Kabelnetz, das jedoch nicht überall verfügbar ist. Wer in eine Region ohne Kabelinfrastruktur zieht, muss auf DSL oder Glasfaser umsteigen — was einen Tarifwechsel bedeuten kann.

1&1: Nutzt als Reseller das Telekom-Netz (und zunehmend das eigene Glasfasernetz). Der Umzugsservice funktioniert in der Regel reibungslos, solange die neue Adresse im Versorgungsgebiet liegt.

o2: Ähnlich wie 1&1 als Reseller aufgestellt. Umzüge werden über den Kundenservice abgewickelt; die Vorlaufzeit sollte mindestens vier Wochen betragen.

PŸUR: Kabelnetz-Anbieter mit regionaler Präsenz vor allem in Ostdeutschland und einigen westdeutschen Städten. Wer aus dem PŸUR-Versorgungsgebiet herauszieht, hat in der Regel Anspruch auf Sonderkündigung.

Was tun, wenn der Techniker-Termin zu spät liegt?

In Ausnahmefällen kann es passieren, dass der früheste verfügbare Techniker-Termin erst Wochen nach dem Einzug liegt. In dieser Übergangszeit empfiehlt sich ein mobiler LTE- oder 5G-Router als Überbrückung. Alle großen Mobilfunkanbieter bieten entsprechende Prepaid-Lösungen an, die ohne Vertrag und ohne lange Vorlaufzeit funktionieren. Die Kosten halten sich für wenige Wochen in Grenzen.

Checkliste vor dem Abschluss

Vor dem Vertragsabschluss empfehlen wir, diese Punkte zu prüfen — dauert in der Regel 5–10 Minuten.

  • Verfügbarkeit des aktuellen Anbieters an der neuen Adresse online prüfen — mindestens 6 Wochen vor dem Umzug
  • Restlaufzeit des bestehenden Vertrags notieren und prüfen, ob ein Sonderkündigungsrecht infrage kommt
  • Umzugsmeldung beim Anbieter schriftlich oder über das Online-Portal einreichen und Eingangsbestätigung aufbewahren
  • Geplanten Einzugstermin und gewünschten Schalttermin für den neuen Anschluss klar kommunizieren
  • Klären, ob am neuen Wohnort ein Techniker-Termin notwendig ist — und diesen frühzeitig vereinbaren
  • Prüfen, ob der vorhandene Router am neuen Anschluss kompatibel ist oder neue Hardware benötigt wird
  • TAE-Dose bzw. Hausanschluss in der neuen Wohnung lokalisieren und Lage mit dem Vermieter klären
  • Abschaltung des alten Anschlusses mit dem Anbieter abstimmen, um Doppelzahlungen zu vermeiden
  • Mobile Überbrückungslösung (LTE/5G-Router, Prepaid) für die Übergangszeit organisieren
  • Rufnummernmitnahme ausdrücklich bestätigen lassen — auch bei Umzug in eine andere Vorwahlregion
  • Schriftliche Bestätigung des neuen Schalt- und Aktivierungstermins vom Anbieter anfordern
  • Nach Aktivierung: Verbindungsgeschwindigkeit testen und bei Abweichungen vom vertraglich zugesicherten Wert reklamieren

Alternativen und Abgrenzung

Vertragsumzug, Kündigung oder Neuabschluss — was passt wann?

Nicht immer ist der Vertragsumzug die beste Option. Es lohnt sich, die Alternativen zu kennen — und zu verstehen, wann welche Lösung sinnvoll ist.

Vertragsumzug: Die unkomplizierte Standardlösung

Der Vertragsumzug ist in den meisten Fällen die einfachste und günstigste Option. Sie behalten Ihren bestehenden Tarif, Ihre Telefonnummer und zahlen keine Wechselgebühren. Wer mit seinem aktuellen Anbieter zufrieden ist und am neuen Wohnort versorgt wird, fährt damit in der Regel am besten.

Ein Nachteil: Sie sind weiterhin an die bestehende Vertragslaufzeit gebunden. Wer noch 18 Monate Restlaufzeit hat, muss diese auch am neuen Ort absitzen — es sei denn, der Anbieter kann dort nicht liefern.

Sonderkündigung: Der saubere Neustart

Wenn der bisherige Anbieter am neuen Wohnort nicht verfügbar ist, haben Sie das gesetzlich verankerte Recht zur Sonderkündigung. Das ist kein Nachteil, sondern eine Chance: Sie können ohne Vertragsstrafe aus einem möglicherweise nicht mehr zeitgemäßen Tarif aussteigen und am neuen Ort neu verhandeln — oft zu besseren Konditionen, weil Anbieter Neukunden häufig attraktivere Preise anbieten als Bestandskunden.

