DSL- und Internet-Anbieter in Greifswald
In Greifswald sind aktuell 4 überregionale Internet-Anbieter aktiv. Die Verfügbarkeit der einzelnen Geschwindigkeitsstufen variiert je nach Stadtteil — ein Adress-Check ist Pflicht.
In Greifswald sind aktuell 4 überregionale Internet-Anbieter aktiv. Die Verfügbarkeit der einzelnen Geschwindigkeitsstufen variiert je nach Stadtteil — ein Adress-Check ist Pflicht.
Greifswald ist eine der ältesten Universitätsstädte Deutschlands und Heimat von rund 58.000 Einwohnern im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns. Die Hansestadt an der Ryck vereint historische Altstadt, lebendiges Studentenleben und eine wachsende Wissenschaftslandschaft rund um die Ernst-Moritz-Arndt-Universität – und stellt damit besondere Anforderungen an die digitale Infrastruktur. Rund 12.000 Studierende sorgen für einen hohen Bedarf an schnellen, stabilen Internetverbindungen, insbesondere in den studentisch geprägten Stadtteilen Innenstadt, Fettenvorstadt und Schönwalde.
Die Internetversorgung in Greifswald befindet sich 2025 in einem spürbaren Wandel. Das klassische DSL-Netz der Telekom deckt weite Teile der Stadt ab, stößt aber in älteren Wohngebieten und einigen Randlagen zunehmend an seine Kapazitätsgrenzen. Vodafone betreibt in Greifswald ein Kabelnetz, das vor allem in den dicht besiedelten Wohngebieten wie Schönwalde I und II sowie in Teilen der Südstadt eine leistungsstarke Alternative bietet. Glasfaser ist das zentrale Thema der nächsten Jahre: Sowohl die Telekom als auch regionale Netzbetreiber treiben den FTTH-Ausbau (Fiber to the Home) in Greifswald voran, wobei der Fortschritt je nach Stadtteil erheblich variiert. Die Innenstadt und neuere Wohngebiete im Norden der Stadt sind teils bereits erschlossen oder befinden sich im aktiven Ausbau. Ältere Plattenbaugebiete wie Schönwalde II profitieren von der Kabelnetz-Infrastruktur, während Randlagen wie Eldena oder Wieck am Bodden mitunter noch auf DSL angewiesen sind.
Besonderheit Greifswalds: Die Nähe zur Ostseeküste und die geografische Lage im dünn besiedelten Vorpommern bedeuten, dass der Breitbandausbau hier teils durch Förderprogramme des Bundes und des Landes Mecklenburg-Vorpommern unterstützt wird. Das wirkt sich auf Ausbautempo und Anbieterwahl aus. Wer in Greifswald einen neuen Internetvertrag sucht, sollte die Verfügbarkeit immer adressgenaue prüfen – die Unterschiede zwischen einzelnen Straßenzügen können erheblich sein.
Der Glasfaserausbau in Greifswald nimmt Fahrt auf, ist aber noch längst nicht flächendeckend abgeschlossen. Die Telekom hat in den vergangenen Jahren begonnen, ausgewählte Stadtteile mit FTTH-Anschlüssen zu versorgen. Besonders in neueren Wohngebieten im Norden der Stadt sowie in Teilen der Innenstadt sind Glasfaseranschlüsse bereits buchbar. Parallel dazu laufen Ausbauprojekte, die durch das Bundesförderprogramm „Graue Flecken" unterstützt werden – also Gebiete, in denen bislang kein Anschluss mit mindestens 100 Mbit/s verfügbar war.
