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Internet in Potsdam

DSL, Kabel und Glasfaser in Potsdam: Welcher Anbieter liefert wo welche Geschwindigkeit — und was kostet er?

183.000 Einwohner · 5 Anbieter verfügbar

DSL- und Internet-Anbieter in Potsdam

In Potsdam sind aktuell 5 überregionale Internet-Anbieter aktiv. Die Verfügbarkeit der einzelnen Geschwindigkeitsstufen variiert je nach Stadtteil — ein Adress-Check ist Pflicht.

Anbieter Verfügbar in Potsdam Einstiegspreis
Telekom DSL Glasfaser 9,95 € Tarife →
Vodafone DSL Kabel-Internet Glasfaser 9,99 € Tarife →
o2 DSL Kabel-Internet Glasfaser 0,00 € Tarife →
1&1 DSL Glasfaser 9,99 € Tarife →
PŸUR Kabel-Internet 23,00 € Tarife →

Potsdam zählt mit rund 183.000 Einwohnern zu den am stärksten wachsenden Städten Deutschlands – und dieser Wachstumsdruck macht sich auch bei der Internetversorgung bemerkbar. Die brandenburgische Landeshauptstadt profitiert von ihrer Nähe zu Berlin, was sich in einer vergleichsweise guten Infrastruktur niederschlägt, aber auch eigene Herausforderungen mit sich bringt. Während die innerstädtischen Bereiche rund um die Innenstadt, Babelsberg und das Holländische Viertel bereits gut mit Breitband versorgt sind, kämpfen Randbezirke wie Groß Glienicke, Grube oder Teile von Marquardt noch mit spürbaren Lücken.

Beim Glasfaserausbau ist Potsdam 2025 in einer entscheidenden Phase: Die Telekom hat in mehreren Stadtteilen – darunter Teile von Babelsberg, Drewitz und dem Nördlichen Stadtgebiet – aktiv mit dem FTTH-Ausbau begonnen oder diesen bereits abgeschlossen. Parallel dazu ist PŸUR als Kabelanbieter in weiten Teilen des Stadtgebiets präsent und bietet über das Kabelnetz Geschwindigkeiten bis 1 Gbit/s an. Vodafone ist ebenfalls mit Kabelanschlüssen vertreten, allerdings mit einer etwas geringeren Flächenabdeckung als PŸUR.

DSL über die klassische Kupferleitung bleibt für viele Potsdamer Haushalte – insbesondere in Einfamilienhausgebieten und ländlicheren Ortsteilen – noch die einzige kabelgebundene Option. Die Telekom betreibt hier das dichteste Netz, ergänzt durch Vectoring und Super-Vectoring, das in gut erschlossenen Bereichen Geschwindigkeiten bis 250 Mbit/s ermöglicht. Anbieter wie o2 und 1&1 nutzen die Telekom-Infrastruktur als Vorleistungsprodukt und sind damit überall dort buchbar, wo die Telekom selbst verfügbar ist.

Besonders relevant für Potsdam: Die Stadt beherbergt mehrere Hochschulen – darunter die Universität Potsdam und das Hasso-Plattner-Institut – sowie zahlreiche Bundesbehörden und Medienunternehmen im Bereich Babelsberg. Das erzeugt einen überdurchschnittlich hohen Bedarf an stabilen, schnellen Verbindungen. Wer in Potsdam einen neuen Internetanschluss sucht, sollte die Verfügbarkeit stets adressgenaue prüfen, da die Versorgungslage von Straße zu Straße erheblich variieren kann.

Ratgeber: Hintergründe und Schritt für Schritt

Glasfaserausbau in Potsdam: Stand, Gebiete und Zeitplan

Der Glasfaserausbau in Potsdam schreitet 2025 sichtbar voran, bleibt aber noch weit von einer flächendeckenden Versorgung entfernt. Die Telekom ist derzeit der aktivste Akteur beim FTTH-Ausbau (Fiber to the Home) in der Stadt. Ausgebaut werden oder wurden zuletzt Teile von Babelsberg Nord, Drewitz, der Potsdamer Innenstadt sowie Bereiche im Nördlichen Stadtgebiet. In diesen Zonen können Haushalte bereits echte Glasfaseranschlüsse mit Geschwindigkeiten bis 1 Gbit/s buchen – sofern die Hausübergabepunkte fertiggestellt sind.

