📞 0611 / 94918031 (kostenlos, Mo-Fr 9–17 Uhr)
d dslvertrag.de
Start · Themen · DSL-Anschluss: Tarife, Technik, Verfügbarkeit

DSL-Anschluss: Tarife, Technik, Verfügbarkeit

DSL ist die meistverbreitete Internet-Technologie in Deutschland — verfügbar an fast jeder Adresse. Hier alle aktuellen DSL-Tarife unserer 4 DSL-Anbieter.

DSL in Deutschland: Was Sie 2025 wirklich wissen müssen

DSL steht für Digital Subscriber Line — und beschreibt eine Technologie, die seit über 25 Jahren das Rückgrat der deutschen Internetversorgung bildet. Was einst mit 768 Kbit/s begann, liefert heute per Super-Vectoring bis zu 250 Mbit/s über dieselbe Kupferdoppelader, die ursprünglich für Telefongespräche verlegt wurde. Kein anderer Anschlusstyp erreicht in Deutschland eine vergleichbare Flächendeckung.

Für wen ist DSL die richtige Wahl?

DSL ist besonders dann sinnvoll, wenn an Ihrer Adresse kein Kabelanschluss verfügbar ist oder Sie bewusst auf die etablierte Telefonleitungs-Infrastruktur setzen möchten. Typische DSL-Nutzer sind Haushalte in ländlichen und kleinstädtischen Gebieten, Mieter in Altbauten ohne Kabelinfrastruktur sowie Personen, die Wert auf eine zuverlässige, gut dokumentierte Technologie legen. Aber auch in Großstädten bleibt DSL für viele Haushalte erste Wahl — etwa wenn der Vermieter keinen Kabelanschluss erlaubt oder der Glasfaserausbau am Standort noch aussteht.

Die Marktrealität 2025

Der DSL-Markt ist 2025 weitgehend konsolidiert. Die Telekom betreibt das größte eigene Kupfernetz und bietet über ihr MagentaZuhause-Portfolio Geschwindigkeiten bis 250 Mbit/s an. Vodafone, 1&1 und o2 nutzen die Telekom-Infrastruktur als Vorleistungsprodukt (Resale oder Entbündelung) und ergänzen das Angebot mit eigenen Tarifen und Preismodellen. Das bedeutet für Sie: Die physische Leitung ist in vielen Fällen identisch — der Unterschied liegt im Preis, im Service und in den Vertragsbedingungen.

Gleichzeitig schreitet der Glasfaserausbau voran. Wo FTTH (Fiber to the Home) verfügbar ist, empfehlen wir einen Wechsel zu prüfen. Doch für die Mehrheit der deutschen Haushalte bleibt DSL auf absehbare Zeit die praktische Realität — und mit Super-Vectoring ist die Technologie für die meisten Alltagsanwendungen mehr als ausreichend.

Was dieser Bereich leistet

Auf dieser Seite finden Sie alle aktuellen DSL-Tarife unserer vier DSL-Anbieter, aufbereitet nach Geschwindigkeitsklasse, Preis und Vertragslaufzeit. Ergänzend dazu erklären wir die technischen Hintergründe, zeigen Ihnen, worauf Sie beim Tarifvergleich achten sollten, und beantworten die wichtigsten Fragen rund um Anschluss, Kündigung und Wechsel.

Das spricht für unsere Empfehlung

  • DSL: bundesweit verfügbar an >95 % aller Adressen
  • Geschwindigkeiten 16 – 250 Mbit/s (Super-Vectoring)
  • Etabliertes Format — stabile Preise, stabile Technik
  • 4 DSL-Anbieter mit aktuellen Aktionen

Unsere Tarif-Empfehlungen (12)

Redaktionell gefiltert auf Ihren Bedarf — sortiert in unserer Empfehlungs-Reihenfolge.

# Anbieter / Tarif Speed Aktionspreis Normalpreis Anschluss
1
o2 📞 DSL
o2 Home S DSL
50/10 Mbit/s
0,00 €
⏱ 6 Monate
24,99 €
ab Monat 7
39,99 €
Bereitstellungspreis
Details Bestellen →
2
o2 📞 DSL
o2 Home M DSL
100/40 Mbit/s
0,00 €
⏱ 6 Monate
29,99 €
ab Monat 7
39,99 €
Bereitstellungspreis
Details Bestellen →
3
Telekom 📞 DSL
MagentaZuhause S
🎁 100 € Routergutschrift
16/2,4 Mbit/s
9,95 €
⏱ 3 Monate
38,95 €
ab Monat 4
69,95 €
Bereitstellungspreis
Details Bestellen →
4
Telekom 📞 DSL
MagentaZuhause M
🎁 200 € + 45 € Cashback Gutschrift & Cashback
50/10 Mbit/s
9,95 €
⏱ 3 Monate
43,95 €
ab Monat 4
69,95 €
Bereitstellungspreis
Details Bestellen →
5
Telekom 📞 DSL
MagentaZuhause L
🎁 200 € + 240 € Cashback Gutschrift & Cashback
100/40 Mbit/s
9,95 €
⏱ 3 Monate
48,95 €
ab Monat 4
69,95 €
Bereitstellungspreis
Details Bestellen →
6
Telekom 📞 DSL
MagentaZuhause XL
🎁 200 € + 195 € Cashback Gutschrift & Cashback
250/40 Mbit/s
9,95 €
⏱ 3 Monate
55,95 €
ab Monat 4
69,95 €
Bereitstellungspreis
Details Bestellen →
7
Vodafone 📞 DSL
Red Internet & Phone 16 DSL
16/2,4 Mbit/s
9,99 €
⏱ 6 Monate
19,99 €
ab Monat 7
39,99 €
Bereitstellungspreis
Details Bestellen →
8
1&1 📞 DSL
1&1 DSL 16
🎁 50 € Startguthaben*
16/1 Mbit/s
9,99 €
⏱ 10 Monate
34,99 €
ab Monat 11
49,99 €
Bereitstellungspreis
Details Bestellen →
9
1&1 📞 DSL
1&1 DSL 50
🎁 50 € Startguthaben*
50/10 Mbit/s
9,99 €
⏱ 10 Monate
36,99 €
ab Monat 11
49,99 €
Bereitstellungspreis
Details Bestellen →
10
1&1 📞 DSL
1&1 DSL 100
🎁 50 € Startguthaben*
100/40 Mbit/s
9,99 €
⏱ 10 Monate
39,99 €
ab Monat 11
49,99 €
Bereitstellungspreis
Details Bestellen →
11
1&1 📞 DSL
1&1 DSL 250
🎁 50 € Startguthaben*
250/40 Mbit/s
9,99 €
⏱ 10 Monate
44,99 €
ab Monat 11
49,99 €
Bereitstellungspreis
Details Bestellen →
12
o2 📞 DSL
o2 Home L DSL
250/40 Mbit/s
9,99 €
⏱ 6 Monate
39,99 €
ab Monat 7
39,99 €
Bereitstellungspreis
Details Bestellen →