Wichtig: Die Sonderkündigung muss schriftlich erfolgen und sollte den Grund (Umzug, Nichtverfügbarkeit) klar benennen. Bewahren Sie Nachweise auf.

Neuabschluss ohne Sonderkündigung: Teuer und unnötig

Manche Nutzer kündigen ihren Vertrag regulär und schließen am neuen Ort einen neuen ab — ohne zu wissen, dass sie damit möglicherweise doppelt zahlen. Wer einen laufenden Vertrag regulär kündigt, muss die Restlaufzeit in der Regel trotzdem bezahlen. Das kann je nach Tarif und Restlaufzeit mehrere Hundert Euro kosten. Dieser Weg ist nur dann sinnvoll, wenn ohnehin ein Anbieterwechsel geplant war und die Kündigungsfrist bereits abgelaufen ist.

Wann passt keiner dieser Wege?

Es gibt Situationen, in denen weder Umzug noch Kündigung sofort greift: zum Beispiel bei einem temporären Umzug (Auslandsaufenthalt, befristete Zweitwohnung) oder wenn der Einzugstermin noch weit in der Zukunft liegt. In solchen Fällen lohnt sich ein direktes Gespräch mit dem Anbieter — viele bieten individuelle Lösungen an, die standardmäßig nicht kommuniziert werden.

💭
Aus unserer Redaktion

Redaktioneller Tipp: Den Umzug als Chance nutzen

Unsere Redaktion empfiehlt, den Umzug nicht nur als logistische Pflichtaufgabe zu sehen, sondern als seltene Gelegenheit, die eigene Internetsituation grundlegend zu überdenken. Wann haben Sie zuletzt geprüft, ob Ihr aktueller Tarif noch zu Ihrem Nutzungsverhalten passt?

Wer zum Beispiel seit Jahren einen 50-Mbit/s-DSL-Tarif nutzt, aber inzwischen im Homeoffice arbeitet, mehrere Streaming-Dienste gleichzeitig nutzt und smarte Heimgeräte betreibt, sollte am neuen Wohnort gezielt nach Glasfaser- oder Kabel-Tarifen mit 250 Mbit/s oder mehr Ausschau halten.

Besonders interessant: Wenn Sie Anspruch auf Sonderkündigung haben, weil Ihr bisheriger Anbieter am neuen Ort nicht liefern kann, sind Sie als Neukunde bei anderen Anbietern oft besonders attraktiv. Aktionspreise, Gutschriften und Gratis-Router sind für Neukunden häufig deutlich großzügiger als für Bestandskunden.

Unser konkreter Rat: Prüfen Sie die Verfügbarkeit an der neuen Adresse bei mindestens zwei bis drei Anbietern — nicht nur bei Ihrem bisherigen. Vergleichen Sie die Angebote sachlich, und lassen Sie sich nicht von Zeitdruck zu voreiligen Entscheidungen drängen. Ein guter Internettarif begleitet Sie in der Regel zwei Jahre — es lohnt sich, diese Entscheidung mit Bedacht zu treffen.

Häufige Fragen

Was kostet der Umzug meines DSL-Anschlusses?
Bei allen großen Anbietern in der Regel 0 € — sofern der Termin rechtzeitig (4-6 Wochen vorher) gemeldet wird.
Was ist, wenn am neuen Ort der Anbieter nicht verfügbar ist?
Sonderkündigungsrecht — kostenfreie Kündigung des bisherigen Vertrags. Wir helfen beim Wechsel zum neuen Anbieter.
Wie lange dauert der Umzug?
Bei reinem Anbieter-Übernahmewunsch typisch 7-14 Tage. Bei Neuschaltung am neuen Ort 2-6 Wochen.
Muss ich meinen Umzug dem Anbieter schriftlich melden?

Eine gesetzliche Pflicht zur Schriftform gibt es nicht, aber sie ist aus praktischen Gründen dringend empfehlenswert. Wenn Sie den Umzug nur telefonisch melden, haben Sie im Streitfall keinen Nachweis. Nutzen Sie das Online-Formular des Anbieters oder schicken Sie eine E-Mail — und bewahren Sie die Eingangsbestätigung auf. Manche Anbieter verlangen die Meldung sogar ausdrücklich in Textform. Im Zweifel gilt: Schriftlich ist immer sicherer als mündlich.

Verlängert sich mein Vertrag durch den Umzug automatisch?