Wichtig zu verstehen: „Glasfaser verfügbar" bedeutet nicht automatisch, dass der Anschluss sofort nutzbar ist. Zwischen dem Verlegen der Leitungen im Straßenraum und der tatsächlichen Schaltung im Haus können Monate vergehen. Die Telekom kommuniziert Ausbaupläne über ihr Online-Verfügbarkeitsportal, das Sie unter Ihrer genauen Adresse abfragen sollten.

Für Stadtteile wie Groß Glienicke, Marquardt und Satzkorn – also die westlichen und nördlichen Außenbereiche Potsdams – gibt es aktuell noch keine konkreten FTTH-Ausbauzusagen der großen Anbieter. Hier greift teilweise die Bundesförderung für den Ausbau in unterversorgten Gebieten, die über den Landkreis Potsdam-Mittelmark koordiniert wird. Betroffene Haushalte sollten sich beim Stadtentwicklungsamt Potsdam nach dem aktuellen Fördergebietsstatus erkundigen.

Pÿur und Vodafone setzen beim Glasfaser-Thema in Potsdam primär auf die Aufrüstung bestehender Kabelnetze (DOCSIS 3.1), was technisch kein echtes FTTH ist, aber in der Praxis ebenfalls sehr hohe Geschwindigkeiten ermöglicht.

Kabelinternet in Potsdam: PŸUR und Vodafone im Überblick

Das Kabelnetz ist in Potsdam eine der am weitesten verbreiteten Breitbandoptionen. PŸUR – als Nachfolger von Tele Columbus – betreibt in Potsdam ein ausgedehntes Kabelnetz, das insbesondere in den Plattenbaugebieten wie Drewitz, Schlaatz und Am Stern eine sehr hohe Abdeckung erreicht. In diesen dicht besiedelten Wohngebieten ist PŸUR häufig die erste Wahl, da das Netz über Jahrzehnte in die Gebäudeinfrastruktur integriert wurde.

Vodafone ist mit seinem Kabelnetz ebenfalls in Potsdam präsent, konzentriert sich aber stärker auf die innerstädtischen und westlichen Stadtteile. Die maximalen Downloadgeschwindigkeiten liegen bei beiden Anbietern über DOCSIS 3.1 bei bis zu 1 Gbit/s, wobei die tatsächlich erreichbare Geschwindigkeit von der lokalen Netzauslastung und der Qualität der Hausverkabelung abhängt.

Ein praktischer Hinweis für Mieter: Kabelanschlüsse setzen voraus, dass das Gebäude an das Kabelnetz angeschlossen ist. In älteren Gründerzeitbauten in der Innenstadt oder in Einfamilienhäusern in Bornim oder Nedlitz ist das nicht immer der Fall. Prüfen Sie vor der Buchung, ob Ihr Vermieter bereits einen Kabelanschluss im Haus hat oder ob eine Neuinstallation notwendig wäre.

DSL-Versorgung in Potsdam: Was die Kupferleitungen noch leisten

DSL über Kupferkabel ist in Potsdam nach wie vor weit verbreitet und bleibt für viele Haushalte – insbesondere in Einfamilienhaussiedlungen und den Außenbezirken – die einzige kabelgebundene Alternative. Die Telekom betreibt das dichteste DSL-Netz und hat in vielen Stadtteilen bereits Vectoring (bis 100 Mbit/s) und Super-Vectoring (bis 250 Mbit/s) ausgerollt.