Worauf wir bei der Auswahl achten

Verfügbarkeit

DSL nutzt die Telefonleitung — fast jede Adresse ist erreichbar.

Geschwindigkeitsklassen

DSL 16 (16/2,4), DSL 50 (50/10), VDSL 100 (100/40), Super-Vectoring 250 (250/40).

Festnetz inklusive

DSL-Tarife enthalten meist eine Festnetz-Flatrate — separates Telefon-Anschluss-Entgelt entfällt.

Ratgeber: Hintergründe und Schritt für Schritt

DSL-Technik verständlich erklärt

DSL überträgt Daten über die klassische Kupfer-Telefonleitung — genauer gesagt über das sogenannte Ortsnetz, das von der Vermittlungsstelle (dem DSLAM) bis zur Telefondose in Ihrer Wohnung reicht. Entscheidend für die erreichbare Geschwindigkeit ist dabei vor allem die Leitungslänge: Je kürzer der Weg zwischen Ihrer Wohnung und dem nächsten DSLAM, desto höher die mögliche Datenrate. Bei VDSL und Super-Vectoring wurden deshalb zusätzliche Kabelverzweiger (KVz) mit aktiver Technik ausgestattet — sogenannte VDSL-Kabelverzweiger oder Street Cabinets — um die effektive Leitungslänge zu verkürzen.

Die wichtigsten DSL-Varianten im Überblick:

ADSL2+ liefert bis zu 16 Mbit/s im Download und 2,4 Mbit/s im Upload. Diese Variante ist technisch veraltet, aber an Adressen mit langen Leitungswegen oft die einzig verfügbare Option. Für Streaming in HD, Videokonferenzen und normales Surfen reicht sie aus — für mehrere gleichzeitige Nutzer oder 4K-Streaming wird es eng.

VDSL2 erreicht 50 bis 100 Mbit/s im Download. Die Technik nutzt höhere Frequenzbereiche und erfordert kürzere Leitungswege. 100 Mbit/s sind für die meisten Zwei- bis Vier-Personen-Haushalte komfortabel.

Super-Vectoring (VDSL2 mit Vectoring) ist die aktuelle Spitze der DSL-Technologie und liefert bis zu 250 Mbit/s im Download bei 40 Mbit/s im Upload. Vectoring reduziert elektromagnetische Störungen zwischen benachbarten Leitungen (Übersprechen) und verbessert so die Signalqualität erheblich. Voraussetzung: Die Telekom oder ein anderer Anbieter muss Super-Vectoring an Ihrem Kabelverzweiger aktiviert haben.

Wie die Verfügbarkeitsprüfung funktioniert

Bevor Sie einen DSL-Tarif abschließen, sollten Sie immer eine Verfügbarkeitsprüfung durchführen — und zwar beim konkreten Anbieter, nicht nur bei einem allgemeinen Checker. Der Grund: Die tatsächlich erreichbare Geschwindigkeit hängt von der Leitungsqualität an Ihrer spezifischen Adresse ab, nicht nur von der theoretischen Ausbaustufe im Gebiet.

Bei der Verfügbarkeitsprüfung geben Sie Ihre Adresse und idealerweise Ihre Rufnummer ein. Das System gleicht Ihre Daten mit dem Leitungskataster ab und gibt eine Prognose für die erreichbare Geschwindigkeit aus. Wichtig: Diese Angabe ist eine Schätzung. Im Vertrag steht in der Regel eine Mindestgeschwindigkeit, eine normalerweise erreichbare Geschwindigkeit und eine maximale Geschwindigkeit — gemäß den Transparenzanforderungen der Bundesnetzagentur.

Seit dem Telekommunikationsgesetz 2021 (TKG 2021) haben Sie das Recht, den Vertrag zu kündigen oder eine Preisminderung zu verlangen, wenn die tatsächliche Geschwindigkeit dauerhaft unter die vertraglich zugesicherte Mindestgeschwindigkeit fällt. Die Bundesnetzagentur stellt dafür das offizielle Messtool „Breitbandmessung" bereit.

Schritt für Schritt: DSL-Tarif abschließen

Schritt 1 — Bedarf ermitteln: Überlegen Sie, wie viele Personen gleichzeitig das Internet nutzen und welche Anwendungen im Vordergrund stehen. Zwei Personen mit gelegentlichem Streaming kommen mit 50 Mbit/s gut aus. Vier Personen mit Homeoffice, Gaming und 4K-Streaming sollten mindestens 100 Mbit/s anstreben.

Schritt 2 — Verfügbarkeit prüfen: Prüfen Sie bei den einzelnen Anbietern, welche Geschwindigkeiten an Ihrer Adresse verfügbar sind. Notieren Sie die Mindestgeschwindigkeit, die im Vertrag garantiert wird.

Schritt 3 — Tarife vergleichen: Achten Sie nicht nur auf den monatlichen Preis, sondern auch auf den Anschlusspreis (einmalig), eventuelle Router-Kosten, die Vertragslaufzeit (12 oder 24 Monate) und die Preisgarantie. Viele Anbieter bieten Aktionspreise, die nach 12 Monaten auf den Normalpreis steigen.

