DSL- und Internet-Anbieter in Cottbus
In Cottbus sind aktuell 5 überregionale Internet-Anbieter aktiv. Die Verfügbarkeit der einzelnen Geschwindigkeitsstufen variiert je nach Stadtteil — ein Adress-Check ist Pflicht.
In Cottbus sind aktuell 5 überregionale Internet-Anbieter aktiv. Die Verfügbarkeit der einzelnen Geschwindigkeitsstufen variiert je nach Stadtteil — ein Adress-Check ist Pflicht.
Cottbus ist mit rund 99.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Brandenburgs und steht beim Thema Internetversorgung vor einem spannenden Wandel. Die Stadt befindet sich mitten im Strukturwandel nach dem Kohleausstieg – und dieser Wandel betrifft auch die digitale Infrastruktur. Während zentrale Stadtteile wie die Innenstadt, Sandow und Spremberger Vorstadt bereits gut mit Kabel- und DSL-Anschlüssen versorgt sind, kämpfen Randbereiche wie Gallinchen, Dissenchen oder Teile von Ströbitz noch mit veralteten Kupferleitungen und begrenzten Bandbreiten.
Der Glasfaserausbau in Cottbus hat in den vergangenen Jahren Fahrt aufgenommen. Die Telekom baut ihr Glasfasernetz (FTTH) schrittweise aus, wobei der Fokus zunächst auf dichter besiedelten Stadtteilen lag. Parallel dazu versorgt PŸUR weite Teile des Stadtgebiets über das Kabelnetz mit Bandbreiten von bis zu 1.000 Mbit/s – besonders in Plattenbaugebieten wie Sachsendorf-Madlow und Spremberger Vorstadt ist die Kabelversorgung gut ausgebaut. DSL über die klassische Telefonleitung bleibt für viele Haushalte in Randlagen die einzige kabelgebundene Option, wobei die erreichbaren Geschwindigkeiten stark von der Entfernung zur nächsten Vermittlungsstelle abhängen.
Ein wichtiger lokaler Faktor: Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) und der wachsende Technologiepark im Stadtgebiet treiben die Nachfrage nach leistungsfähigen Internetanschlüssen – sowohl für Studierende als auch für Unternehmen. Wer in Cottbus einen neuen Internetvertrag abschließen möchte, sollte zunächst die tatsächliche Verfügbarkeit an der eigenen Adresse prüfen, denn selbst innerhalb einzelner Stadtteile können die Angebote erheblich variieren. Auf dslvertrag.de können Sie Ihre Adresse direkt eingeben und sehen, welche Anbieter und Tarife bei Ihnen konkret buchbar sind.
Der Glasfaserausbau in Cottbus schreitet voran, ist aber noch längst nicht flächendeckend abgeschlossen. Die Telekom hat in mehreren Stadtteilen bereits FTTH-Leitungen (Fiber to the Home) verlegt, also echte Glasfaser direkt bis in die Wohnung. Zu den bereits gut versorgten Bereichen zählen Teile der Innenstadt sowie Stadtteile entlang der Haupterschließungsachsen. In Sachsendorf und Madlow laufen Ausbauarbeiten, die bis 2026 abgeschlossen sein sollen.
Ein wichtiger Unterschied, den Sie kennen sollten: Nicht jeder „Glasfaser"-Anschluss ist gleich. FTTB (Fiber to the Building) bedeutet, dass die Glasfaser nur bis ins Gebäude reicht – die letzten Meter innerhalb des Hauses laufen dann über Kupfer oder Koaxialkabel. FTTH hingegen bringt die Glasfaser direkt in Ihre Wohnung. Für die tatsächlich erreichbare Geschwindigkeit macht das in der Praxis bei modernen Gebäuden oft keinen großen Unterschied, bei älteren Mehrfamilienhäusern kann FTTB jedoch Einschränkungen mit sich bringen.
Förderprogramme des Landes Brandenburg und des Bundes unterstützen den Ausbau in sogenannten „weißen Flecken" – Gebieten, in denen kein Anbieter eigenwirtschaftlich ausbaut. Für Cottbus betrifft das vor allem die eingemeindeten Dorflagen wie Gallinchen, Dissenchen, Döbbrick und Merzdorf. Hier laufen oder sind geförderte Ausbauprojekte geplant, die Zeitpläne sind jedoch von Förderbewilligungen und Baukapazitäten abhängig und können sich verschieben.