Für Greifswald bedeutet das konkret: Wer in der Kernstadt wohnt, hat gute Chancen, in den nächsten 12 bis 24 Monaten einen Glasfaseranschluss buchen zu können. Randlagen wie Eldena, Wieck und Ladebow hinken jedoch hinterher. Hier sind die Ausbauplanungen weniger weit fortgeschritten, und Bewohner müssen sich vorerst mit DSL oder mobilem Internet behelfen. Empfehlung: Prüfen Sie auf der Telekom-Website sowie auf der Breitbandatlas-Seite des Bundes (breitbandatlas.de), ob Ihre Adresse bereits für Glasfaser vorgemerkt ist. Eine Vorbestellung kann den Ausbau in Ihrer Straße beschleunigen – das ist kein Marketing-Versprechen, sondern ein dokumentiertes Prinzip der Telekom-Ausbauplanung.
Anbieter im Glasfasersegment in Greifswald sind primär die Telekom sowie o2 und 1&1, die als Reseller auf dem Telekom-Netz aufsetzen. Ein eigenständiges Glasfasernetz eines regionalen Anbieters ist in Greifswald derzeit nicht flächendeckend verfügbar, anders als in manchen anderen Städten Mecklenburg-Vorpommerns.
Vodafone betreibt in Greifswald ein Kabelnetz, das vor allem in den Plattenbaugebieten Schönwalde I und II sowie in Teilen der Südstadt und der Fettenvorstadt gut ausgebaut ist. Über das Kabelnetz sind Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 1.000 Mbit/s buchbar – sofern die Hausinstallation entsprechend ausgelegt ist. In der Praxis sind 250 oder 500 Mbit/s für die meisten Haushalte vollkommen ausreichend und zu attraktiven Preisen erhältlich.
Ein wichtiger Hinweis zum Kabelnetz: Kabelinternet ist ein geteiltes Medium. In Stoßzeiten – abends zwischen 19 und 22 Uhr – kann die Geschwindigkeit in stark belegten Leitungsabschnitten spürbar sinken. In den dicht besiedelten Wohnblöcken von Schönwalde kann das relevant sein. Vodafone hat in den vergangenen Jahren jedoch erheblich in die Netzkapazität investiert, sodass das Problem heute deutlich seltener auftritt als noch 2020.
Für Bewohner von Einfamilienhäusern in der Innenstadt oder in Randlagen ist das Kabelnetz oft keine Option, da die Infrastruktur dort historisch nicht verlegt wurde. Prüfen Sie die Verfügbarkeit daher unbedingt vorab.
DSL über das Kupfernetz der Telekom ist in Greifswald nach wie vor die am weitesten verbreitete Anschlusstechnologie. Nahezu alle Adressen in der Kernstadt sind mit VDSL2 versorgt, was Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s ermöglicht. In Teilen der Innenstadt und in gut erschlossenen Wohngebieten sind durch Vectoring-Technologie sogar bis zu 250 Mbit/s möglich.
In den Außenbereichen – Eldena, Wieck, Ladebow, Groß Schönwalde – sieht die Lage anders aus. Hier sind die Leitungslängen vom Hauptverteiler zur Anschlussdose oft erheblich, was die erreichbare Geschwindigkeit deutlich reduziert. Wer in diesen Gebieten wohnt, sollte realistische Erwartungen haben: 16 bis 50 Mbit/s sind dort häufig das Maximum. Für Homeoffice oder Streaming in HD reicht das in der Regel aus, für 4K-Streaming oder intensive Cloud-Arbeit kann es eng werden.
Anbieter auf dem DSL-Netz in Greifswald sind neben der Telekom selbst auch o2 und 1&1, die als Reseller die Telekom-Infrastruktur nutzen und eigene Tarife anbieten. Die technische Leistung ist dabei identisch – der Unterschied liegt im Preis, im Kundenservice und in den Vertragsbedingungen.
Mobiles Internet ist in Greifswald eine ernstzunehmende Alternative, insbesondere für Bewohner von Randlagen oder für Studierende, die häufig umziehen. Die Telekom und Vodafone versorgen die Kernstadt mit 5G, wobei die Abdeckung im Stadtzentrum und in den großen Wohngebieten gut ist. In Außenbereichen wie Wieck oder Ladebow ist 5G noch lückenhaft, LTE (4G) hingegen flächendeckend verfügbar.