Anbieter wie o2 und 1&1 greifen auf die Telekom-Infrastruktur zurück und können DSL-Anschlüsse überall dort anbieten, wo die Telekom-Leitungen verfügbar sind. Der Preisvorteil dieser Anbieter gegenüber der Telekom ist real, allerdings sollten Sie beachten, dass bei technischen Störungen die Entstörungszeiten bei Resellern gelegentlich länger ausfallen können, da zunächst die Telekom als Netzbetreiber tätig werden muss.

In Stadtteilen mit großem Abstand zum nächsten Kabelverzweiger – etwa in Teilen von Groß Glienicke oder Grube – sind DSL-Geschwindigkeiten von 16 bis 50 Mbit/s realistisch. Wer dort auf höhere Bandbreiten angewiesen ist, sollte LTE oder 5G als Ergänzung oder Alternative in Betracht ziehen.

5G und LTE als Alternative in Potsdam

Potsdam ist 5G-technisch gut aufgestellt. Telekom, Vodafone und o2 haben ihre 5G-Netze in der Innenstadt, in Babelsberg und entlang der Hauptverkehrsachsen bereits ausgebaut. Für Haushalte, die keinen zufriedenstellenden Festnetzanschluss bekommen, bieten alle drei Anbieter sogenannte „Home Router" oder „Zuhause-Tarife" an – also LTE- oder 5G-Router, die als stationäre Internetlösung genutzt werden.

Diese Lösung ist besonders interessant für Bewohner in Groß Glienicke, Marquardt oder Satzkorn, wo die Festnetzversorgung dünn ist, die Mobilfunkabdeckung aber bereits gut funktioniert. Typische Geschwindigkeiten liegen bei 5G zwischen 100 und 400 Mbit/s im Download – in der Praxis abhängig von Standort, Uhrzeit und Netzauslastung. Für Streaming, Homeoffice und normales Surfen reicht das in der Regel aus, für sehr datenintensive Anwendungen oder mehrere gleichzeitige Nutzer kann es zu Engpässen kommen.

Ein Nachteil: Die meisten 5G-Heimtarife haben ein monatliches Datenvolumen oder drosseln nach einem bestimmten Verbrauch. Für Vielnutzer ist ein echter Festnetzanschluss langfristig die bessere Wahl.

Welche Anschlussart für welchen Stadtteil?

Die Versorgungslage in Potsdam ist kleinräumig sehr unterschiedlich. Eine grobe Orientierung:

Innenstadt, Holländisches Viertel, Nauener Vorstadt: Hier sind DSL (Telekom, o2, 1&1) und Kabel (Vodafone, PŸUR) in der Regel gut verfügbar. Glasfaser wird schrittweise ausgebaut. Prüfen Sie die Glasfaser-Verfügbarkeit der Telekom – in einigen Straßenzügen ist FTTH bereits buchbar.

Babelsberg, Babelsberg Nord: PŸUR ist hier mit dem Kabelnetz stark vertreten. Die Telekom baut Glasfaser aus. Für Mieter in Mehrfamilienhäusern ist Kabel oft die schnellste verfügbare Option.

**Drewitz, Am Stern

Checkliste vor dem Abschluss

Bevor Sie sich entscheiden, empfehlen wir die folgenden Punkte zu prüfen — dauert in der Regel 5–10 Minuten.

  • Adressgenaue Verfügbarkeitsprüfung durchführen – nicht nur Stadtteil, sondern exakte Straße und Hausnummer eingeben
  • Anschlussart klären: Ist Glasfaser, Kabel oder nur DSL an Ihrer Adresse verfügbar?
  • Hauseigentümer oder Vermieter fragen, ob das Gebäude bereits ans Kabelnetz angeschlossen ist
  • Aktuelle Glasfaser-Ausbaupläne der Telekom für Ihre Straße prüfen (Telekom-Verfügbarkeitsportal)
  • Upload-Geschwindigkeit beachten – besonders relevant für Homeoffice und Videokonferenzen
  • Vertragslaufzeit und Kündigungsfristen vergleichen: 24-Monate-Verträge vs. monatlich kündbare Tarife
  • Schalttermin frühzeitig buchen – mindestens 4 bis 6 Wochen Vorlauf einplanen
  • Bei Umzug innerhalb Potsdams: Anbieter rechtzeitig informieren und Mitnahmeoption prüfen
  • 5G-Heimtarif als Übergangslösung in Betracht ziehen, wenn Festnetz-Schaltung sich verzögert
  • Gesamtkosten vergleichen: Monatliche Rate plus einmalige Anschlusskosten und Hardwarekosten (Router)
  • Für Gewerbetreibende: Prüfen, ob ein Geschäftskundentarif mit SLA sinnvoller ist als ein Privatkundentarif
  • Förderprogramme für unterversorgte Gebiete recherchieren, falls Sie in einem Außenbezirk wohnen