PÜYR (früher Primacom, dann Tele Columbus) ist in Cottbus der dominierende Kabelanbieter und versorgt große Teile des Stadtgebiets. Besonders gut ausgebaut ist das Kabelnetz in den Plattenbaugebieten Sachsendorf-Madlow und Spremberger Vorstadt, wo die Koaxialinfrastruktur bereits in den 1990er Jahren flächendeckend verlegt wurde.
Über das Kabelnetz bietet PŸUR Bandbreiten von bis zu 1.000 Mbit/s im Download an. Für die meisten Haushalte sind Tarife mit 250 oder 500 Mbit/s völlig ausreichend und deutlich günstiger als der Gigabit-Tarif. Ein technischer Hinweis: Das Kabelnetz ist ein geteiltes Medium – in Stoßzeiten, wenn viele Nachbarn gleichzeitig streamen oder downloaden, kann die tatsächliche Geschwindigkeit unter dem gebuchten Wert liegen. In der Praxis ist dieser Effekt bei PŸUR in Cottbus moderat, aber bei der Wahl des Tarifs sollten Sie einen kleinen Puffer einplanen.
Wichtig für Mieter in Mehrfamilienhäusern: Seit dem Ende des Nebenkostenprivilegs im Juli 2024 müssen Kabelanschlüsse individuell gebucht werden – die Zeiten, in denen der Kabelanschluss über die Nebenkosten mitbezahlt wurde, sind vorbei. Prüfen Sie, ob in Ihrem Gebäude bereits ein Kabelanschluss vorhanden ist, denn dann entfallen in der Regel Installationskosten.
DSL über Kupferleitungen ist in Cottbus nach wie vor weit verbreitet, auch wenn die Technologie zunehmend von Glasfaser und Kabel verdrängt wird. Die Telekom betreibt das Kupfernetz und bietet über Vectoring-Technologie an vielen Standorten Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s an. In gut erschlossenen Stadtteilen nahe der Vermittlungsstellen sind auch 250 Mbit/s über Super-Vectoring möglich.
Die Kehrseite: Je weiter ein Haushalt von der nächsten Vermittlungsstelle entfernt ist, desto geringer fällt die erreichbare Bandbreite aus. In Randlagen und Dörfern wie Gallinchen oder Dissenchen sind manchmal nur 16 oder 25 Mbit/s erreichbar – das reicht für einfaches Surfen und Videotelefonie, stößt aber bei mehreren gleichzeitigen Streams oder großen Downloads an Grenzen.
Anbieter wie o2 und 1&1 nutzen das Telekom-Netz (als sogenannte Reseller) und bieten darüber eigene DSL-Tarife an. Technisch erhalten Sie dabei dieselbe Leitung wie beim Direktabschluss bei der Telekom, jedoch zu teils anderen Konditionen und mit eigenem Kundenservice. Vodafone bietet in Cottbus DSL nur noch in begrenztem Umfang an und konzentriert sich stärker auf das Kabelnetz.
Mobilinternet ist in Cottbus eine ernstzunehmende Alternative, besonders für Haushalte, die keinen zufriedenstellenden Festnetzanschluss bekommen. Alle großen Netzbetreiber – Telekom, Vodafone und o2 – haben Cottbus mit 5G versorgt. Die Abdeckung konzentriert sich auf die Innenstadt und die dicht besiedelten Stadtteile, während in Außenbereichen oft noch LTE (4G) dominiert.
Für Homeoffice und normales Streaming reicht LTE in der Regel aus. 5G bietet deutlich höhere Spitzengeschwindigkeiten und niedrigere Latenzen, was besonders für Videocalls und Online-Gaming relevant ist. Anbieter wie Telekom und Vodafone bieten spezielle „Homespot"-Tarife an, bei denen ein stationärer Router mit SIM-Karte als Festnetzersatz dient. Diese Tarife haben meist ein monatliches Datenvolumen zwischen 100 GB und unbegrenzt – prüfen Sie die Konditionen genau, denn Drosselungen nach Verbrauch eines bestimmten Volumens können den Alltag einschränken.