Für Homeoffice-Nutzer oder Personen mit mittlerem Datenverbrauch bieten Anbieter wie o2 und 1&1 Mobilfunk-Router-Tarife an, die als Festnetzersatz dienen. Die Latenz ist dabei etwas höher als bei Festnetzanschlüssen, was für Videokonferenzen meist kein Problem darstellt, für Online-Gaming aber relevant sein kann. Außerdem: Mobilfunktarife mit unbegrenztem Datenvolumen sind teurer als vergleichbare Festnetzanschlüsse und können bei intensiver Nutzung gedrosselt werden – prüfen Sie die Bedingungen genau.
Die Wahl der richtigen Anschlusstechnologie hängt in Greifswald stark vom Wohnort ab. Hier eine praxisnahe Einschätzung:
Innenstadt und Altstadt: DSL mit Vectoring (bis 250 Mbit/s) ist gut verfügbar. Glasfaser wird schrittweise ausgebaut. Kabelanschlüsse sind in Altbauten seltener vorhanden.
Schönwalde I und II: Vodafone Kabel ist hier die erste Wahl – schnell, stabil und in den Mehrfamilienhäusern meist bereits angeschlossen. DSL als Alternative verfügbar.
Fettenvorstadt und Südstadt: Mischgebiet. Kabel und DSL verfügbar, Glasfaser im Aufbau. Prüfen Sie adressgenau.
Eldena und Wieck: DSL mit eingeschränkter Geschwindigkeit, kein Kabel. LTE/5G als sinnvolle Ergänzung oder Alternative. Glasfaserausbau mittelfristig geplant.
Ladebow und Groß Schönwalde: Ähnliche Situation wie Eldena. Hier lohnt sich ein Blick auf Förderprojekte des Landes Mecklenburg-Vorpommern.
Neubaugebiete im Norden: Oft bereits mit Glasfaser erschlossen oder kurzfristig buchbar. Hier ist FTTH die klare Empfehlung.
Wer in Greifswald einen neuen Internetanschluss bucht, sollte realistische Erwartungen an die Schaltzeiten haben. Bei DSL-Anschlüssen über die Telekom oder Reseller beträgt die Wartezeit in der Regel 2 bis 4 Wochen ab Vertragsabschluss. In Stoßzeiten – etwa zu Semesterbeginn im Oktober, wenn tausende Studierende gleichzeitig einen Anschluss beantragen – kann sich die Wartezeit auf 4 bis 6 Wochen verlängern.
Bei Glasfaser-Neuanschlüssen ist Geduld besonders wichtig: Wenn Ihr Haus noch nicht erschlossen ist, kann der Ausbau Monate dauern. Ist die Infrastruktur bereits vorhanden, sind Schaltzeiten von 2 bis 3 Wochen realistisch. Vodafone Kabel ist in der Regel schneller schaltbar, da die Infrastruktur in den versorgten Gebieten bereits vorhanden ist – hier sind 1 bis 2 Wochen üblich.
Praktischer Tipp: Buchen Sie Ihren neuen Anschluss mindestens 6 Wochen vor dem gewünschten Starttermin, wenn Sie auf einen bestimmten Termin angewiesen sind – etwa bei einem Umzug.
Ein Umzug innerhalb Greifswalds ist internetrechtlich kein Selbstläufer. Ihr bestehender Vertrag ist an Ihre aktuelle Adresse gebunden, nicht an Ihre Person. Informieren Sie Ihren Anbieter frühzeitig – mindestens 4 bis 6 Wochen vor dem Umzugstermin – über die neue Adresse.
Wichtig: Ihr Anbieter ist verpflichtet, den Anschluss an der neuen Adresse zu schalten, sofern dort technisch möglich. Ist das nicht der Fall (z. B. kein Kabelnetz an der neuen Adresse, wenn Sie bisher Kabel hatten), haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Dieses Recht sollten Sie kennen und bei Bedarf nutzen.
