DSL- und Internet-Anbieter in Neubrandenburg
In Neubrandenburg sind aktuell 4 überregionale Internet-Anbieter aktiv. Die Verfügbarkeit der einzelnen Geschwindigkeitsstufen variiert je nach Stadtteil — ein Adress-Check ist Pflicht.
In Neubrandenburg sind aktuell 4 überregionale Internet-Anbieter aktiv. Die Verfügbarkeit der einzelnen Geschwindigkeitsstufen variiert je nach Stadtteil — ein Adress-Check ist Pflicht.
Neubrandenburg, die kreisfreie Stadt mit rund 63.000 Einwohnern im Herzen Mecklenburg-Vorpommerns, befindet sich beim Thema Breitbandversorgung in einem spürbaren Wandel. Jahrelang war die Stadt – wie viele ostdeutsche Mittelstädte – beim Glasfaserausbau im Rückstand gegenüber westdeutschen Ballungsräumen. Doch seit 2022 hat sich das Bild deutlich verändert: Sowohl die Deutsche Telekom als auch regionale Anbieter treiben den FTTH-Ausbau (Glasfaser bis ins Haus) in mehreren Stadtteilen voran. Besonders die Innenstadt mit dem historischen Altstadtring sowie Teile von Datzeberg und Lindenberg sind bereits mit Glasfaseranschlüssen versorgt oder befinden sich im aktiven Ausbau.
Das Kabelnetz spielt in Neubrandenburg eine vergleichsweise untergeordnete Rolle: Vodafone verfügt zwar über ein Kabelnetz in Teilen der Stadt, die Abdeckung ist jedoch nicht flächendeckend – insbesondere Einfamilienhausgebiete in Randlagen wie Weitin oder Teilen von Fritscheshof sind oft nicht angebunden. Für diese Bereiche bleibt DSL über die Telekom-Infrastruktur häufig die einzige leitungsgebundene Option, wobei die erreichbaren Bandbreiten je nach Entfernung zum Verteilerkasten stark variieren.
Die DSL-Versorgung über VDSL2 und Vectoring erreicht in den dichter besiedelten Stadtteilen Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s, in manchen Straßenzügen sogar bis zu 250 Mbit/s durch Super-Vectoring. In ländlicheren Randgebieten hingegen sind 16 bis 50 Mbit/s realistischer. Anbieter wie 1&1 und o2 nutzen dabei die Telekom-Vorleistungsinfrastruktur, was bedeutet: Die tatsächlich verfügbare Bandbreite hängt weniger vom gewählten Anbieter als vom physischen Anschluss ab.
Ein wichtiger lokaler Faktor ist die Hochschule Neubrandenburg: Rund 2.500 Studierende sorgen für eine erhöhte Nachfrage nach flexiblen, schnellen Internetanschlüssen – besonders in den Stadtteilen Brodaer Straße und rund um den Campus. Für Neubürger und Studenten lohnt sich daher ein genauer Blick auf die aktuelle Verfügbarkeit, bevor ein Vertrag abgeschlossen wird.
Neubrandenburg gehört zu den Städten in Mecklenburg-Vorpommern, in denen der Glasfaserausbau in den vergangenen zwei Jahren deutlich Fahrt aufgenommen hat. Die Deutsche Telekom hat im Rahmen ihres bundesweiten FTTH-Programms mehrere Ausbaugebiete in Neubrandenburg definiert. Dazu zählen Teile der Innenstadt, der Stadtteil Datzeberg sowie Abschnitte entlang der Pasewalker Straße. Konkret bedeutet das: Wer in diesen Bereichen wohnt, kann heute bereits einen echten Glasfaseranschluss buchen – mit Bandbreiten von 200 Mbit/s bis zu 1 Gbit/s symmetrisch.
Neben der Telekom ist auch die Wohnungswirtschaft ein treibender Akteur: Mehrere größere Wohnungsgesellschaften in Neubrandenburg haben ihre Gebäude in Kooperation mit regionalen Netzbetreibern mit Glasfaser erschlossen. Wenn Sie in einem Mehrfamilienhaus wohnen, lohnt sich eine direkte Anfrage beim Vermieter oder der Hausverwaltung – oft besteht bereits ein Hausanschluss, der nur noch aktiviert werden muss.