Die Wahl der optimalen Anschlussart hängt in Cottbus stark vom Wohnort ab:
Innenstadt und Stadtmitte: Hier haben Sie in der Regel die größte Auswahl. Glasfaser (Telekom FTTH/FTTB), Kabel (PŸUR) und DSL sind oft parallel verfügbar. Empfehlung: Glasfaser, sofern verfügbar, sonst Kabel.
Sachsendorf-Madlow: Gute Kabelversorgung durch PŸUR, Glasfaserausbau läuft. Kabel ist derzeit die zuverlässigste Option mit hohen Bandbreiten.
Spremberger Vorstadt: Ebenfalls gut per Kabel versorgt. PŸUR ist hier erste Wahl, Glasfaser wird schrittweise ausgebaut.
Sandow: Gemischte Versorgungslage. DSL und Kabel verfügbar, Glasfaserausbau in Teilen des Stadtteils.
**Ströbitz
Bevor Sie sich entscheiden, empfehlen wir die folgenden Punkte zu prüfen — dauert in der Regel 5–10 Minuten.
Telekom ist in Cottbus der Anbieter mit der breitesten Infrastruktur. Das DSL-Netz auf Kupferbasis deckt nahezu das gesamte Stadtgebiet ab, und der Glasfaserausbau (FTTH/FTTB) schreitet voran. Stärken: Flächendeckende Verfügbarkeit, auch in Randlagen und Ortsteilen; zuverlässiger Kundenservice mit lokalem Entstörungsservice; Glasfaser-Neuanschlüsse werden aktiv ausgebaut. Schwächen: Preise liegen im oberen Segment; in Randbereichen sind DSL-Geschwindigkeiten oft begrenzt; Glasfaser ist noch nicht flächendeckend verfügbar.
PŸUR ist in Cottbus der wichtigste Kabelanbieter und besonders in den Plattenbaugebieten Sachsendorf-Madlow und Spremberger Vorstadt stark vertreten. Stärken: Hohe Bandbreiten zu wettbewerbsfähigen Preisen; gute Abdeckung in dicht besiedelten Stadtteilen; Tarife bis 1.000 Mbit/s verfügbar. Schwächen: Kabelnetz nicht flächendeckend – in Einfamilienhausgebieten und Randlagen oft nicht verfügbar; als geteiltes Medium kann die Geschwindigkeit in Stoßzeiten schwanken; Kundenservice wird von Nutzern unterschiedlich bewertet.
Vodafone bietet in Cottbus primär Kabelinternet an, wobei die Kabelinfrastruktur in der Stadt überwiegend von PŸUR betrieben wird. Vodafones Kabelnetz ist in Cottbus weniger präsent als in westdeutschen Großstädten. Stärken: Bundesweit bekannte Marke mit etabliertem Kundenservice; Kombiangebote mit Mobilfunk möglich. Schwächen: Eingeschränkte Kabel-Verfügbarkeit in Cottbus; DSL-Angebote werden reduziert; für viele Adressen in Cottbus ist Vodafone schlicht nicht buchbar.
o2 tritt in Cottbus als DSL-Reseller auf und nutzt das Telekom-Kupfernetz. Stärken: Oft günstigere Einstiegspreise als die Telekom; attraktive Kombiangebote mit dem o2-Mobilfunknetz; 12-Monats-Verträge verfügbar. Schwächen: Technisch identisch mit Telekom-DSL, also keine Vorteile bei der Leitungsqualität; Glasfaser-Eigenausbau in Cottbus nicht vorhanden; Kundenservice läuft über zentrale Hotlines ohne lokalen Bezug.
1&1 ist ebenfalls als DSL-Reseller aktiv und nutzt je nach Verfügbarkeit auch Glasfaser-Vorleistungen. Stärken: Wettbewerbsfähige Preise; klare Tarifstruktur; eigenes Glasfasernetz wird bundesweit aufgebaut (noch begrenzte Verfügbarkeit in Cottbus). Schwächen: Kundenservice wird in Bewertungen häufig kritisiert; Glasfaser-Eigenausbau in Cottbus noch nicht weit fortgeschritten; bei Störungen längere Wartezeiten möglich.
Redaktionelle Einschätzung für Cottbus: Wer in einem gut versorgten Stadtteil wohnt und Glasfaser verfügbar hat, sollte die Telekom oder einen Glasfaser-Reseller wählen. In Kabelgebieten ist PŸUR die naheliegende Wahl für hohe Bandbreiten zu fairen Preisen. Für Randlagen bleibt oft nur DSL – hier lohnt der Preisvergleich zwischen Telekom, o2 und 1&1.