Nein. Ein Vertragsumzug verlängert die Laufzeit Ihres bestehenden Vertrags grundsätzlich nicht. Sie führen denselben Vertrag mit denselben Konditionen am neuen Wohnort fort. Ausnahmen können entstehen, wenn Sie im Zuge des Umzugs einem neuen oder geänderten Tarif zustimmen — etwa weil am neuen Ort eine andere Technologie oder Bandbreite verfügbar ist. Lesen Sie in diesem Fall die Angebotsbedingungen sorgfältig, bevor Sie unterschreiben.

Was passiert mit meinem Vertrag, wenn ich ins Ausland ziehe?

Bei einem dauerhaften Umzug ins Ausland können Sie Ihren deutschen DSL-Vertrag in der Regel nicht mitnehmen. Allerdings haben Sie in diesem Fall ein außerordentliches Kündigungsrecht, da der Anbieter die vertraglich vereinbarte Leistung nicht mehr erbringen kann. Melden Sie den Umzug schriftlich und belegen Sie ihn mit einer Abmeldebestätigung der deutschen Meldebehörde. Die Kündigungsfrist beträgt in der Regel einen Monat nach Zugang der Kündigung beim Anbieter.

Kann ich beim Umzug gleichzeitig den Tarif wechseln?

Ja, das ist möglich — und manchmal sogar sinnvoll. Wenn Sie ohnehin einen Techniker-Termin haben und der Anbieter am neuen Ort höhere Bandbreiten anbietet, können Sie den Umzug nutzen, um auf einen leistungsstärkeren Tarif zu wechseln. Achten Sie dabei auf mögliche Laufzeitverlängerungen: Ein Tarifwechsel kann eine neue Mindestvertragslaufzeit auslösen. Lassen Sie sich das Angebot schriftlich bestätigen, bevor Sie zustimmen.

Wie funktioniert die Rufnummernmitnahme bei einem Umzug in eine andere Vorwahlregion?

Seit der Liberalisierung des Telekommunikationsmarkts ist die Rufnummernmitnahme auch über Vorwahlgrenzen hinweg möglich. Ihre bisherige Nummer — zum Beispiel eine Münchner 089-Nummer — bleibt erhalten, auch wenn Sie nach Hamburg ziehen. Technisch wird die Nummer im Netz des Anbieters umgeleitet. Teilen Sie dem Anbieter bei der Umzugsmeldung ausdrücklich mit, dass Sie die Nummer behalten möchten. In der Praxis klappt das bei allen fünf großen Anbietern zuverlässig.

Was ist, wenn der Vormieter noch einen laufenden Vertrag an meiner neuen Adresse hat?

Das ist ein häufiges Problem, das zu Verzögerungen führen kann. Wenn an der neuen Adresse noch ein aktiver Anschluss eines anderen Anbieters besteht, kann die Schaltung Ihres neuen Anschlusses blockiert sein. Klären Sie das möglichst mit dem Vermieter oder dem Vormieter im Vorfeld. Ihr Anbieter kann in der Regel beim zuständigen Netzbetreiber eine Übernahme der Leitung beantragen — das dauert aber manchmal mehrere Wochen.

Habe ich Anspruch auf einen Techniker-Termin innerhalb einer bestimmten Frist?

Das TKG sieht vor, dass Anbieter Anschlüsse innerhalb angemessener Fristen bereitstellen müssen. Eine konkrete gesetzliche Maximaldauer für den Techniker-Termin gibt es jedoch nicht. In der Praxis liegen Wartezeiten je nach Anbieter und Region zwischen einer und vier Wochen. Bei der Telekom sind Wartezeiten von zwei bis drei Wochen üblich. Melden Sie den Umzug deshalb so früh wie möglich — idealerweise sechs Wochen vor dem Einzug.

Zahle ich während der Umzugsphase doppelt — für alte und neue Wohnung?

Das hängt davon ab, wie Sie den Umzug organisieren. Wenn der alte Anschluss erst nach der Aktivierung des neuen abgeschaltet wird, kann es zu einer kurzen Überschneidung kommen. Viele Anbieter rechnen das intern auf, sodass keine Doppelzahlung entsteht. Klären Sie das aber ausdrücklich bei der Umzugsmeldung. Wenn Sie die Überlappung selbst veranlassen — etwa weil Sie noch Zugang zur alten Wohnung brauchen — kann eine kurze Doppelzahlung entstehen.

Kann ich den Umzug auch kurzfristig — also weniger als zwei Wochen vorher — melden?

Technisch möglich ist das, aber es erhöht das Risiko von Versorgungslücken erheblich. Die meisten Anbieter brauchen mindestens zehn bis vierzehn Werktage, um einen Anschluss zu schalten. Bei kurzfristiger Meldung kann es passieren, dass der neue Anschluss erst Wochen nach dem Einzug aktiv ist. Für diesen Fall sollten Sie eine mobile Überbrückungslösung einplanen. Planen Sie, wann immer möglich, mindestens vier bis sechs Wochen Vorlaufzeit ein.