Alternativen und Abgrenzung

Anbietervergleich für Potsdam

Telekom Die Telekom ist in Potsdam der Anbieter mit der breitesten Flächenabdeckung. Das DSL-Netz erreicht nahezu alle Stadtteile, inklusive der Außenbezirke. Hinzu kommt der aktive Glasfaserausbau in Teilen von Babelsberg, Drewitz und der Innenstadt. Stärken: hohe Verfügbarkeit auch in Randlagen, eigenes Netz ohne Vorleistungsabhängigkeit, guter Kundenservice mit lokalem Entstörungsdienst, Glasfaserausbau im Gange. Schwächen: Tarife sind im Vergleich zu Resellern teurer, Glasfaser noch nicht flächendeckend verfügbar, Schaltzeiten bei Neuanschlüssen können lang sein. Empfehlung: Erste Wahl für Haushalte in Außenbezirken und überall dort, wo kein Kabel verfügbar ist.

PŸUR Pÿur ist in Potsdam – insbesondere in den Plattenbaugebieten Drewitz, Am Stern und Schlaatz – der stärkste Kabelanbieter. Das Kabelnetz bietet hohe Geschwindigkeiten zu wettbewerbsfähigen Preisen. Stärken: sehr gute Abdeckung in dicht besiedelten Wohngebieten, schnelle Schaltzeiten, attraktive Preise im Kabelbereich, Geschwindigkeiten bis 1 Gbit/s. Schwächen: Netz nicht überall in Potsdam verfügbar (insbesondere Außenbezirke und Einfamilienhausgebiete), Kundendienst wird von Nutzern gelegentlich als verbesserungswürdig bewertet, kein eigenes Glasfasernetz im FTTH-Sinne. Empfehlung: Gute Wahl für Mieter in Mehrfamilienhäusern in den gut versorgten Stadtteilen.

Vodafone Vodafone ist in Potsdam sowohl mit Kabel- als auch mit Mobilfunkangeboten vertreten. Das Kabelnetz ist in der Innenstadt und in Teilen von Babelsberg präsent, aber nicht so flächendeckend wie PŸUR. Stärken: starkes 5G-Netz in der Innenstadt und Babelsberg, kombinierbare Festnetz- und Mobilfunktarife, gute Geschwindigkeiten im Kabelnetz. Schwächen: Kabelabdeckung geringer als PŸUR, Preise im mittleren bis oberen Segment, Kundendienst-Erfahrungen variieren. Empfehlung: Sinnvoll für Nutzer, die Festnetz und Mobilfunk aus einer Hand kombinieren möchten.

o2 O2 nutzt in Potsdam die Telekom-DSL-Infrastruktur als Vorleistungsprodukt und bietet eigene Tarife zu teils günstigeren Konditionen an. Stärken: günstigere Tarife als die Telekom bei gleicher Netzqualität, gute Verfügbarkeit überall dort, wo die Telekom DSL anbietet, flexible Vertragslaufzeiten. Schwächen: Entstörung dauert bei Netzproblemen länger (Telekom muss zuerst tätig werden), kein eigenes Kabelnetz in Potsdam, Glasfaser nur über Telekom-Infrastruktur. Empfehlung: Gute Wahl für preisbewusste Nutzer, die DSL benötigen und keine besonderen Anforderungen an Entstörzeiten haben.