Schritt 4 — Wechselprozess verstehen: Seit dem TKG 2021 ist der Anbieterwechsel deutlich einfacher geworden. Der neue Anbieter koordiniert den Wechsel — Sie müssen Ihren alten Vertrag nicht mehr selbst kündigen, wenn Sie zu einem anderen DSL-Anbieter wechseln. Der neue Anbieter übernimmt die Kündigung beim alten Anbieter, sofern Sie das beauftragen. Achten Sie auf die Mindestvertragslaufzeit Ihres bestehenden Vertrags.

Schritt 5 — Router und Einrichtung: Die meisten DSL-Anbieter stellen einen Router zur Verfügung — entweder zur Miete (monatliche Gebühr) oder als Kaufoption. Alternativ können Sie einen eigenen Router verwenden; der Anbieter muss Ihnen die nötigen Zugangsdaten (PPPoE-Zugangsdaten) mitteilen. Eine FRITZ!Box ist für DSL-Anschlüsse eine bewährte Wahl.

Preisstruktur und versteckte Kosten

DSL-Tarife werden meist mit einem attraktiven Aktionspreis beworben. Achten Sie auf folgende Kostenpositionen:

  • Monatlicher Grundpreis: Gilt oft nur für die ersten 12 Monate, danach steigt der Preis auf den Normalpreis. Beispiel: 19,99 €/Monat für Monate 1–12, danach 39,99 €/Monat.
  • Anschlusspreis / Bereitstellungsentgelt: Einmalig, meist zwischen 0 und 69,95 €. Oft in Aktionen erlassen.
  • Router-Miete: Zwischen 3 und 10 €/Monat, falls kein Kauf gewählt wird.
  • Mindestvertragslaufzeit: Standard sind 24 Monate, zunehmend auch 12 Monate verfügbar — meist zu einem etwas höheren monatlichen Preis.
  • Kündigungsfrist: In der Regel einen Monat zum Ende der Mindestlaufzeit; danach läuft der Vertrag monatlich kündbar weiter.

Rechtliche Rahmenbedingungen: Was Sie wissen müssen

Das Telekommunikationsgesetz 2021 hat die Verbraucherrechte bei DSL-Verträgen erheblich gestärkt. Die wichtigsten Punkte:

Geschwindigkeitsgarantie: Anbieter müssen eine Mindestgeschwindigkeit, eine normalerweise verfügbare Geschwindigkeit und eine maximale Geschwindigkeit im Vertrag ausweisen. Wird die Mindestgeschwindigkeit dauerhaft unterschritten, haben Sie Anspruch auf Preisminderung oder außerordentliche Kündigung.

Wechselerleichterung: Der aufnehmende Anbieter koordiniert den Wechsel. Unterbrechungen beim Wechsel sollen auf maximal einen Werktag begrenzt werden.

Preiserhöhungen: Erhöht der Anbieter den monatlichen Preis, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht — Sie können den Vertrag innerhalb von drei Monaten nach Bekanntgabe der Erhöhung außerordentlich kündigen.

Umzug: Bei einem Umzug ist der Anbieter verpflichtet, den Anschluss am neuen Wohnort fortzuführen, sofern technisch möglich. Ist das nicht möglich, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht.

DSL-Infrastruktur: Wer baut, wer betreibt?

Die Telekom betreibt das größte DSL-Netz in Deutschland und ist als Eigentümer der Leitungen verpflichtet, anderen Anbietern Zugang zu gewähren (regulierter Netzzugang). Vodafone, 1&1 und o2 nutzen diese Infrastruktur entweder über Resale (sie kaufen fertige DSL-Produkte von der Telekom) oder über Entbündelung (sie schalten eigene Technik in Telekom-Vermittlungsstellen). Das erklärt, warum die technische Leistung oft ähnlich ist, die Preise und der Service aber deutlich variieren können.

DSL und Glasfaser: Wo liegt der Unterschied, und wann lohnt sich der Wechsel?

DSL und Glasfaser werden im Alltag häufig in einem Atemzug genannt, sind technisch aber grundverschieden. Bei DSL-Anschlüssen fließen die Daten auf dem letzten Abschnitt – also von der Vermittlungsstelle oder dem Kabelverzweiger bis zu Ihrer Haustür – über das klassische Kupferkabelnetz der Telefoninfrastruktur. Glasfaser hingegen überträgt Signale als Lichtimpulse durch Glasfaserkabel, was deutlich höhere Bandbreiten und stabilere Latenzen ermöglicht.

Die entscheidende Frage ist, wie weit die Glasfaser tatsächlich reicht. Beim sogenannten FTTC-Modell (Fibre to the Curb) endet das Glasfaserkabel am Kabelverzweiger, der letzte Meter bis zur Wohnung bleibt Kupfer – das ist technisch gesehen noch DSL, auch wenn Anbieter es manchmal als „Glasfaser-nah" vermarkten. Echte Glasfaser im Sinne von FTTH (Fibre to the Home) reicht bis in die Wohnung und bietet symmetrische Geschwindigkeiten von 200 Mbit/s bis zu 1 Gbit/s oder mehr.

Für die meisten Haushalte mit einem bis drei Personen und normalem Streaming- und Videokonferenz-Bedarf ist ein moderner VDSL2-Anschluss mit Super-Vectoring (bis zu 250 Mbit/s) in der Praxis ausreichend. Kritisch wird es bei mehreren gleichzeitigen 4K-Streams, intensivem Homeoffice mit großen Dateiübertragungen oder wenn mehrere Personen dauerhaft hohe Bandbreite beanspruchen. Wer in einem Neubaugebiet lebt oder einen Glasfaserausbau in seiner Straße erlebt, sollte die Verfügbarkeit aktiv prüfen: Glasfaser-Tarife sind oft nur geringfügig teurer als hochwertige DSL-Tarife, bieten aber deutlich mehr Zukunftssicherheit.