Cottbus befindet sich in einer digitalen Übergangsphase: Das Kabelnetz von PŸUR ist in großen Teilen der Stadt gut ausgebaut und bietet heute die verlässlichste Kombination aus hoher Bandbreite und fairen Preisen – besonders in den Plattenbaugebieten. Gleichzeitig schreitet der Glasfaserausbau der Telekom voran. Unsere Empfehlung für Cottbuser Haushalte: Prüfen Sie zunächst, ob an Ihrer Adresse bereits Glasfaser (FTTH) verfügbar ist. Wenn ja, buchen Sie Glasfaser – die Investition lohnt sich langfristig, da Sie für die nächsten Jahre technologisch gut aufgestellt sind. Ist Glasfaser noch nicht verfügbar, ist PŸUR Kabel in den versorgten Gebieten eine sehr gute Zwischenlösung. Für Randlagen mit nur DSL-Versorgung: Vergleichen Sie die Preise zwischen Telekom, o2 und 1&1 – technisch bekommen Sie überall dasselbe Kupfernetz, aber die Konditionen können sich deutlich unterscheiden. Ein besonderer Hinweis für Mieter in Cottbus: Sprechen Sie Ihren Vermieter aktiv auf Glasfaser an. Seit der TKG-Novelle haben Mieter gestärkte Rechte beim Glasfaserzugang, und viele Hausverwaltungen in Cottbus sind dem Thema gegenüber aufgeschlossen – besonders wenn mehrere Mieter gemeinsam anfragen.
Nein, Glasfaser ist in Cottbus noch nicht flächendeckend ausgebaut. Die Telekom erschließt schrittweise Stadtteile wie die Innenstadt, Teile von Sachsendorf und Sandow. In Randlagen wie Gallinchen, Dissenchen oder Döbbrick ist Glasfaser derzeit noch nicht oder nur eingeschränkt verfügbar. Der Ausbau läuft, aber konkrete Fertigstellungstermine hängen von Förderprogrammen und Baukapazitäten ab. Prüfen Sie die Verfügbarkeit an Ihrer genauen Adresse – die Situation ändert sich regelmäßig.
Eine pauschale Antwort ist schwierig, da es stark auf Ihren Wohnort und Ihre Anforderungen ankommt. In Kabelgebieten (besonders Sachsendorf-Madlow, Spremberger Vorstadt) ist PŸUR eine gute Wahl für hohe Bandbreiten zu fairen Preisen. Wo Glasfaser verfügbar ist, empfiehlt sich die Telekom oder ein Glasfaser-Reseller. In Randlagen mit nur DSL-Versorgung lohnt der Preisvergleich zwischen Telekom, o2 und 1&1. Entscheidend ist immer die tatsächliche Verfügbarkeit an Ihrer Adresse.
Die Preise variieren je nach Anschlussart und Bandbreite. DSL-Tarife mit 50-100 Mbit/s beginnen bei etwa 25-35 Euro pro Monat. Kabelanschlüsse mit 250-500 Mbit/s kosten typischerweise 30-45 Euro monatlich. Glasfasertarife liegen je nach Anbieter und Bandbreite zwischen 35 und 55 Euro pro Monat. Beachten Sie, dass Aktionspreise oft nur für die ersten 12 oder 24 Monate gelten – prüfen Sie den Preis nach der Aktionsphase.
Ja, das ist möglich. PŸUR bietet Kabelinternet ohne klassischen Telefonanschluss an. Auch Glasfasertarife sind oft ohne Telefonie buchbar. Zusätzlich gibt es Mobilfunk-basierte Lösungen wie den Telekom Speedbox oder Vodafone GigaCube, die als Festnetzersatz dienen. Diese nutzen das 5G/LTE-Netz und benötigen keinen Kabel- oder DSL-Anschluss. Für Haushalte ohne gute Festnetzversorgung kann das eine sinnvolle Alternative sein.