Ein Umzug innerhalb der Stadt bedeutet nicht automatisch, dass Sie denselben Anbieter behalten können oder sollten. Nutzen Sie den Umzug als Anlass, die Verfügbarkeit an der neuen Adresse neu zu prüfen und ggf. zu einem besseren Tarif oder Anbieter zu wechseln. Der Wechsel zu einem Konkurrenzanbieter ist in Deutschland seit der TKG-Reform 2021 einfacher geworden – der neue Anbieter übernimmt die Kündigung beim alten Anbieter.
Grund für besondere Aufmerksamkeit: In Greifswald gibt es aufgrund der Universität einen sehr hohen Anteil an Kurzzeitbewohnern. Studierende ziehen häufig um, wohnen in WGs oder Wohnheimen – das hat Konsequenzen für die Vertragswahl.
Für Studierende in WGs empfiehlt sich ein Tarif mit 24-Monats-Laufzeit nur dann, wenn der Verbleib in der Wohnung gesichert ist. Andernfalls sind Tarife mit monatlicher Kündigungsfrist (meist etwas teurer) oder Kurzzeitverträge sinnvoller. Einige Anbieter, darunter o2 und 1&1, bieten Flex-Tarife ohne lange Bindung an – prüfen Sie, ob der Aufpreis im Verhältnis zur Flexibilität steht.
Wohnheime des Studentenwerks Greifswald sind in der Regel mit eigenem Netzwerk ausgestattet. Informieren Sie sich beim Studentenwerk, welche Internetoptionen im jeweiligen Wohnheim verfügbar sind, bevor Sie einen eigenen Vertrag abschließen.
Für Neubürger gilt: Greifswald ist eine überschaubare Stadt, in der die Infrastruktur je nach Stadtteil stark variiert. Lassen Sie sich nicht von bundesweiten Verfügbarkeitsangaben täuschen – prüfen Sie immer adressgenau.
Für Gewerbetreibende und Homeoffice-Nutzer in Greifswald sind besonders zwei Faktoren entscheidend: Zuverlässigkeit und Upload-Geschwindigkeit. Letztere wird bei DSL-Anschlüssen oft vernachlässigt, ist aber für Videokonferenzen, Cloud-Backups und den Versand großer Dateien essenziell.
Glasfaser bietet hier den größten Vorteil: Symmetrische Verbindungen mit gleich schnellem Up- und Download sind möglich. Bei DSL-Anschlüssen liegt der Upload typischerweise bei 10 bis 40 Mbit/s, was für die meisten Homeoffice-Anwendungen ausreicht, aber bei intensiver Nutzung zum Engpass werden kann.
Für Unternehmen mit höheren Anforderungen – etwa im Wissenschafts- und Technologiepark Greifswald oder in der Innenstadt – empfiehlt sich ein Geschäftskundentarif mit Service-Level-Agreement (SLA) und garantierten Reaktionszeiten. Die Telekom und Vodafone bieten solche Tarife an, die sich von Privattarifen durch schnellere Entstörung und dedizierten Support unterscheiden. Der Preisunterschied ist spürbar, für professionelle Nutzung aber oft gerechtfertigt.
Bevor Sie sich entscheiden, empfehlen wir die folgenden Punkte zu prüfen — dauert in der Regel 5–10 Minuten.
Telekom Die Telekom ist in Greifswald der Anbieter mit der breitesten Flächenabdeckung. Nahezu jede Adresse in der Stadt ist über das DSL-Netz erreichbar, und der Glasfaserausbau schreitet voran. Stärken: maximale Verfügbarkeit, stabiles Netz, guter Kundenservice im Vergleich zu Mitbewerbern, eigene Techniker vor Ort. Schwächen: höhere Preise als Reseller, Glasfaser noch nicht flächendeckend. Besonders empfehlenswert für Bewohner von Randlagen (Eldena, Wieck), wo Kabel keine Option ist, sowie für alle, die Wert auf Verlässlichkeit legen. Für Neubaugebiete im Norden der Stadt ist die Telekom oft die erste Adresse für Glasfaser.