Der Zeitplan für weitere Ausbaugebiete ist noch nicht abschließend kommuniziert. Für Stadtteile wie Fritscheshof, Weitin und Teile von Oststadt liegen bislang keine verbindlichen Ausbauzusagen vor. Hier empfiehlt sich die regelmäßige Prüfung über die Verfügbarkeitsabfrage der Telekom oder direkt über dslvertrag.de.
Vodafone betreibt in Neubrandenburg ein Kabelnetz, das auf der ehemaligen Infrastruktur von Unitymedia und Kabel Deutschland basiert. Die Versorgung konzentriert sich auf dicht besiedelte Wohngebiete, insbesondere auf Plattenbausiedlungen und Mehrfamilienhäuser im Bereich Datzeberg, Lindenberg und Teilen der Oststadt. In diesen Gebieten sind Kabelanschlüsse mit bis zu 1.000 Mbit/s im Download technisch möglich, wobei die tatsächliche Verfügbarkeit je nach Gebäude und Hausanschluss variiert.
Ein strukturelles Merkmal des Kabelnetzes ist die geteilte Bandbreite: Im Gegensatz zu Glasfaser teilen sich mehrere Haushalte im selben Kabelsegment die verfügbare Kapazität. In Stoßzeiten – abends zwischen 19 und 22 Uhr – kann das zu spürbaren Geschwindigkeitseinbußen führen. Für Homeoffice-Nutzer, die auf stabile Verbindungen angewiesen sind, ist das ein relevanter Faktor.
In Einfamilienhausgebieten und Randlagen ist das Kabelnetz häufig nicht vorhanden. Wer in einem freistehenden Haus in Weitin oder in Neubaugebieten am Stadtrand wohnt, wird bei der Verfügbarkeitsabfrage für Kabel oft leer ausgehen.
DSL über die Telekom-Kupferkabelnetz bleibt für viele Haushalte in Neubrandenburg die verlässlichste Option – auch wenn sie technisch nicht die modernste ist. Das Netz ist flächendeckend ausgebaut und erreicht nahezu alle Adressen in der Stadt. Die erreichbaren Geschwindigkeiten hängen stark von der Entfernung zum nächsten Kabelverzweiger (KVz) ab.
In der Innenstadt und in dicht besiedelten Stadtteilen wie Datzeberg sind durch Super-Vectoring Bandbreiten von bis zu 250 Mbit/s im Download möglich. In Gebieten mit größerer Leitungslänge – etwa in Teilen von Weitin oder in Straßenzügen am Stadtrand – sind 16 bis 50 Mbit/s realistischer. Für Streaming, Homeoffice und normale Internetnutzung reicht das in der Regel aus, für bandbreitenintensive Anwendungen wie 4K-Streaming auf mehreren Geräten gleichzeitig kann es eng werden.
Anbieter wie 1&1 und o2 greifen auf die Telekom-Vorleistung zurück, das heißt: Sie mieten die physische Leitung der Telekom und bieten darüber eigene Tarife an. Die technisch erreichbare Bandbreite ist dabei identisch mit einem Telekom-Direktanschluss. Der Unterschied liegt im Preis, im Kundenservice und in den Vertragsbedingungen.
Für Haushalte, die keinen zufriedenstellenden Festnetzanschluss bekommen, ist mobiles Internet über 5G oder LTE eine ernstzunehmende Alternative. Neubrandenburg ist im Stadtgebiet gut mit LTE (4G) versorgt – alle großen Netzbetreiber (Telekom, Vodafone, o2) haben hier eine solide Abdeckung. 5G ist im Innenstadtbereich und entlang der Hauptverkehrsachsen verfügbar, in Randlagen jedoch noch lückenhaft.