1&1 Ähnlich wie o2 ist 1&1 in Potsdam als DSL-Reseller auf der Telekom-Infrastruktur aktiv. Stärken: attraktive Einsteigertarife, oft mit Kombi-Angeboten aus Festnetz und Mobilfunk, einfache Online-Buchung. Schwächen: gleiche Einschränkungen wie o2 bei Entstörung, kein eigenes Netz, Kundendienst wird in Nutzerbewertungen unterschiedlich beurteilt. Empfehlung: Für Nutzer geeignet, die einen unkomplizierten DSL-Anschluss zu einem fairen Preis suchen und keine besonderen Serviceansprüche haben.

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Aus unserer Redaktion

Potsdam ist eine Stadt im Wandel – und das gilt auch für die Internetinfrastruktur. Wer in den nächsten ein bis zwei Jahren in Potsdam einen Anschluss sucht, sollte die Glasfaser-Ausbaupläne der Telekom aktiv im Blick behalten. In Stadtteilen wie Drewitz, Babelsberg Nord und Teilen der Innenstadt lohnt es sich, vor einem neuen Vertragsabschluss kurz zu prüfen, ob Glasfaser an der eigenen Adresse bereits buchbar ist – oder in den nächsten Monaten verfügbar wird. Ein 24-Monats-DSL-Vertrag, der heute abgeschlossen wird, kann in einem Jahr bedeuten, dass Sie noch auf Glasfaser warten müssen, obwohl die Leitung längst in Ihrer Straße liegt.

Ein konkreter Tipp für Potsdamer Mieter in Mehrfamilienhäusern: Sprechen Sie Ihren Vermieter oder die Hausverwaltung aktiv auf den Glasfaserausbau an. Hauseigentümer können mit der Telekom oder anderen Anbietern Kooperationsvereinbarungen für die Hauseinführung treffen – das beschleunigt die Verfügbarkeit für alle Mieter im Gebäude erheblich. Wer in einem Neubaugebiet wie Krampnitz einzieht, sollte beim Bauträger explizit nach dem Glasfaseranschluss fragen, da dort häufig direkt FTTH verlegt wird. Nutzen Sie diese Chance – ein Glasfaseranschluss im Neubau ist langfristig die zukunftssicherste Entscheidung.

Häufige Fragen

Ist Glasfaser in Potsdam bereits flächendeckend verfügbar?

Nein, Glasfaser ist in Potsdam 2025 noch nicht flächendeckend verfügbar. Die Telekom baut aktiv in Teilen von Babelsberg, Drewitz und der Innenstadt aus. In einigen Straßenzügen dieser Stadtteile können Sie bereits einen FTTH-Anschluss buchen. In Außenbezirken wie Groß Glienicke, Marquardt oder Satzkorn gibt es hingegen noch keine konkreten Ausbauzusagen. Prüfen Sie die Verfügbarkeit immer adressgenau über das Telekom-Verfügbarkeitsportal, da die Versorgungslage von Straße zu Straße stark variiert.

Welcher Internetanbieter ist in Potsdam am besten?

Eine pauschale Antwort gibt es hier nicht – es hängt stark von Ihrem Stadtteil und Ihren Anforderungen ab. In Plattenbaugebieten wie Drewitz oder Am Stern ist PŸUR mit dem Kabelnetz oft die schnellste und günstigste Option. In Außenbezirken und Einfamilienhausgebieten ist die Telekom meist der einzige kabelgebundene Anbieter. Für preisbewusste DSL-Nutzer sind o2 und 1&1 interessante Alternativen. Vodafone punktet mit kombinierten Festnetz-Mobilfunk-Angeboten. Prüfen Sie zuerst die Verfügbarkeit an Ihrer Adresse, dann vergleichen Sie die Tarife.

Wie lange dauert die Schaltung eines neuen Internetanschlusses in Potsdam?