Vodafone Vodafone ist in Greifswald vor allem durch sein Kabelnetz präsent. In den Wohngebieten Schönwalde I und II sowie in Teilen der Fettenvorstadt und Südstadt bietet Vodafone Kabel die schnellsten und stabilsten Verbindungen zu wettbewerbsfähigen Preisen. Stärken: hohe Geschwindigkeiten (bis 1.000 Mbit/s), attraktive Preise im Kabelbereich, schnelle Schaltzeiten. Schwächen: Kabelnetz nicht flächendeckend, kein eigenes Glasfasernetz in Greifswald, Kundenservice wird in Bewertungen gemischt bewertet. Empfehlung: Erste Wahl für Bewohner von Mehrfamilienhäusern in Schönwalde, sofern Kabelanschluss vorhanden.
o2 O2 tritt in Greifswald als Reseller auf dem Telekom-DSL-Netz auf und bietet zudem eigene Mobilfunktarife. Stärken: oft günstigere Preise als die Telekom bei gleicher DSL-Infrastruktur, flexible Tarifoptionen, gute Mobilfunkabdeckung in der Kernstadt. Schwächen: Entstörung läuft über die Telekom-Infrastruktur, was zu längeren Wartezeiten führen kann; kein eigenes Glasfasernetz. Empfehlung: Gute Wahl für preisbewusste Nutzer in der Kernstadt, die auf DSL angewiesen sind und keinen Wert auf Premium-Support legen.
1&1 1&1 ist ebenfalls als DSL-Reseller in Greifswald aktiv und hat mit dem Aufbau eines eigenen Glasfasernetzes begonnen, das in Greifswald jedoch noch keine relevante Rolle spielt. Stärken: attraktive Einstiegspreise, häufige Aktionsangebote, kombinierbare Mobilfunk- und Festnetztarife. Schwächen: Kundenservice wird in unabhängigen Bewertungen oft kritisch gesehen, Entstörungszeiten können länger sein. Empfehlung: Für technikaffine Nutzer, die selbst troubleshooten können und primär auf den Preis achten. Weniger geeignet für Nutzer, die schnellen und unkomplizierten Support erwarten.
Greifswald hat eine Besonderheit, die viele Neubürger unterschätzen: Der Semesterbeginn im Oktober ist der ungünstigste Zeitpunkt, um einen neuen Internetanschluss zu beantragen. Wenn rund 12.000 Studierende gleichzeitig in die Stadt strömen und Anschlüsse buchen, verlängern sich die Schaltzeiten bei allen Anbietern spürbar. Wer zum Wintersemester nach Greifswald zieht, sollte den Anschluss idealerweise bereits im August oder spätestens Anfang September buchen – auch wenn der Einzug erst im Oktober ist. Die meisten Anbieter ermöglichen es, einen Wunsch-Schalttermin anzugeben.
Ein weiterer lokaler Hinweis: Die Altstadt Greifswalds ist geprägt von Gründerzeitbauten und historischer Bausubstanz. In diesen Gebäuden ist die Hausinstallation oft nicht für moderne Kabelanschlüsse ausgelegt, und Glasfaser-Inhouse-Verkabelung muss neu verlegt werden. Sprechen Sie vor Vertragsabschluss mit Ihrer Hausverwaltung oder Ihrem Vermieter, ob bauliche Maßnahmen für den gewünschten Anschluss nötig sind und wer die Kosten trägt. Das kann den Unterschied machen zwischen einem reibungslosen Anschluss und wochenlangen Verzögerungen.