Für die Nutzung als Heiminternet bieten Telekom, Vodafone und o2 spezielle Homespot-Tarife an, die auf LTE oder 5G basieren. Diese sind besonders interessant für Haushalte, die auf Glasfaser warten oder in Gebieten ohne ausreichende DSL-Versorgung leben. Typische Bandbreiten liegen bei 50 bis 300 Mbit/s, können aber je nach Netzauslastung und Standort stark schwanken.
Ein Nachteil: Viele Mobilfunk-Heimtarife haben Datenlimits oder drosseln die Geschwindigkeit nach einem bestimmten Volumen. Für Vielnutzer oder Haushalte mit mehreren Personen kann das schnell zum Problem werden. Prüfen Sie daher genau, ob ein unbegrenzter Tarif verfügbar ist.
Die Wahl der richtigen Anschlussart hängt in Neubrandenburg stark vom konkreten Wohnort ab. Hier ein praxisnaher Überblick nach Stadtteilen:
Innenstadt und Altstadtring: Glasfaser der Telekom ist in Teilen verfügbar, DSL mit hohen Bandbreiten flächendeckend. Kabel punktuell vorhanden. Empfehlung: Glasfaser prüfen, sonst VDSL/Super-Vectoring.
Datzeberg: Gute Kabelversorgung durch Vodafone, Glasfaser im Ausbau. DSL als Fallback. Empfehlung: Kabel oder Glasfaser, je nach Gebäude.
Lindenberg: Ähnliche Situation wie Datzeberg – Kabel vorhanden, Glasfaser teilweise. DSL als Alternative.
Oststadt: Gemischte Versorgung. Kabel in Teilen, DSL flächendeckend, Glasfaser noch begrenzt. Verfügbarkeitsabfrage unbedingt vor Vertragsabschluss.
Fritscheshof und Weitin: Hier ist DSL oft die einzige leitungsgebundene Option. Bandbreiten variieren stark. LTE/5G als Ergänzung sinnvoll.
Neubaugebiete am Stadtrand: Hier lohnt sich eine direkte Anfrage beim Bauträger oder der Gemeinde – oft werden Neubaugebiete direkt mit Glasfaser erschlossen.
Wenn Sie in Neubrandenburg einen neuen Internetanschluss beantragen, sollten Sie realistische Erwartungen an die Schaltzeit haben. Bei DSL-Anschlüssen über die Telekom-Infrastruktur beträgt die Schaltzeit in der Regel zwei bis vier Wochen. Bei Glasfaseranschlüssen kann es länger dauern, insbesondere wenn noch Tiefbauarbeiten für den Hausanschluss notwendig sind – hier sind vier bis zwölf Wochen keine Seltenheit.
Ein praktischer Tipp: Beantragen Sie den neuen Anschluss so früh wie möglich, idealerweise vier bis sechs Wochen vor dem gewünschten Aktivierungsdatum. Wenn Sie umziehen, sollten Sie den Antrag bereits vor dem Einzug stellen. Viele Anbieter ermöglichen heute die Online-Beantragung mit Wunschtermin.
Für Neubrandenburg gilt außerdem: Techniker-Termine für die Hausinstallation bei Glasfaser sind oft mehrere Wochen im Voraus ausgebucht. Planen Sie das ein, besonders wenn Sie auf einen pünktlichen Start angewiesen sind.
Ein Umzug innerhalb Neubrandenburg ist für Ihren Internetvertrag kein Automatismus. Zwar haben Sie bei den meisten Anbietern das Recht, Ihren Vertrag zum neuen Wohnort mitzunehmen (sogenannte Mitnahme-Option), aber es gibt wichtige Einschränkungen.
Erste Frage: Ist der bisherige Anbieter an der neuen Adresse verfügbar? Wenn Sie von einem Kabelanschluss in Datzeberg in ein Einfamilienhaus in Weitin ziehen, ist Vodafone-Kabel dort möglicherweise nicht verfügbar. In diesem Fall haben Sie in der Regel ein Sonderkündigungsrecht – der Anbieter muss Sie über die Nicht-Verfügbarkeit informieren, und Sie können den Vertrag kostenfrei kündigen.