Das hängt von der Anschlussart ab. DSL-Anschlüsse werden in der Regel innerhalb von 2 bis 4 Wochen geschaltet. Kabelanschlüsse bei PŸUR oder Vodafone sind oft in 1 bis 3 Wochen verfügbar, sofern das Gebäude bereits angeschlossen ist. Glasfaser-Neuanschlüsse dauern am längsten: Wenn noch keine Hauseinführung vorhanden ist, können 6 bis 12 Wochen oder mehr vergehen. Planen Sie daher immer mit ausreichend Vorlauf – besonders bei einem Umzug.

Kann ich meinen Internetvertrag bei einem Umzug innerhalb Potsdams kündigen?

Nicht automatisch. Bei einem Umzug innerhalb Potsdams haben Sie zunächst das Recht, Ihren Anbieter zur Mitnahme des Anschlusses aufzufordern. Ist der Anbieter an der neuen Adresse nicht verfügbar, können Sie den Vertrag außerordentlich kündigen – das ist durch § 60 TKG geregelt. Informieren Sie Ihren Anbieter so früh wie möglich über den Umzug, idealerweise 4 bis 6 Wochen vorher, und klären Sie die Verfügbarkeit an der neuen Adresse vorab.

Ist PŸUR in ganz Potsdam verfügbar?

Nein. PŸUR ist in Potsdam vor allem in den dicht besiedelten Wohngebieten wie Drewitz, Am Stern, Schlaatz und Teilen von Babelsberg stark vertreten. In Einfamilienhaussiedlungen, der historischen Innenstadt und den Außenbezirken ist das Kabelnetz von PŸUR oft nicht verfügbar. Prüfen Sie die Verfügbarkeit über die PŸUR-Website mit Ihrer genauen Adresse, bevor Sie einen Vertrag abschließen.

Welche Internetoptionen gibt es in Groß Glienicke?

Groß Glienicke ist ein Außenbezirk Potsdams mit eingeschränkter Festnetzversorgung. DSL über die Telekom ist verfügbar, allerdings mit teils niedrigeren Geschwindigkeiten als in der Innenstadt. Kabelinternet ist in der Regel nicht flächendeckend verfügbar. Als Alternative bietet sich ein 5G- oder LTE-Heimtarif an – Telekom, Vodafone und o2 haben die Mobilfunkabdeckung in diesem Bereich ausgebaut. Für Haushalte mit hohem Datenbedarf ist ein LTE-Heimrouter eine praktikable Übergangslösung, bis der Glasfaserausbau diese Gebiete erreicht.

Gibt es in Potsdam günstige Internettarife für Studenten?

Spezielle Studententarife gibt es von den Anbietern nicht explizit, aber es gibt günstige Einstiegstarife, die sich für Studenten eignen. PŸUR und Vodafone bieten im Kabelbereich attraktive Einstiegspreise. O2 und 1&1 haben günstige DSL-Tarife mit 24-Monats-Laufzeit. Für WG-Situationen empfiehlt sich ein Kabelanschluss mit hoher Bandbreite, die auf mehrere Nutzer aufgeteilt werden kann. Wer nur kurz in Potsdam wohnt, sollte einen monatlich kündbaren Tarif oder einen 5G-Heimtarif in Betracht ziehen.

Wie schnell ist das Internet in Potsdam im Durchschnitt?

Das variiert stark je nach Stadtteil und Anschlussart. In gut versorgten Gebieten mit Kabel oder Glasfaser sind 250 bis 1.000 Mbit/s im Download erreichbar. In DSL-versorgten Gebieten mit Vectoring sind 50 bis 100 Mbit/s realistisch, mit Super-Vectoring bis zu 250 Mbit/s. In Außenbezirken mit älteren DSL-Leitungen können die Geschwindigkeiten auf 16 bis 50 Mbit/s sinken. Die tatsächlich erreichbare Geschwindigkeit hängt außerdem von der Qualität der Hausinstallation und der Netzauslastung ab.