Ein praktischer Hinweis: Wenn Sie aktuell einen laufenden DSL-Vertrag haben und Glasfaser in Ihrer Straße verfügbar wird, prüfen Sie, ob Ihr Anbieter einen vorzeitigen Wechsel ohne Vertragsstrafe ermöglicht. Einige Anbieter – darunter die Telekom und 1&1 – bieten in solchen Fällen kulante Regelungen an, da sie selbst ein Interesse am Glasfaserausbau haben.


Störungen und Entstörung: Ihre Rechte und der richtige Ablauf

Ein DSL-Anschluss, der plötzlich langsam wird oder komplett ausfällt, ist ärgerlich – aber es gibt klare Regeln, wie Anbieter reagieren müssen und welche Rechte Sie als Kunde haben. Seit der Novelle des Telekommunikationsgesetzes (TKG 2021) sind die Pflichten der Anbieter bei Störungen deutlich konkreter gefasst.

Im ersten Schritt sollten Sie prüfen, ob das Problem auf Ihrer Seite liegt: Starten Sie den Router neu, kontrollieren Sie die Kabelverbindungen und testen Sie, ob andere Geräte im Netzwerk ebenfalls betroffen sind. Viele Anbieter stellen auf ihrer Website oder in ihrer App eine Störungskarte bereit, auf der aktuelle Netzausfälle in Ihrer Region angezeigt werden. Liegt eine bekannte Netzstörung vor, erübrigt sich ein Anruf beim Kundenservice.

Wenn die Störung auf Anbieterseite liegt und nicht innerhalb von einem Werktag behoben wird, haben Sie das Recht, eine Entstörung zu verlangen. Anbieter sind verpflichtet, Ihnen einen konkreten Entstörungstermin zu nennen. Dauert die Störung länger als zwei Werktage an, können Sie laut TKG eine Minderung der monatlichen Grundgebühr für die Ausfallzeit geltend machen. Die genaue Berechnung: Pro Tag Ausfall wird der anteilige Tagespreis des Tarifs erstattet.

Wichtiger praktischer Hinweis: Dokumentieren Sie Störungen schriftlich – per E-Mail oder über das Kontaktformular des Anbieters. Telefonische Meldungen sind schwerer nachzuweisen. Wenn ein Techniker vor Ort nötig ist und die Störung sich als hausinternes Problem herausstellt (zum Beispiel ein defektes Kabel hinter der Telefondose), können Anbieter Technikerkosten in Rechnung stellen. Diese Kosten müssen im Vertrag transparent ausgewiesen sein; übliche Beträge liegen zwischen 60 und 120 Euro.

Bei anhaltenden Problemen, die der Anbieter nicht löst, können Sie sich an die Bundesnetzagentur wenden. Dort gibt es ein kostenloses Schlichtungsverfahren, das viele Streitigkeiten ohne Gerichtsweg löst.


Mehrere Geräte, ein Anschluss: Heimnetzwerk und Router richtig einrichten

Ein DSL-Anschluss versorgt heute selten nur einen einzelnen Computer – typischerweise hängen Smartphones, Tablets, Smart-TVs, Spielekonsolen und Smart-Home-Geräte gleichzeitig am Netz. Damit das reibungslos funktioniert, kommt es auf die richtige Konfiguration des Heimnetzwerks an.

Der Router ist das Herzstück: Er empfängt das DSL-Signal, wandelt es in ein lokales Netzwerk um und verteilt die Bandbreite an alle verbundenen Geräte. Die meisten Anbieter stellen einen Mietrouter zur Verfügung – bei der Telekom ist das die Speedbox oder die Fritz!Box im Telekom-Design, bei 1&1 und o2 ebenfalls Fritz!Box-Modelle, bei Vodafone die EasyBox oder eine Fritz!Box. Diese Geräte sind für den jeweiligen Anschluss vorkonfiguriert und erleichtern die Einrichtung erheblich.

Wer einen eigenen Router verwenden möchte, hat dazu das gesetzliche Recht (Routerfreiheit seit 2016). Allerdings müssen Sie in diesem Fall die Zugangsdaten (Benutzername und Passwort für die PPPoE-Einwahl) selbst eintragen. Diese Daten erhalten Sie von Ihrem Anbieter; bei der Telekom sind es feste Zugangsdaten, bei anderen Anbietern wird der Benutzername häufig aus der Rufnummer gebildet.

Für ein stabiles Heimnetzwerk gilt: Geräte, die hohe und konstante Bandbreite benötigen – etwa ein Smart-TV für 4K-Streaming oder ein Desktop-PC im Homeoffice – sollten wenn möglich per LAN-Kabel angebunden werden. WLAN ist komfortabler, aber anfälliger für Interferenzen durch Nachbarnetzwerke oder bauliche Hindernisse. Moderne Router unterstützen WLAN 6 (802.11ax), das in dicht besiedelten Umgebungen deutlich stabiler arbeitet als ältere Standards. Wenn die WLAN-Abdeckung in der Wohnung nicht ausreicht, helfen Mesh-Systeme oder WLAN-Repeater, die das Signal in entfernte Räume verlängern.


DSL-Anschluss kündigen: Fristen, Sonderkündigungsrecht und Anbieterwechsel

Ein DSL-Vertrag läuft in der Regel 24 Monate, danach verlängert er sich automatisch um jeweils einen Monat, sofern Sie nicht kündigen. Die Kündigungsfrist beträgt nach der TKG-Reform 2021 einheitlich einen Monat zum Ende der Mindestvertragslaufzeit – eine wichtige Verbesserung gegenüber der früheren Drei-Monats-Frist. Das bedeutet: Wenn Ihr Vertrag am 31. März ausläuft, müssen Sie spätestens am 28. Februar kündigen.