Zweite Frage: Ändert sich die technisch mögliche Bandbreite? Wenn Sie bisher 250 Mbit/s hatten und an der neuen Adresse nur 50 Mbit/s möglich sind, sollten Sie prüfen, ob der Anbieter eine Vertragsanpassung anbietet oder ob ein Wechsel sinnvoller ist.
Melden Sie den Umzug immer schriftlich und rechtzeitig beim Anbieter an – mindestens vier Wochen vor dem Umzugstermin. Bewahren Sie alle Bestätigungen auf.
Wer neu nach Neubrandenburg zieht – sei es als Student der Hochschule Neubrandenburg oder als Berufseinsteiger – steht vor der Frage: Welcher Anbieter, welcher Tarif, welche Laufzeit?
Für Studenten ist Flexibilität oft wichtiger als maximale Bandbreite. Viele Studenten wohnen in Wohngemeinschaften oder Studentenwohnheimen, wo bereits ein Internetanschluss vorhanden sein kann. Fragen Sie vor Vertragsabschluss unbedingt beim Vermieter oder der Wohnheimverwaltung nach – ein doppelter Anschluss kostet unnötig Geld.
Wenn kein Anschluss vorhanden ist: 1&1 und o2 bieten häufig günstigere Einstiegstarife als die Telekom direkt, nutzen aber dieselbe Infrastruktur. Für eine WG mit drei bis fünf Personen empfiehlt sich ein Tarif mit mindestens 100 Mbit/s. Achten Sie auf die Vertragslaufzeit: 24-Monate-Verträge sind günstiger, aber unflexibel. Monatlich kündbare Tarife sind teurer, aber für Studenten mit unklarer Wohndauer oft sinnvoller.
Für Neubürger gilt: Nutzen Sie die Verfügbarkeitsabfrage auf dslvertrag.de, bevor Sie sich festlegen. Die Situation in Neubrandenburg ist je nach Straße sehr unterschiedlich.
Für Unternehmen und Selbstständige in Neubrandenburg gelten andere Anforderungen als für private Haushalte. Wer im Homeoffice arbeitet oder ein kleines Büro betreibt, braucht vor allem eine stabile und symmetrische Verbindung – also gleich hohe Up- und Download-Geschwindigkeiten.
Glasfaser ist hier klar die erste Wahl: FTTH-Anschlüsse bieten symmetrische Bandbreiten und sind deutlich stabiler als Kabel oder DSL. Für Videokonferenzen, Cloud-Dienste und den Upload großer Dateien ist ein Upload von mindestens 50 Mbit/s empfehlenswert – mit Glasfaser kein Problem, mit DSL oder Kabel oft ein Engpass.
Die Telekom bietet in Neubrandenburg auch Geschäftskundentarife mit Service-Level-Agreements (SLAs) an, die schnellere Entstörungszeiten garantieren. Für Unternehmen, die auf eine unterbrechungsfreie Verbindung angewiesen sind, kann das relevant sein. Prüfen Sie außerdem, ob Ihr Bürostandort in einem Gewerbegebiet liegt – dort ist die Versorgungslage manchmal schlechter als in Wohngebieten, da der Ausbau oft auf Wohngebäude fokussiert ist.
Bevor Sie sich entscheiden, empfehlen wir die folgenden Punkte zu prüfen — dauert in der Regel 5–10 Minuten.
Deutsche Telekom Die Telekom ist in Neubrandenburg der Anbieter mit der breitesten Flächenabdeckung. Das DSL-Netz erreicht nahezu jede Adresse in der Stadt, und der Glasfaserausbau schreitet in mehreren Stadtteilen voran. Stärken: maximale Verfügbarkeit, eigene Infrastruktur, Glasfaser-Ausbauaktivität, solider Kundenservice mit lokalem Techniker-Netz. Schwächen: Preise liegen im oberen Segment, Vertragsbedingungen sind weniger flexibel als bei Discountern, Glasfaser noch nicht flächendeckend. Für Neubrandenburg-spezifisch: Wer in einem Randgebiet wie Weitin oder Fritscheshof wohnt, ist auf die Telekom oft angewiesen – es gibt schlicht keine Alternative über Festnetz.