Bei DSL und Kabel beträgt die Standardschaltzeit in der Regel 2 bis 4 Wochen nach Vertragsabschluss. Bei Glasfaser-Neuanschlüssen (FTTH) sollten Sie 4 bis 8 Wochen einplanen, da die Verlegung der Hausanschlussleitung und die Inneninstallation koordiniert werden müssen. Planen Sie den Vertragsabschluss frühzeitig – besonders wenn Sie zu einem bestimmten Datum einziehen oder umziehen.
Gallinchen ist ein eingemeindeter Ortsteil mit eingeschränkter Festnetzversorgung. In der Regel ist dort DSL über das Telekom-Kupfernetz verfügbar, die erreichbaren Geschwindigkeiten hängen jedoch stark von der Entfernung zur Vermittlungsstelle ab und liegen oft bei 16 bis 50 Mbit/s. Als Alternative bietet sich Mobilinternet (LTE/5G) über einen Homespot-Tarif an. Geförderte Glasfaserausbauprojekte für solche Randlagen sind in Brandenburg in Planung, konkrete Termine stehen aber noch nicht fest.
Ein Wechsel lohnt sich häufig, besonders wenn Ihr aktueller Vertrag ausläuft oder Sie seit mehr als 24 Monaten beim selben Anbieter sind. Aktionspreise für Neukunden sind oft deutlich günstiger als Bestandskundenpreise. Prüfen Sie außerdem, ob an Ihrer Adresse inzwischen neue Technologien (z.B. Glasfaser) verfügbar sind, die Sie beim letzten Vertragsabschluss noch nicht buchen konnten. Der Wechselprozess ist durch das TKG 2021 vereinfacht worden.
Für Studierende empfehlen sich Tarife mit 12 Monaten Mindestlaufzeit, um flexibel zu bleiben. Prüfen Sie zunächst, ob Ihr Wohnheim bereits eine Internetversorgung bietet. Für private Wohnungen in Campusnähe sind Kabel- oder DSL-Tarife mit 100-250 Mbit/s in der Regel ausreichend. Achten Sie auf den Preis nach der Aktionsphase und auf Sonderkündigungsrechte bei Umzug. Kombiangebote mit Mobilfunk können sich lohnen, wenn Sie ohnehin einen Handyvertrag benötigen.
Informieren Sie Ihren Anbieter 4 bis 6 Wochen vor dem Umzug. Viele Anbieter bieten einen Umzugsservice an, bei dem der Anschluss an die neue Adresse mitgenommen wird. Ist die gebuchte Technologie am neuen Standort nicht verfügbar, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Nutzen Sie den Umzug als Gelegenheit, Tarif und Anbieter zu vergleichen – möglicherweise gibt es am neuen Standort bessere oder günstigere Optionen.
PŸUR hat in Cottbus eine solide Infrastruktur, besonders in den Plattenbaugebieten. Die Zuverlässigkeit ist insgesamt gut, jedoch ist das Kabelnetz ein geteiltes Medium – in Stoßzeiten (abends, Wochenenden) kann die tatsächliche Geschwindigkeit unter dem gebuchten Wert liegen. Für die meisten Alltagsanwendungen ist das kein Problem. Wer auf konstant hohe Geschwindigkeiten angewiesen ist (z.B. für professionelles Homeoffice), sollte Glasfaser bevorzugen, sofern verfügbar.
Grundsätzlich ja, aber es gibt Einschränkungen. Für die Verlegung der Glasfaserleitung ins Gebäude ist die Zustimmung des Eigentümers oder der Hausverwaltung erforderlich. Seit der Novellierung des TKG haben Mieter ein Recht auf einen Glasfaseranschluss, der Eigentümer muss die Verlegung in der Regel dulden. Sprechen Sie Ihren Vermieter frühzeitig an und klären Sie, ob im Gebäude bereits eine Glasfaserinfrastruktur vorhanden ist.
Ja, einige eingemeindete Ortsteile wie Gallinchen, Dissenchen, Döbbrick und Merzdorf haben noch keine flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet (über 100 Mbit/s). Hier ist oft nur DSL mit begrenzter Bandbreite oder Mobilfunk verfügbar. Das Land Brandenburg und der Bund fördern den Ausbau in solchen unterversorgten Gebieten, aber die Umsetzung dauert. Mobilfunk-Homespots sind in der Zwischenzeit eine praktikable Alternative.