Lohnt sich ein 5G-Heimtarif in Potsdam?

In Gebieten mit guter 5G-Abdeckung – also der Innenstadt, Babelsberg und entlang der Hauptverkehrsachsen – ist ein 5G-Heimtarif eine echte Alternative zum Festnetz. Typische Geschwindigkeiten liegen zwischen 100 und 400 Mbit/s im Download. Nachteile: Die meisten Tarife haben ein monatliches Datenvolumen oder drosseln nach einem Verbrauchslimit, und die Latenz ist höher als bei Glasfaser. Für Außenbezirke mit schlechter Festnetzversorgung ist 5G/LTE oft die beste verfügbare Option. Als Übergangslösung während einer Schaltungsverzögerung ist ein 5G-Heimrouter sehr praktisch.

Kann ich in Potsdam den Anbieter wechseln, ohne meinen alten Vertrag selbst zu kündigen?

Ja, seit der TKG-Reform 2021 koordiniert der neue Anbieter den Anbieterwechsel in der Regel selbst. Sie müssen den alten Vertrag nicht zwingend separat kündigen, wenn Sie den Wechselprozess beim neuen Anbieter anstoßen. Der neue Anbieter informiert den alten über den Wechsel. Achten Sie darauf, dass der Wechseltermin mit dem Ende Ihrer Mindestvertragslaufzeit übereinstimmt, um keine Doppelzahlungen zu verursachen. Bei Unsicherheiten empfiehlt sich eine schriftliche Kündigung beim alten Anbieter zur Sicherheit.

Welche Anbieter sind in Neubaugebieten in Potsdam verfügbar?

In Neubaugebieten – etwa in Teilen von Krampnitz, wo ein großes Stadtentwicklungsprojekt läuft – wird häufig direkt Glasfaser verlegt. Die Telekom ist in solchen Projekten oft als Infrastrukturpartner eingebunden. Prüfen Sie bei einem Neubau oder Einzug in ein neu erschlossenes Gebiet frühzeitig, welche Anbieter dort aktiv sind. Manchmal gibt es in Neubaugebieten exklusive Kooperationen mit einem Anbieter für die erste Erschließungsphase. Fragen Sie beim Bauträger oder der Hausverwaltung nach.

Was kostet ein Internetanschluss in Potsdam monatlich?

Die Preise variieren je nach Anschlussart, Geschwindigkeit und Anbieter. DSL-Tarife (50–100 Mbit/s) beginnen bei rund 25 bis 35 Euro pro Monat bei Resellern wie o2 oder 1&1. Kabelanschlüsse bei PŸUR oder Vodafone liegen für 250–500 Mbit/s bei etwa 30 bis 45 Euro. Glasfasertarife der Telekom starten bei rund 40 Euro für 100 Mbit/s und gehen bis über 60 Euro für 1 Gbit/s. Hinzu kommen einmalige Anschlusskosten und gegebenenfalls Routerkosten. Aktionspreise sind häufig nur für die ersten 12 bis 24 Monate gültig – achten Sie auf den Preis nach der Aktionsphase.

Gibt es in Potsdam Förderprogramme für schnelles Internet?

Ja, für unterversorgte Gebiete in Potsdam und dem Umland gibt es Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene. Haushalte in Gebieten, die als unterversorgt gelten (weniger als 30 Mbit/s verfügbar), können unter Umständen von gefördertem Glasfaserausbau profitieren. Die Koordination läuft über den Landkreis Potsdam-Mittelmark und die Stadt Potsdam. Informieren Sie sich beim Stadtentwicklungsamt Potsdam oder auf den Seiten des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr über aktuelle Fördergebiete und Antragsverfahren.

Wie gut ist die Internetversorgung im Bereich des Hasso-Plattner-Instituts und der Universität Potsdam?