Vodafone Vodafone ist in Neubrandenburg primär als Kabelanbieter präsent. In den versorgten Gebieten – vor allem Datzeberg und Lindenberg – bietet Vodafone hohe Downloadbandbreiten zu wettbewerbsfähigen Preisen. Stärken: hohe Bandbreiten im Kabelnetz, oft günstiger als Telekom im Direktvergleich, gute Mobilfunkabdeckung als Ergänzung. Schwächen: Kabelnetz nicht flächendeckend, geteilte Bandbreite kann in Stoßzeiten zum Problem werden, Kundenservice wird in Bewertungen oft kritisch gesehen. Für Neubrandenburg-spezifisch: Vodafone ist nur dort eine echte Option, wo das Kabelnetz vorhanden ist. Eine Verfügbarkeitsabfrage ist zwingend notwendig.
1&1 1&1 nutzt in Neubrandenburg die Telekom-Vorleistungsinfrastruktur und bietet darüber eigene DSL- und Glasfasertarife an. Stärken: oft günstigere Einstiegspreise als die Telekom direkt, klare Tarifstruktur, inzwischen auch eigenes Glasfasernetz in Teilen Deutschlands im Aufbau. Schwächen: technisch identische Bandbreite wie Telekom (da gleiche Leitung), Kundenservice-Erfahrungen sind gemischt, bei Störungen abhängig von Telekom-Entstörungszeiten. Für Neubrandenburg-spezifisch: Eine gute Wahl für preisbewusste Nutzer, die in Gebieten mit guter DSL-Versorgung wohnen und keine Premium-Serviceleistungen benötigen.
o2 (Telefónica) o2 ist in Neubrandenburg ebenfalls als DSL-Anbieter auf Telekom-Vorleistungsbasis aktiv. Stärken: häufig attraktive Aktionspreise, gute Kombination mit Mobilfunktarifen (o2-Ökosystem), flexible Tarifoptionen. Schwächen: Wie 1&1 technisch von der Telekom-Infrastruktur abhängig, Glasfaser-Eigenausbau in Neubrandenburg bislang nicht relevant, Kundenservice-Qualität variiert. Für Neubrandenburg-spezifisch: Interessant für Nutzer, die bereits einen o2-Mobilfunkvertrag haben und von Kombirabatten profitieren möchten. Technisch kein Vorteil gegenüber 1&1 oder Telekom-DSL.
Neubrandenburg ist eine Stadt im Umbruch – das gilt auch für die Internetversorgung. Was viele Neubrandenburger nicht wissen: Die Verfügbarkeit von Glasfaser und Kabel ist in dieser Stadt extrem kleinräumig. Zwei Straßen weiter kann die Situation völlig anders aussehen. Verlassen Sie sich daher niemals auf die Aussage von Nachbarn oder allgemeine Stadtübersichten – eine adressgenaue Verfügbarkeitsabfrage ist in Neubrandenburg Pflicht, bevor Sie einen Vertrag unterschreiben.
Ein besonderer Hinweis für Bewohner von Mehrfamilienhäusern: Viele Gebäude in Neubrandenburg – besonders die Plattenbauten in Datzeberg und Lindenberg – wurden in den letzten Jahren von Wohnungsgesellschaften mit Glasfaser erschlossen, ohne dass das groß kommuniziert wurde. Fragen Sie Ihren Vermieter oder die Hausverwaltung aktiv nach einem vorhandenen Glasfaserhausanschluss. Es wäre schade, für einen teuren DSL-Tarif zu zahlen, wenn im Keller bereits ein Glasfaseranschluss auf Aktivierung wartet.
Für alle, die noch auf den Glasfaserausbau warten: Ein LTE-Homespot-Tarif als Übergangslösung ist in Neubrandenburg gut machbar – die Mobilfunkabdeckung im Stadtgebiet ist solide. Schließen Sie dabei aber keinen langen Festnetzvertrag ab, wenn absehbar ist, dass Glasfaser in Ihrer Straße bald kommt.