Was passiert mit meinem WLAN-Passwort und den Netzwerkeinstellungen nach dem Umzug?

Ihre lokalen Netzwerkeinstellungen — also WLAN-Name, Passwort und Router-Konfiguration — bleiben unverändert, weil diese auf Ihrem Router gespeichert sind und nichts mit dem Anschluss selbst zu tun haben. Sie müssen nach dem Umzug lediglich den Router am neuen Anschluss anstecken. Bei DSL-Anschlüssen bleiben auch die Zugangsdaten (PPPoE) in der Regel gleich. Einzige Ausnahme: Wenn Sie am neuen Ort einen anderen Anschlusstyp nutzen oder der Anbieter neue Zugangsdaten ausgibt.

Gilt das Sonderkündigungsrecht auch, wenn der Anbieter am neuen Ort nur eine geringere Bandbreite anbieten kann?

Ja — wenn der Anbieter am neuen Wohnort nicht die vertraglich vereinbarte Mindestbandbreite liefern kann, haben Sie das Recht zur Sonderkündigung. Das TKG schützt Sie vor einer erzwungenen Verschlechterung der Leistung. Wenn Ihnen zum Beispiel bisher 250 Mbit/s zugesichert wurden und am neuen Ort nur 16 Mbit/s möglich sind, können Sie den Vertrag kostenfrei beenden. Lassen Sie sich die verfügbare Bandbreite am neuen Ort schriftlich bestätigen.

Kann ich beim Umzug den Anbieter wechseln, ohne Sonderkündigungsrecht zu haben?

Wenn Sie keinen Anspruch auf Sonderkündigung haben — weil der bisherige Anbieter am neuen Ort verfügbar ist — müssen Sie die Restlaufzeit Ihres Vertrags abwarten oder die Kündigung regulär einreichen. Alternativ können Sie am neuen Ort einen zweiten Vertrag mit einem anderen Anbieter abschließen und den alten Vertrag regulär auslaufen lassen. Das bedeutet für eine begrenzte Zeit doppelte Kosten, kann sich aber lohnen, wenn der neue Tarif deutlich günstiger oder leistungsstärker ist.

Fachbegriffe kurz erklärt

Vertragsumzug

Die Fortführung eines bestehenden Telekommunikationsvertrags an einer neuen Wohnadresse. Der Anbieter schaltet den Anschluss am neuen Ort frei, ohne dass ein neuer Vertrag abgeschlossen werden muss. Laufzeit und Konditionen bleiben in der Regel unverändert.

Sonderkündigungsrecht

Das gesetzlich verankerte Recht, einen laufenden Vertrag vorzeitig und ohne Vertragsstrafe zu beenden, wenn der Anbieter die vereinbarte Leistung nicht mehr erbringen kann — zum Beispiel weil er am neuen Wohnort nicht verfügbar ist.

TAE-Dose

Telefon-Anschluss-Einheit. Die standardisierte Wandsteckdose, über die DSL-Router in deutschen Haushalten mit dem Telefonnetz verbunden werden. Sie ist der physische Übergabepunkt zwischen dem Netz des Anbieters und der Hausinstallation.

PPPoE

Point-to-Point Protocol over Ethernet. Das Authentifizierungsverfahren, über das sich DSL-Router beim Anbieter einwählen. Die PPPoE-Zugangsdaten (Benutzername und Passwort) bleiben beim Vertragsumzug in der Regel gleich.

FTTH / FTTB

Fiber to the Home / Fiber to the Building. Bezeichnet Glasfaseranschlüsse, bei denen die Glasfaser direkt bis in die Wohnung (FTTH) oder bis ins Gebäude (FTTB) geführt wird. Voraussetzung für Glasfaser-Tarife mit sehr hohen Bandbreiten.

Schalttermin

Der vom Anbieter bestätigte Termin, an dem der neue Anschluss am Zielort technisch aktiviert wird. Der Schalttermin kann mit oder ohne Techniker-Besuch vor Ort erfolgen und ist entscheidend für die Planung der Übergangszeit.

Mindestbandbreite

Die im Vertrag garantierte Untergrenze der Internetgeschwindigkeit, die der Anbieter auch unter ungünstigen Bedingungen liefern muss. Unterschreitet der Anbieter diese dauerhaft, entstehen Ansprüche auf Preisminderung oder Sonderkündigung.

Weitere Begriffe finden Sie in unserem DSL-Glossar.

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