Die Bereiche rund um das Hasso-Plattner-Institut in Babelsberg und die Universitätsstandorte (Golm, Neues Palais, Innenstadt) sind in der Regel gut mit Breitband versorgt. In Babelsberg ist PŸUR mit dem Kabelnetz stark vertreten, die Telekom baut Glasfaser aus. In Golm, das eher am Stadtrand liegt, ist DSL die Hauptoption, ergänzt durch Mobilfunk. Studierende, die in der Nähe der Uni-Standorte wohnen, sollten die Verfügbarkeit adressgenau prüfen, da die Versorgung je nach Wohnlage variiert.

Was passiert, wenn mein Internetanschluss in Potsdam gestört ist?

Bei einer Störung wenden Sie sich zunächst an den Kundendienst Ihres Anbieters – telefonisch oder über die App. Reseller wie o2 und 1&1 müssen bei Netzproblemen zunächst die Telekom als Netzbetreiber einschalten, was die Entstörungszeit verlängern kann. Die gesetzliche Entstörungsfrist beträgt in der Regel 2 Werktage, bei Geschäftskundentarifen mit SLA oft weniger. Dokumentieren Sie Störungen schriftlich – bei längeren Ausfällen haben Sie unter Umständen Anspruch auf eine anteilige Gutschrift der Monatsgebühr.

Fachbegriffe kurz erklärt

FTTH (Fiber to the Home)

Glasfaseranschluss, bei dem die Glasfaserleitung direkt bis in die Wohnung oder das Haus geführt wird. Ermöglicht symmetrische Geschwindigkeiten bis 1 Gbit/s und mehr. In Potsdam aktuell nur in ausgewählten Stadtteilen verfügbar.

DOCSIS 3.1

Übertragungsstandard für Kabelinternet, der Geschwindigkeiten bis zu 1 Gbit/s im Download ermöglicht. Wird von PŸUR und Vodafone in Potsdam eingesetzt. Technisch kein echtes Glasfasernetz, aber in der Praxis sehr leistungsfähig.

Vectoring / Super-Vectoring

Technologie zur Verbesserung der DSL-Übertragung über Kupferkabel. Vectoring ermöglicht bis zu 100 Mbit/s, Super-Vectoring bis zu 250 Mbit/s. Voraussetzung ist ein moderner Kabelverzweiger in der Nähe des Haushalts.

Außerordentliches Kündigungsrecht (§ 60 TKG)

Gesetzliches Recht, einen Internetvertrag ohne Einhaltung der regulären Kündigungsfrist zu beenden, wenn der Anbieter den Anschluss an einer neuen Adresse (z.B. nach einem Umzug) nicht bereitstellen kann.

5G-Heimtarif

Stationärer Internetzugang über das 5G-Mobilfunknetz, realisiert durch einen festen Router zu Hause. Alternative zum Festnetzanschluss, besonders in Gebieten mit schlechter DSL- oder Kabelversorgung. Meist mit Datenlimit oder Drosselung nach Verbrauch.

Vorleistungsprodukt

Wenn Anbieter wie o2 oder 1&1 die Netzinfrastruktur der Telekom nutzen, um eigene DSL-Tarife anzubieten, spricht man von einem Vorleistungsprodukt. Der Endkunde profitiert von günstigeren Preisen, ist aber bei Störungen indirekt von der Entstörungsgeschwindigkeit der Telekom abhängig.

SLA (Service Level Agreement)

Vertraglich vereinbarte Qualitäts- und Reaktionszeitgarantien, die vor allem in Geschäftskundentarifen angeboten werden. Definiert z.B. maximale Entstörungszeiten. Im Privatkundenbereich in der Regel nicht enthalten.

Kabelverzweiger (KVz)

Grauer Verteilerkasten im Straßenraum, von dem aus DSL-Leitungen zu den einzelnen Haushalten führen. Je kürzer die Kupferleitung zwischen KVz und Haushalt, desto höher die erreichbare DSL-Geschwindigkeit. Relevant für die Verfügbarkeit von Vectoring und Super-Vectoring.

Weitere Begriffe finden Sie in unserem DSL-Glossar.

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