Glasfaser ist in Greifswald teilweise verfügbar, aber noch nicht flächendeckend. Die Telekom baut aktiv aus, vor allem in neueren Wohngebieten im Norden der Stadt und in Teilen der Innenstadt. In Randlagen wie Eldena, Wieck oder Ladebow ist Glasfaser hingegen noch nicht buchbar. Die genaue Verfügbarkeit hängt stark von Ihrer konkreten Adresse ab. Prüfen Sie diese auf der Telekom-Website oder über den Breitbandatlas des Bundes. Eine Vorbestellung bei der Telekom kann den Ausbau in Ihrer Straße beschleunigen, da die Nachfrage in die Ausbauplanung einfließt.
Eine pauschale Antwort gibt es nicht – die beste Wahl hängt von Ihrem Wohnort und Ihren Anforderungen ab. In Schönwalde I und II ist Vodafone Kabel oft die schnellste und günstigste Option. In Randlagen und der Altstadt ist die Telekom mit DSL oder Glasfaser meist die einzige Wahl. O2 und 1&1 bieten als Reseller günstigere DSL-Tarife auf Telekom-Infrastruktur. Prüfen Sie zuerst, welche Technologien an Ihrer Adresse verfügbar sind, und vergleichen Sie dann Preis, Geschwindigkeit und Servicelevel.
Bei DSL-Anschlüssen über die Telekom oder Reseller rechnen Sie mit 2 bis 4 Wochen. Zu Semesterbeginn im Oktober kann sich die Wartezeit auf bis zu 6 Wochen verlängern, da viele Studierende gleichzeitig einen Anschluss beantragen. Vodafone Kabel ist in der Regel schneller schaltbar (1 bis 2 Wochen), da die Infrastruktur in versorgten Gebieten bereits vorhanden ist. Glasfaser-Neuanschlüsse können deutlich länger dauern, wenn die Infrastruktur noch verlegt werden muss. Planen Sie großzügig und buchen Sie frühzeitig.
Ja, das ist möglich. O2 und 1&1 bieten sogenannte Flex-Tarife ohne 24-Monats-Bindung an, die monatlich kündbar sind. Diese sind in der Regel etwas teurer als Jahresverträge, bieten aber die nötige Flexibilität für Studierende, die häufig umziehen. Alternativ können Sie prüfen, ob Ihr Wohnheim des Studentenwerks Greifswald bereits mit Internet ausgestattet ist – dann brauchen Sie möglicherweise gar keinen eigenen Vertrag. Für WGs mit stabiler Zusammensetzung lohnt sich ein 24-Monats-Vertrag wegen des günstigeren Preises.
Viele Wohnheime des Studentenwerks Greifswald sind mit Netzwerkanschlüssen ausgestattet. Die genauen Konditionen – ob WLAN inklusive ist, welche Geschwindigkeiten geboten werden und ob eine separate Gebühr anfällt – variieren je nach Wohnheim. Informieren Sie sich direkt beim Studentenwerk Greifswald, bevor Sie einen eigenen Internetvertrag abschließen. Ein eigener Vertrag kann sich dennoch lohnen, wenn die Wohnheim-Verbindung für Ihre Anforderungen nicht ausreicht.
Ihr Anbieter ist verpflichtet, den Anschluss an der neuen Adresse zu schalten, sofern die Technologie dort verfügbar ist. Informieren Sie ihn mindestens 4 bis 6 Wochen vor dem Umzug. Ist der Anschluss an der neuen Adresse technisch nicht möglich (z. B. kein Kabelnetz), haben Sie ein gesetzliches Sonderkündigungsrecht. Nutzen Sie einen Umzug auch als Gelegenheit, Tarife und Anbieter neu zu vergleichen – der neue Anbieter übernimmt seit der TKG-Reform 2021 die Kündigung beim alten Anbieter für Sie.