Seit dem 1. Juli 2024 dürfen Vermieter die Kosten für Kabel-TV und Kabelinternet nicht mehr über die Nebenkosten auf Mieter umlegen. Das bedeutet: Wenn Sie bisher einen Kabelanschluss über die Nebenkosten hatten, ist dieser möglicherweise weggefallen oder Sie zahlen ihn bereits separat. Prüfen Sie Ihre Nebenkostenabrechnung und schließen Sie bei Bedarf einen eigenen Kabelvertrag ab. Das gibt Ihnen auch die Freiheit, Anbieter und Tarif selbst zu wählen.
Die 5G-Abdeckung in Cottbus ist in der Innenstadt und den dicht besiedelten Stadtteilen gut ausgebaut. Telekom, Vodafone und o2 haben ihre 5G-Netze in Cottbus aktiv ausgerollt. In Außenbereichen und Ortsteilen dominiert noch LTE (4G). Für Homeoffice und Streaming reicht LTE in der Regel aus. 5G bietet Vorteile bei Latenz und Spitzengeschwindigkeit, ist aber für die meisten Alltagsanwendungen kein entscheidender Unterschied gegenüber gutem LTE.
Für Homeoffice mit Videokonferenzen (Teams, Zoom) empfehlen sich mindestens 25 Mbit/s im Download und 10 Mbit/s im Upload. Wenn mehrere Personen gleichzeitig das Internet nutzen oder Sie große Dateien übertragen, sollten es 100 Mbit/s Download und 25 Mbit/s Upload sein. Für professionelle Anwendungen mit Cloud-Backup oder eigenem Server empfiehlt sich Glasfaser mit symmetrischen Geschwindigkeiten. DSL-Anschlüsse haben oft asymmetrische Bandbreiten mit niedrigem Upload – das kann im Homeoffice zum Engpass werden.
Glasfaserleitung, die direkt bis in die Wohnung des Nutzers geführt wird. Bietet die höchsten und stabilsten Bandbreiten, da auf der gesamten Strecke keine Kupferleitungen verwendet werden. Gilt als zukunftssicherste Anschlussart.
Glasfaser bis zum Gebäude, die letzten Meter innerhalb des Hauses laufen über Kupfer- oder Koaxialkabel. In der Praxis bei modernen Gebäuden kaum Unterschied zu FTTH, bei älteren Häusern können Einschränkungen auftreten.
Technologie zur Verbesserung von DSL-Anschlüssen über Kupferleitungen. Durch Entstörung von Übersprechen zwischen benachbarten Leitungen werden Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s (Super-Vectoring: bis 250 Mbit/s) ermöglicht. Wird von der Telekom im Cottbuser DSL-Netz eingesetzt.
Kabeltyp, der im Kabelnetz (z.B. PŸUR) für die Datenübertragung verwendet wird. Ermöglicht hohe Bandbreiten, ist aber ein geteiltes Medium – mehrere Haushalte teilen sich die verfügbare Kapazität im Netzabschnitt.
Anbieter, der die Netzinfrastruktur eines anderen Unternehmens (z.B. Telekom-DSL-Netz) nutzt und unter eigenem Namen Tarife vermarktet. Technisch identisch mit dem Vorleistungsprodukt, aber mit eigenem Kundenservice und eigenen Preisen. Beispiele in Cottbus: o2, 1&1 als DSL-Reseller.
Bis Juni 2024 konnten Vermieter Kabelanschlusskosten über die Betriebskosten auf Mieter umlegen. Seit Juli 2024 ist das nicht mehr erlaubt – Mieter müssen Kabelverträge nun individuell abschließen, was mehr Wahlfreiheit, aber auch eigene Kosten bedeutet.
Stationärer Router mit SIM-Karte, der das Mobilfunknetz (LTE/5G) als Internetverbindung nutzt. Dient als Festnetzersatz, besonders in Gebieten ohne ausreichende Kabel- oder DSL-Versorgung. Anbieter wie Telekom und Vodafone bieten entsprechende Tarife an.
Vertraglich zugesicherte Qualitätsstufe, z.B. maximale Entstörungszeit bei Ausfällen. Relevant vor allem für Geschäftskunden. Privattarife enthalten in der Regel keine SLAs – bei Störungen gelten die gesetzlichen Fristen des TKG.
Weitere Begriffe finden Sie in unserem DSL-Glossar.