Darüber hinaus gibt es das Sonderkündigungsrecht, das in mehreren Situationen greift. Erhöht Ihr Anbieter die Preise oder verschlechtert er die Vertragsbedingungen, haben Sie das Recht, den Vertrag innerhalb von einem Monat nach Bekanntgabe der Änderung außerordentlich zu kündigen – ohne Gebühren und ohne die reguläre Laufzeit abwarten zu müssen. Gleiches gilt, wenn der Anbieter dauerhaft nicht die vertraglich vereinbarte Mindestgeschwindigkeit liefert und trotz Aufforderung keine Abhilfe schafft.

Beim Anbieterwechsel läuft der Prozess heute deutlich reibungsloser als früher. Sie schließen beim neuen Anbieter einen Vertrag ab und teilen dabei mit, wann der Wechsel stattfinden soll. Der neue Anbieter koordiniert die Kündigung beim alten Anbieter und die Übernahme der Leitung – Sie müssen sich darum in der Regel nicht selbst kümmern. Achten Sie darauf, dass kein Versorgungsunterbruch entsteht: Seriöse Anbieter garantieren eine nahtlose Umschaltung, bei der die neue Leitung aktiviert wird, bevor die alte abgeschaltet wird.

Ein häufiger Fehler: Kunden kündigen beim alten Anbieter, bevor der neue Vertrag gesichert ist. Das kann zu einer Versorgungslücke führen. Schließen Sie immer zuerst den neuen Vertrag ab, bevor Sie die alte Kündigung einreichen – oder überlassen Sie dem neuen Anbieter die Koordination.

Checkliste vor dem Abschluss

Vor dem Vertragsabschluss empfehlen wir, diese Punkte zu prüfen — dauert in der Regel 5–10 Minuten.

  • Verfügbarkeit prüfen: Welche DSL-Geschwindigkeiten sind an meiner genauen Adresse verfügbar?
  • Mindestgeschwindigkeit im Vertrag notieren und mit dem tatsächlichen Bedarf abgleichen
  • Aktionspreis vs. Normalpreis vergleichen: Wie hoch ist der Preis nach Ablauf der Aktionsphase?
  • Einmalige Kosten erfassen: Bereitstellungsentgelt, Router-Kaufpreis oder Mietgebühr einrechnen
  • Vertragslaufzeit prüfen: 12 oder 24 Monate — und was ist die Kündigungsfrist danach?
  • Bestehenden Vertrag auf Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist prüfen, bevor ein neuer Vertrag abgeschlossen wird
  • Preisgarantie klären: Gibt es eine schriftliche Zusage, dass der Preis für die Vertragslaufzeit stabil bleibt?
  • Router-Kompatibilität prüfen: Kann ein vorhandener Router (z. B. FRITZ!Box) weiterverwendet werden?
  • Festnetz-Flatrate im Tarif enthalten? Falls ja: Welche Zielnetze sind abgedeckt (Mobilfunk, Ausland)?
  • Anbieterwechsel-Prozess verstehen: Übernimmt der neue Anbieter die Kündigung beim alten Anbieter?
  • Breitbandmessung der Bundesnetzagentur nach Einrichtung durchführen und Ergebnis dokumentieren
  • Sonderkündigungsrecht bei Umzug oder Preiserhöhung kennen und bei Bedarf fristgerecht nutzen

Alternativen und Abgrenzung

DSL im Vergleich zu anderen Anschlusstypen

DSL ist nicht für jeden Haushalt die optimale Lösung. Ein ehrlicher Vergleich hilft Ihnen, die richtige Entscheidung zu treffen.

DSL vs. Kabel

Kabelanschlüsse (über das TV-Kabelnetz, in Deutschland vor allem Vodafone) bieten in der Regel höhere Maximalgeschwindigkeiten — aktuell bis zu 1.000 Mbit/s — und symmetrischere Upload-Raten als DSL. Der entscheidende Unterschied: Kabel ist nicht flächendeckend verfügbar. Es funktioniert nur dort, wo das Kabelnetz ausgebaut ist, was vor allem in städtischen Gebieten und Mehrfamilienhäusern der Fall ist. Ein weiterer Punkt: Beim Kabelanschluss teilen sich mehrere Haushalte im selben Segment die Bandbreite — in Stoßzeiten kann die Geschwindigkeit sinken. DSL bietet dagegen eine dedizierte Leitung pro Haushalt.

Fazit: Ist Kabel an Ihrer Adresse verfügbar und benötigen Sie mehr als 250 Mbit/s, ist Kabel eine sinnvolle Alternative. Für die meisten Alltagsanwendungen ist der Unterschied im Alltag kaum spürbar.

DSL vs. Glasfaser (FTTH)

Glasfaser (Fiber to the Home) ist die technisch überlegene Lösung: symmetrische Geschwindigkeiten bis 1.000 Mbit/s oder mehr, keine leitungslängenbedingten Einschränkungen, zukunftssicher. Der Haken: FTTH ist 2025 in Deutschland noch nicht flächendeckend verfügbar. Der Ausbau schreitet voran, aber je nach Region und Adresse kann es noch Jahre dauern, bis ein FTTH-Anschluss verfügbar ist. Wo Glasfaser verfügbar ist, empfehlen wir, diesen Wechsel ernsthaft zu prüfen — besonders wenn Sie langfristig planen.

Fazit: DSL bleibt für Adressen ohne FTTH-Verfügbarkeit die beste verfügbare Option. Wo FTTH verfügbar ist, ist es die bessere Wahl.

DSL vs. Mobilfunk (LTE/5G-Router)

Mobilfunk-Router (LTE oder 5G) sind eine flexible Alternative, besonders für Haushalte ohne stabilen Festnetzanschluss oder für temporäre Nutzung. Die Nachteile: Datenlimits bei vielen Tarifen, schwankende Geschwindigkeit je nach Netzauslastung und Standort, sowie in der Regel höhere Kosten pro übertragenem Gigabyte. Für Vielnutzer und Homeoffice ist ein DSL-Festnetzanschluss stabiler und wirtschaftlicher.

Fazit: LTE/5G-Router eignen sich als Ergänzung oder Notlösung, ersetzen aber für die meisten Haushalte keinen DSL-Festnetzanschluss.