Ja, Glasfaser ist in Neubrandenburg in Teilen der Stadt verfügbar – aber noch nicht flächendeckend. Die Deutsche Telekom hat in der Innenstadt, in Teilen von Datzeberg und entlang der Pasewalker Straße bereits FTTH-Anschlüsse ausgebaut. Ob Ihre konkrete Adresse versorgt ist, lässt sich nur über eine genaue Verfügbarkeitsabfrage herausfinden. Geben Sie dazu Straße und Hausnummer ein – die Versorgung kann von Haus zu Haus unterschiedlich sein. Für Stadtteile wie Fritscheshof oder Weitin liegen aktuell keine verbindlichen Ausbauzusagen vor.
Eine pauschale Antwort ist schwierig, da die beste Wahl stark vom Wohnort abhängt. In Gebieten mit Glasfaser ist die Telekom derzeit die erste Wahl – als Netzeigentümer und Ausbautreiber. In Kabelgebieten (Datzeberg, Lindenberg) ist Vodafone eine gute Alternative mit hohen Bandbreiten. Wer preisbewusst ist und in einem gut versorgten DSL-Gebiet wohnt, fährt mit 1&1 oder o2 oft günstiger – bei technisch gleicher Leistung wie die Telekom. Nutzen Sie die Verfügbarkeitsabfrage auf dslvertrag.de für eine adressgenaue Empfehlung.
Das hängt stark von Ihrem Standort ab. In der Innenstadt und in dicht besiedelten Stadtteilen sind durch Super-Vectoring bis zu 250 Mbit/s im Download möglich. In Gebieten mit längeren Leitungswegen – etwa in Randlagen – sind 16 bis 50 Mbit/s realistischer. Die Telekom gibt auf ihrer Webseite und über Verfügbarkeitsabfragen die maximal erreichbare Bandbreite für jede Adresse an. Beachten Sie: Die angegebene Maximalgeschwindigkeit ist ein technischer Richtwert, keine Garantie.
Ja, Vodafone betreibt ein Kabelnetz in Neubrandenburg, das jedoch nicht flächendeckend ist. Gut versorgt sind vor allem Mehrfamilienhausgebiete in Datzeberg, Lindenberg und Teilen der Oststadt. In Einfamilienhausgebieten und Randlagen ist das Kabelnetz häufig nicht vorhanden. Eine Verfügbarkeitsabfrage für Ihre genaue Adresse ist daher unbedingt notwendig, bevor Sie einen Kabelvertrag abschließen. Kabelanschlüsse bieten hohe Downloadbandbreiten, teilen sich aber die Kapazität mit Nachbarn im selben Segment.
Bei DSL-Anschlüssen über die Telekom-Infrastruktur beträgt die typische Schaltzeit zwei bis vier Wochen. Bei Glasfaseranschlüssen, bei denen noch Tiefbauarbeiten für den Hausanschluss notwendig sind, können es vier bis zwölf Wochen sein. Techniker-Termine für Hausinstallationen sind oft mehrere Wochen im Voraus ausgebucht. Empfehlung: Beantragen Sie den Anschluss mindestens vier bis sechs Wochen vor dem gewünschten Startdatum, bei Glasfaser eher früher.
Grundsätzlich ja – die meisten Anbieter ermöglichen eine Vertragsmitnnahme bei einem Umzug. Allerdings müssen Sie den Umzug rechtzeitig (mindestens vier Wochen vorher) schriftlich beim Anbieter melden. Wichtig: Ist der Anbieter an der neuen Adresse nicht verfügbar oder kann die vertraglich vereinbarte Bandbreite nicht geliefert werden, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Prüfen Sie die Verfügbarkeit an der neuen Adresse, bevor Sie den Umzug anmelden.
Studenten sollten zunächst prüfen, ob im Wohnheim oder in der Wohnung bereits ein Internetanschluss vorhanden ist – das spart doppelte Kosten. Ist kein Anschluss vorhanden, bieten 1&1 und o2 oft günstige Einstiegstarife auf DSL-Basis. Für maximale Flexibilität gibt es bei manchen Anbietern monatlich kündbare Tarife, die zwar teurer sind, aber keine 24-monatige Bindung erfordern. LTE-Heimtarife sind eine weitere Option für kurze Mietzeiten. Bandbreite von mindestens 50 Mbit/s ist für eine WG empfehlenswert.