Nein. Das Vodafone-Kabelnetz ist in Greifswald nicht flächendeckend ausgebaut. Es konzentriert sich auf dicht besiedelte Wohngebiete wie Schönwalde I und II sowie Teile der Fettenvorstadt und Südstadt. In der Altstadt, in Einfamilienhausgebieten und in Randlagen wie Eldena oder Wieck ist Kabelinternet in der Regel nicht verfügbar. Prüfen Sie die Verfügbarkeit unbedingt adressgenau auf der Vodafone-Website, bevor Sie einen Vertrag abschließen.
Für Homeoffice mit Videokonferenzen, Cloud-Nutzung und gelegentlichem Dateitransfer empfehlen sich mindestens 50 Mbit/s im Download und 10 Mbit/s im Upload. Für intensive Nutzung – mehrere Personen im Haushalt, große Dateiübertragungen, 4K-Streaming – sollten es 100 Mbit/s oder mehr sein. Achten Sie besonders auf den Upload: DSL-Anschlüsse bieten hier oft nur 10 bis 40 Mbit/s. Glasfaser und Kabel bieten deutlich höhere Upload-Raten und sind für professionelle Homeoffice-Nutzung klar im Vorteil.
Ja. Greifswald profitiert als Stadt in Mecklenburg-Vorpommern von Bundesförderprogrammen für den Breitbandausbau, insbesondere dem Programm zur Erschließung sogenannter 'Grauer Flecken' – Gebiete ohne Anschluss mit mindestens 100 Mbit/s. Diese Förderung beschleunigt den Glasfaserausbau in bislang unterversorgten Bereichen. Als Endkunde profitieren Sie davon indirekt durch schnellere Verfügbarkeit von Glasfaser. Aktiv beantragen müssen Sie als Privatperson nichts – die Fördermittel fließen an die Netzbetreiber.
Ja. Alle vier Anbieter (Telekom, Vodafone, o2, 1&1) bieten reine Internetanschlüsse ohne klassischen Telefonanschluss an. Telefonie läuft heute standardmäßig über Voice over IP (VoIP) und ist in den meisten Tarifen inklusive. Wenn Sie gar kein Festnetz benötigen, können Sie auch einen mobilen Router-Tarif (LTE/5G) als Festnetzersatz nutzen – das ist besonders für Studierende oder Kurzzeitbewohner eine flexible Option.
Die 5G-Abdeckung in Greifswald ist in der Kernstadt bei Telekom und Vodafone gut. Innenstadt, Schönwalde und die großen Wohngebiete sind weitgehend versorgt. In Randlagen wie Eldena, Wieck und Ladebow ist 5G noch lückenhaft, LTE (4G) hingegen nahezu flächendeckend verfügbar. Für mobiles Internet als Festnetzersatz ist LTE in diesen Gebieten eine praktikable Option. Prüfen Sie die Abdeckungskarte des jeweiligen Anbieters für Ihre genaue Adresse.
Die Preise variieren je nach Anbieter, Technologie und Geschwindigkeit. DSL-Tarife mit 50 Mbit/s beginnen bei o2 und 1&1 oft bei 25 bis 35 Euro monatlich (im ersten Jahr mit Aktionsrabatt). Vodafone Kabel mit 250 Mbit/s liegt typischerweise bei 30 bis 45 Euro. Glasfasertarife der Telekom mit 100 Mbit/s starten um die 40 Euro. Beachten Sie: Aktionspreise gelten oft nur für das erste Vertragsjahr, danach steigt der Preis. Lesen Sie das Kleingedruckte und vergleichen Sie den Gesamtpreis über die Vertragslaufzeit.
Seit der TKG-Reform 2021 ist der Anbieterwechsel in Deutschland deutlich einfacher. Sie schließen beim neuen Anbieter einen Vertrag ab und erteilen diesem die Vollmacht, den alten Vertrag zu kündigen. Der neue Anbieter koordiniert den Wechsel und sorgt für möglichst nahtlose Umschaltung. Wichtig: Prüfen Sie Ihre aktuelle Vertragslaufzeit und eventuelle Mindestvertragslaufzeiten, um Doppelzahlungen zu vermeiden. Bei einem Umzug mit Sonderkündigungsrecht entfällt die Bindung.