Wann DSL nicht passt

DSL ist möglicherweise nicht die richtige Wahl, wenn Sie regelmäßig sehr große Datenmengen hoch- und herunterladen (z. B. professionelle Video-Produktion), wenn mehrere Personen gleichzeitig in 4K streamen und dabei noch Videokonferenzen führen, oder wenn an Ihrer Adresse bereits FTTH verfügbar ist. In diesen Fällen lohnt sich der Blick auf Glasfaser- oder Kabelangebote.

💭
Aus unserer Redaktion

Redaktioneller Tipp: Auf den Normalpreis achten, nicht nur auf den Aktionspreis

In unserer täglichen Arbeit mit DSL-Tarifen fällt uns immer wieder auf: Viele Nutzer wählen einen Tarif wegen des günstigen Einstiegspreises — und sind überrascht, wenn nach 12 Monaten der Preis deutlich steigt. Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Tarif mit 19,99 €/Monat in den ersten 12 Monaten kostet danach 39,99 €/Monat. Über eine 24-monatige Laufzeit ergibt das einen Durchschnittspreis von 29,99 €/Monat — was das Angebot deutlich weniger attraktiv macht als es auf den ersten Blick erscheint.

Unser Rat: Rechnen Sie immer den Gesamtpreis über die gesamte Mindestvertragslaufzeit aus und teilen Sie ihn durch die Anzahl der Monate. Dieser Durchschnittswert ist die ehrliche Vergleichsgröße. Berücksichtigen Sie dabei auch einmalige Kosten wie das Bereitstellungsentgelt.

Ein zweiter Punkt, den wir häufig unterschätzt sehen: der Upload. Wer im Homeoffice arbeitet oder regelmäßig Videokonferenzen führt, sollte nicht nur auf den Download schauen. Bei DSL 50 mit 10 Mbit/s Upload ist ein stabiler Videoanruf möglich — bei mehreren gleichzeitigen Nutzern kann es aber eng werden. In solchen Fällen lohnt sich der Aufpreis für VDSL 100 oder Super-Vectoring 250.

Häufige Fragen

Welche DSL-Geschwindigkeit brauche ich?
1–2 Personen: 50 Mbit/s. 3–4 Personen: 100 Mbit/s. Mit Homeoffice oder Streaming-Affinität: 250 Mbit/s.
DSL oder Kabel — was ist besser?
Kabel bietet höhere Spitzengeschwindigkeit (bis 1 Gbit/s), DSL ist stabiler bei der zugesagten Mindest-Geschwindigkeit.
Was bedeutet die Angabe 'bis zu 250 Mbit/s' im DSL-Tarif?

Die Angabe 'bis zu' beschreibt die theoretische Maximalgeschwindigkeit unter idealen Bedingungen. In der Praxis hängt die tatsächlich erreichbare Geschwindigkeit von der Länge und Qualität Ihrer Telefonleitung, der Entfernung zum nächsten Kabelverzweiger und der Auslastung des Netzes ab. Seit dem TKG 2021 müssen Anbieter im Vertrag drei Werte ausweisen: die maximale Geschwindigkeit, die normalerweise verfügbare Geschwindigkeit und die Mindestgeschwindigkeit. Letztere ist der rechtlich verbindliche Wert — fällt die Leistung dauerhaft darunter, haben Sie Anspruch auf Preisminderung.

Kann ich meinen DSL-Anschluss bei einem Umzug mitnehmen?

Grundsätzlich ja: Seit dem TKG 2021 ist Ihr Anbieter verpflichtet, den Anschluss am neuen Wohnort fortzuführen, sofern dies technisch möglich ist. Ist der Anbieter am neuen Standort nicht verfügbar, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht — Sie können den Vertrag dann ohne Einhaltung der regulären Kündigungsfrist beenden. Informieren Sie Ihren Anbieter möglichst frühzeitig über den Umzug, idealerweise vier bis sechs Wochen im Voraus, damit die Umschaltung rechtzeitig koordiniert werden kann.

Was ist der Unterschied zwischen DSL, VDSL und Super-Vectoring?

Alle drei Begriffe beschreiben Varianten der DSL-Technologie, die über Kupferleitungen übertragen. DSL (genauer: ADSL2+) liefert bis zu 16 Mbit/s im Download. VDSL2 nutzt höhere Frequenzen und erreicht 50 bis 100 Mbit/s, erfordert aber kürzere Leitungswege. Super-Vectoring ist die Weiterentwicklung von VDSL2: Durch ein Verfahren, das elektromagnetische Störungen zwischen benachbarten Leitungen (Übersprechen) aktiv unterdrückt, werden bis zu 250 Mbit/s im Download möglich. Welche Variante an Ihrer Adresse verfügbar ist, hängt von der Leitungsinfrastruktur ab.

Brauche ich für einen DSL-Anschluss noch einen separaten Telefonanschluss?

Nein. Moderne DSL-Tarife enthalten in der Regel eine Festnetz-Flatrate — ein separater Telefonanschluss ist nicht erforderlich und wird auch nicht zusätzlich berechnet. Die Telefonie läuft dabei über Voice over IP (VoIP), also über die Internetverbindung. Ein analoger oder ISDN-Anschluss ist bei neuen Verträgen nicht mehr Standard. Wenn Sie noch ein älteres Telefon ohne VoIP-Funktion betreiben möchten, benötigen Sie einen Router mit analogem Telefonanschluss (TAE/RJ11-Buchse) — die meisten modernen DSL-Router wie die FRITZ!Box bieten das.

Wie lange dauert die Einrichtung eines neuen DSL-Anschlusses?

Die Bereitstellungszeit für einen neuen DSL-Anschluss beträgt in der Regel zwei bis vier Wochen ab Vertragsabschluss. Bei einem Anbieterwechsel (von einem DSL-Anbieter zu einem anderen) ist der Prozess oft schneller, da die Leitung bereits aktiv ist. In manchen Fällen — etwa wenn ein Techniker vor Ort benötigt wird — kann es länger dauern. Der Anbieter teilt Ihnen nach Vertragsabschluss einen Schalttermin mit. Planen Sie bei einem Umzug ausreichend Vorlauf ein.