In Gebieten ohne ausreichende Festnetzversorgung – etwa in Randlagen wie Weitin – kann LTE oder 5G als Heiminternet eine sinnvolle Alternative sein. Alle großen Netzbetreiber bieten spezielle Homespot-Tarife an. Typische Bandbreiten liegen bei 50 bis 300 Mbit/s, können aber je nach Netzauslastung schwanken. Nachteil: Viele Tarife haben Datenlimits oder drosseln nach einem bestimmten Volumen. Für Vielnutzer oder Haushalte mit mehreren Personen sollte ein unbegrenzter Tarif geprüft werden. Als Überbrückung bis zum Glasfaserausbau ist es eine gute Lösung.
Die Preise für Glasfasertarife in Neubrandenburg variieren je nach Anbieter und Bandbreite. Einstiegstarife mit 200 Mbit/s beginnen bei der Telekom typischerweise ab etwa 40 bis 50 Euro pro Monat (Stand 2025, Aktionspreise können abweichen). Gigabit-Tarife liegen meist zwischen 60 und 80 Euro monatlich. Hinzu kommen einmalige Bereitstellungsgebühren, die je nach Anbieter und Aktionslage zwischen 0 und 70 Euro liegen können. Prüfen Sie stets den Preis nach der Aktionsphase – oft steigt er nach 12 Monaten an.
In Neubaugebieten wird heute in der Regel direkt Glasfaser verlegt – das ist mittlerweile Standard bei neuen Erschließungen. Wenn Sie in einem Neubaugebiet in Neubrandenburg einziehen oder bauen, sollten Sie beim Bauträger oder der Stadt direkt nachfragen, welcher Netzbetreiber das Gebiet erschließt. Oft ist die Glasfaser bereits im Haus vorhanden, muss aber noch beim Anbieter aktiviert werden. Informieren Sie sich frühzeitig, um Wartezeiten zu vermeiden.
Ja, ein nahtloser Anbieterwechsel ist in Deutschland gesetzlich geregelt. Seit dem Telekommunikationsgesetz (TKG) 2021 ist der neue Anbieter verpflichtet, den Wechsel zu koordinieren, sodass es zu keiner oder nur einer sehr kurzen Unterbrechung kommt. In der Praxis sind kurze Unterbrechungen von wenigen Stunden bis zu einem Tag möglich. Kündigen Sie den alten Vertrag erst, wenn der neue Anschluss bestätigt ist – oder lassen Sie den neuen Anbieter den Wechsel vollständig koordinieren.
Für Homeoffice mit Videokonferenzen, Cloud-Diensten und normalem Surfen empfehlen sich mindestens 50 Mbit/s im Download und 10 Mbit/s im Upload. Wenn mehrere Personen gleichzeitig im Homeoffice arbeiten oder bandbreitenintensive Anwendungen genutzt werden, sollten es mindestens 100 Mbit/s im Download sein. Besonders wichtig ist der Upload: DSL und Kabel haben hier oft Schwächen. Glasfaser bietet symmetrische Bandbreiten und ist für Homeoffice-Nutzer die empfehlenswerteste Option.
Ja, der Glasfaserausbau in Mecklenburg-Vorpommern wird durch Bundes- und Landesmittel gefördert. Gebiete, die für einen eigenwirtschaftlichen Ausbau durch Telekommunikationsunternehmen nicht attraktiv genug sind, können über das Bundesförderprogramm 'Graue Flecken' erschlossen werden. Für Neubrandenburg bedeutet das: In Randgebieten ohne kommerzielle Ausbauplanung kann ein geförderter Ausbau beantragt werden. Informationen dazu erhalten Sie beim Landkreis Mecklenburgische Seenplatte oder direkt bei der Stadt Neubrandenburg.