Neben den vier bundesweit tätigen Anbietern (Telekom, Vodafone, o2, 1&1) gibt es in Greifswald und der Region Vorpommern vereinzelt regionale Anbieter und Stadtwerke-Töchter, die Glasfaser- oder DSL-Anschlüsse anbieten. Diese sind jedoch nicht flächendeckend aktiv und auf dslvertrag.de aktuell nicht gelistet. Für die meisten Greifswalder Haushalte sind die vier genannten Anbieter die relevanten Optionen. Informieren Sie sich bei Ihrer Hausverwaltung oder Gemeinde, ob regionale Anbieter für Ihre Adresse infrage kommen.
Wenden Sie sich zunächst an den Kundenservice Ihres Anbieters – alle vier Anbieter haben 24/7-Störungshotlines. Prüfen Sie vorab, ob die Störung bei Ihnen lokal ist (Router neu starten, Kabel prüfen) oder ob eine Netzstörung in Greifswald gemeldet ist. Die Anbieter informieren über ihre Apps und Websites über bekannte Störungen. Bei anhaltenden Problemen haben Sie nach einer gewissen Frist (in der Regel 2 Werktage ohne Anschluss) Anspruch auf Minderung der Monatsgebühr. Dokumentieren Sie Störungen mit Datum und Uhrzeit.
Glasfaserverbindung, die direkt bis in die Wohnung geführt wird. Bietet die höchsten Geschwindigkeiten und ist zukunftssicher. In Greifswald aktuell im Aufbau, aber noch nicht flächendeckend verfügbar.
Technologie zur Verbesserung von DSL-Verbindungen über Kupferkabel. Reduziert gegenseitige Störungen zwischen Leitungen und ermöglicht bis zu 250 Mbit/s. In Greifswald in der Kernstadt weit verbreitet.
Anbieter, der die Netzinfrastruktur eines anderen Betreibers (z. B. der Telekom) mietet und unter eigenem Namen Tarife anbietet. O2 und 1&1 sind in Greifswald typische Reseller auf dem Telekom-DSL-Netz. Die technische Leistung ist identisch, Preise und Service unterscheiden sich.
Gesetzliches Recht, einen laufenden Vertrag außerordentlich zu kündigen, wenn der Anbieter eine wesentliche Leistung nicht erbringen kann – z. B. bei einem Umzug, wenn der Anschluss an der neuen Adresse technisch nicht möglich ist.
Begriff aus der Breitbandförderung: Gebiete, in denen kein Anschluss mit mindestens 100 Mbit/s verfügbar ist. Solche Gebiete werden durch Bundesförderprogramme priorisiert ausgebaut – relevant für Randlagen Greifswalds wie Eldena oder Ladebow.
Telefonie über das Internetprotokoll, die klassische analoge Telefonleitungen ersetzt. Alle modernen Internetanschlüsse in Greifswald nutzen VoIP für Telefonate. Qualität und Verfügbarkeit hängen von der Internetverbindung ab.
Hybrid Fiber Coaxial – Netz, das Glasfaser und Koaxialkabel kombiniert. In Greifswald von Vodafone betrieben, vor allem in Schönwalde und Teilen der Südstadt. Bietet hohe Geschwindigkeiten, ist aber ein geteiltes Medium.
Verzögerungszeit bei der Datenübertragung, gemessen in Millisekunden (ms). Glasfaser und Kabel bieten sehr niedrige Latenzen (unter 10 ms), LTE/5G etwas höhere (20–50 ms). Relevant für Online-Gaming und Videokonferenzen.
Weitere Begriffe finden Sie in unserem DSL-Glossar.