Was ist ein DSLAM und warum ist er für meine Geschwindigkeit relevant?

DSLAM steht für Digital Subscriber Line Access Multiplexer — das ist die Technik in der Vermittlungsstelle oder am Kabelverzweiger, die Ihre Telefonleitung mit dem Breitbandnetz verbindet. Je kürzer die Kupferleitung zwischen Ihrem Haus und dem nächsten DSLAM, desto höher die erreichbare Geschwindigkeit. Beim Ausbau von VDSL und Super-Vectoring wurden deshalb zusätzliche DSLAMs direkt an Kabelverzweigern auf der Straße installiert, um die effektive Leitungslänge zu reduzieren. Wohnen Sie weit von einem DSLAM entfernt, ist die erreichbare Geschwindigkeit entsprechend geringer.

Darf ich bei einem DSL-Anschluss einen eigenen Router verwenden?

Ja. Das Telekommunikationsgesetz und eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs sichern Ihnen das Recht auf einen eigenen Router. Der Anbieter muss Ihnen alle notwendigen Zugangsdaten (PPPoE-Zugangsdaten, VLAN-ID falls erforderlich) mitteilen, damit Sie Ihren eigenen Router einrichten können. Populäre Modelle wie die AVM FRITZ!Box sind für DSL-Anschlüsse gut geeignet und bieten oft mehr Funktionen als die vom Anbieter gestellten Geräte. Beachten Sie: Bei Problemen mit dem Anschluss kann der Anbieter die Fehlersuche auf den Übergabepunkt beschränken, wenn Sie einen eigenen Router verwenden.

Was passiert, wenn mein Anbieter die Preise während der Vertragslaufzeit erhöht?

Erhöht Ihr Anbieter den monatlichen Grundpreis während der Vertragslaufzeit, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Sie können den Vertrag innerhalb von drei Monaten nach Bekanntgabe der Preiserhöhung außerordentlich kündigen, ohne die reguläre Kündigungsfrist einhalten zu müssen. Die Kündigung muss schriftlich erfolgen. Achten Sie darauf, dass die Frist ab dem Zeitpunkt läuft, an dem Sie über die Erhöhung informiert wurden — nicht ab dem Zeitpunkt, an dem die Erhöhung in Kraft tritt.

Was ist Entbündelung und warum ist sie für den Wettbewerb wichtig?

Entbündelung bezeichnet das Recht von Telekommunikationsanbietern, die Kupferleitungen der Telekom zu nutzen und eigene Technik in Telekom-Vermittlungsstellen einzubauen. Dadurch können Anbieter wie 1&1 oder o2 eigene DSL-Produkte anbieten, ohne ein eigenes Leitungsnetz aufzubauen. Die Bundesnetzagentur reguliert die Bedingungen und Preise für diesen Zugang. Für Verbraucher bedeutet Entbündelung mehr Wettbewerb und damit in der Regel günstigere Preise und mehr Auswahl. Ohne Entbündelung hätte die Telekom als Netzeigentümer eine marktbeherrschende Stellung ohne nennenswerten Wettbewerb.

Wie messe ich, ob mein DSL-Anschluss die vertraglich zugesicherte Geschwindigkeit liefert?

Die Bundesnetzagentur stellt das offizielle Messtool 'Breitbandmessung' unter breitbandmessung.de bereit. Für eine rechtlich verwertbare Messung müssen Sie mehrere Messungen zu verschiedenen Tageszeiten durchführen — die Bundesnetzagentur empfiehlt mindestens zehn Messungen über zwei Wochen. Wichtig: Messen Sie per LAN-Kabel direkt am Router, nicht per WLAN, da WLAN die Ergebnisse verfälscht. Liegt die gemessene Geschwindigkeit dauerhaft unter der im Vertrag garantierten Mindestgeschwindigkeit, können Sie beim Anbieter eine Preisminderung fordern oder den Vertrag außerordentlich kündigen.

Gibt es DSL-Tarife ohne Mindestvertragslaufzeit?

Ja, einige Anbieter bieten DSL-Tarife ohne Mindestvertragslaufzeit oder mit einer Laufzeit von nur einem Monat an. Diese Tarife sind in der Regel teurer als Verträge mit 12 oder 24 Monaten Laufzeit. Sie eignen sich für Situationen mit unklarer Wohndauer, etwa bei einem bevorstehenden Umzug oder einer befristeten Beschäftigung. Prüfen Sie bei solchen Angeboten genau, ob der höhere monatliche Preis im Vergleich zu einem Jahresvertrag tatsächlich gerechtfertigt ist — oft ist ein 12-Monats-Vertrag mit Sonderkündigungsrecht bei Umzug die bessere Wahl.

Was ist der Unterschied zwischen Download- und Upload-Geschwindigkeit bei DSL?

Download bezeichnet die Datenrate, mit der Daten aus dem Internet zu Ihnen übertragen werden — also beim Streamen, Surfen oder Herunterladen von Dateien. Upload bezeichnet die Datenrate in die entgegengesetzte Richtung — also beim Versenden von E-Mails mit Anhängen, Videokonferenzen oder dem Hochladen von Dateien in die Cloud. DSL ist asymmetrisch: Der Download ist deutlich schneller als der Upload. Bei Super-Vectoring 250 stehen beispielsweise 250 Mbit/s im Download, aber nur 40 Mbit/s im Upload zur Verfügung. Für Homeoffice mit häufigen Videokonferenzen ist ein ausreichender Upload wichtig — 10 Mbit/s gelten als Minimum für stabile Videoanrufe.

Kann ich meinen DSL-Anschluss auch für Smart-Home-Geräte und IoT nutzen?