Zunächst sollten Sie die tatsächliche Geschwindigkeit mit einem seriösen Speedtest (z. B. dem der Bundesnetzagentur) messen – zu verschiedenen Tageszeiten und per Kabel, nicht per WLAN. Liegt die gemessene Geschwindigkeit dauerhaft deutlich unter dem vertraglich vereinbarten Wert, haben Sie das Recht auf Abhilfe. Melden Sie das Problem schriftlich beim Anbieter. Bleibt die Situation unverändert, haben Sie nach dem TKG unter bestimmten Voraussetzungen ein Sonderkündigungsrecht. Die Bundesnetzagentur bietet dazu eine Breitbandmessung und Beratung an.
In Gebieten, wo Vodafone Kabel verfügbar ist, bietet es in der Regel höhere Downloadbandbreiten als klassisches DSL – und das oft zu ähnlichen oder günstigeren Preisen. Allerdings hat Kabel einen strukturellen Nachteil: Die Bandbreite wird mit Nachbarn im selben Kabelsegment geteilt, was in Stoßzeiten zu Schwankungen führen kann. Für reinen Download-Konsum (Streaming, Surfen) ist Kabel gut geeignet. Für Homeoffice mit hohem Upload-Bedarf ist Glasfaser die bessere Wahl. DSL ist stabiler als Kabel, aber in der Regel langsamer.
Glasfaser direkt bis in die Wohnung oder das Haus. Die schnellste und zukunftssicherste Anschlussart, da das Glasfaserkabel bis zum Endgerät des Nutzers reicht. Bietet symmetrische Bandbreiten (gleich schneller Up- und Download) und ist unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen.
Technologie zur Verbesserung von DSL-Anschlüssen über Kupferkabel. Vectoring reduziert gegenseitige Störungen zwischen Leitungen und ermöglicht höhere Bandbreiten. Super-Vectoring steigert die mögliche Geschwindigkeit auf bis zu 250 Mbit/s im Download, ist aber auf kurze Leitungslängen angewiesen.
Verteilerkasten im Straßenraum, der DSL-Signale vom Hauptverteiler zu den Haushalten weiterleitet. Die Entfernung zwischen Ihrem Haus und dem nächsten KVz bestimmt maßgeblich, welche DSL-Bandbreite bei Ihnen ankommt. Je kürzer die Distanz, desto höher die mögliche Geschwindigkeit.
Das Recht, einen laufenden Vertrag außerordentlich zu kündigen, wenn bestimmte Bedingungen eintreten – etwa wenn der Anbieter die vertraglich vereinbarte Leistung dauerhaft nicht erbringt oder wenn bei einem Umzug der Anschluss an der neuen Adresse nicht verfügbar ist. Gesetzlich im Telekommunikationsgesetz (TKG) geregelt.
Anbieter wie 1&1 oder o2 kaufen Netzkapazitäten von der Telekom und verkaufen diese unter eigenem Namen weiter. Die physische Leitung ist identisch mit einem Telekom-Direktanschluss, die technisch erreichbare Bandbreite also gleich. Unterschiede bestehen im Preis, Kundenservice und in den Vertragsbedingungen.
Internetzugang über das Mobilfunknetz (LTE oder 5G) für den stationären Heimgebrauch. Ein Router empfängt das Mobilfunksignal und verteilt es per WLAN im Haushalt. Geeignet als Alternative oder Ergänzung zu Festnetzanschlüssen, besonders in Gebieten mit schlechter DSL-Versorgung.
Gleich hohe Geschwindigkeit für Up- und Download. Bei Glasfaser (FTTH) typischerweise der Fall – z. B. 500 Mbit/s hoch- und runterladen. Bei DSL und Kabel ist der Download meist deutlich schneller als der Upload (asymmetrisch). Für Homeoffice, Videokonferenzen und Cloud-Dienste ist ein hoher Upload besonders wichtig.
Gebiete, in denen zwar ein Internetanschluss mit mindestens 30 Mbit/s vorhanden ist, aber kein Anbieter plant, innerhalb von drei Jahren Gigabit-fähige Infrastruktur (Glasfaser) auszubauen. Diese Gebiete können über das Bundesförderprogramm für den Glasfaserausbau gefördert werden.
Weitere Begriffe finden Sie in unserem DSL-Glossar.