Ja, ein DSL-Anschluss eignet sich grundsätzlich gut für Smart-Home-Anwendungen. Smart-Home-Geräte wie Thermostate, Türklingeln, Überwachungskameras oder Sprachassistenten verbrauchen im Einzelnen wenig Bandbreite. Kritischer ist die Anzahl der gleichzeitig verbundenen Geräte: Ein moderner Haushalt kann schnell 20 bis 30 vernetzte Geräte haben. Achten Sie darauf, dass Ihr Router ausreichend WLAN-Kapazität bietet und das Heimnetzwerk gut strukturiert ist. Die Bandbreite eines DSL-50- oder DSL-100-Anschlusses reicht für typische Smart-Home-Setups problemlos aus.

Was passiert mit meinem DSL-Anschluss, wenn ich in eine Wohnung mit bestehender Infrastruktur eines anderen Anbieters einziehe?

Wenn in der neuen Wohnung bereits ein DSL-Anschluss eines anderen Anbieters besteht, können Sie trotzdem den Anbieter Ihrer Wahl beauftragen. Die physische Leitung gehört in der Regel der Telekom (als Netzeigentümer) und kann von jedem zugelassenen Anbieter genutzt werden. Ihr neuer Anbieter beantragt die Schaltung der Leitung auf seinen Namen. In manchen Fällen ist ein kurzer Installationstermin nötig, in anderen erfolgt die Umschaltung rein technisch ohne Vor-Ort-Termin. Planen Sie für den Wechsel in der Regel ein bis zwei Wochen ein.

Wie wirkt sich die Entfernung zur Vermittlungsstelle konkret auf meine DSL-Geschwindigkeit aus?

Je größer die Entfernung zwischen Ihrer Telefondose und dem nächsten DSLAM in der Vermittlungsstelle oder am Kabelverzweiger ist, desto stärker nimmt das Kupferkabel das Signal ab. Bei VDSL2 mit Super-Vectoring sind Abstände über 500 Meter bereits spürbar, bei klassischem ADSL2+ macht sich die Dämpfung ab etwa einem Kilometer deutlich bemerkbar. Anbieter sind verpflichtet, Ihnen vor Vertragsabschluss eine realistische Geschwindigkeitsprognose für Ihren konkreten Anschluss zu nennen. Diese Angabe finden Sie im Produktinformationsblatt, das vor Vertragsabschluss ausgehändigt werden muss.

Kann ich einen DSL-Anschluss auch ohne Festnetztelefonie buchen?

Ja, das ist bei den meisten Anbietern möglich. Klassische DSL-Tarife enthielten früher immer eine Telefon-Flatrate, heute bieten Telekom, 1&1, o2, Vodafone und PŸUR auch reine Internet-Tarife ohne Telefonoption an – teils unter der Bezeichnung 'Internet only'. Diese Tarife sind häufig etwas günstiger, da keine Telefonie-Infrastruktur mitgebucht wird. Wenn Sie trotzdem gelegentlich über das Festnetz telefonieren möchten, können Sie VoIP-Dienste wie Sipgate oder einen günstigen Zusatztarif nutzen.

Was bedeutet 'Dual Stack' und 'DS-Lite' bei einem DSL-Anschluss?

Dual Stack bedeutet, dass Ihr Anschluss sowohl eine IPv4- als auch eine IPv6-Adresse erhält und beide Protokolle gleichzeitig nutzen kann – das ist der technisch sauberste Betrieb. DS-Lite (Dual Stack Lite) ist ein Kompromiss: Sie erhalten eine native IPv6-Adresse, aber keine eigene öffentliche IPv4-Adresse. Stattdessen teilen sich mehrere Kunden eine IPv4-Adresse über ein Carrier-Grade-NAT. Das funktioniert für normales Surfen und Streaming problemlos, kann aber bei bestimmten Anwendungen wie VPN, Online-Gaming oder dem Betrieb eines eigenen Servers zu Einschränkungen führen. Prüfen Sie vor Vertragsabschluss, welches Modell Ihr Anbieter einsetzt.

Wann lohnt sich ein DSL-Tarif mit statischer IP-Adresse?

Bei den meisten Privatanschlüssen wird die IP-Adresse täglich neu vergeben (dynamische IP). Eine statische IP-Adresse bleibt dauerhaft gleich und ist sinnvoll, wenn Sie von außen dauerhaft auf Ihr Heimnetzwerk zugreifen möchten – etwa für einen Heimserver, eine Überwachungskamera oder einen eigenen VPN-Tunnel. Einige Anbieter bieten statische IPs als kostenpflichtiges Add-on an, andere ausschließlich in Geschäftskundentarifen. Für reine Privatkunden ohne solche Anforderungen ist eine statische IP nicht notwendig; Dienste wie DynDNS können die fehlende statische IP in vielen Anwendungsfällen ersetzen.

Wie gehe ich vor, wenn mein DSL-Anschluss nach dem Einzug nicht wie vereinbart aktiviert wird?

Wenn der vereinbarte Schalttermin verstreicht, ohne dass der Anschluss funktioniert, sollten Sie sofort schriftlich beim Anbieter reklamieren und einen neuen verbindlichen Termin einfordern. Dokumentieren Sie alle Kommunikation. Laut TKG haben Sie Anspruch auf Schadensersatz für nachweislich entstandene Kosten – etwa für mobile Datentarife, die Sie als Ersatz nutzen mussten. Bleibt der Anbieter untätig, können Sie die Bundesnetzagentur einschalten oder das kostenlose Schlichtungsverfahren beim Verbraucherschlichtungsdienst nutzen. In gravierenden Fällen ist auch ein Rücktritt vom Vertrag möglich.

Gibt es Unterschiede bei der DSL-Qualität zwischen städtischen und ländlichen Gebieten?

Ja, erhebliche. In Städten sind Kabelverzweiger und Vermittlungsstellen deutlich dichter verteilt, was kürzere Leitungswege und damit höhere erreichbare Geschwindigkeiten ermöglicht. Auf dem Land sind die Abstände größer, was die maximal erreichbare DSL-Geschwindigkeit teils auf 16 Mbit/s oder weniger begrenzt. Hinzu kommt, dass der Glasfaserausbau in ländlichen Regionen langsamer voranschreitet. Förderprogramme von Bund und Ländern sollen diese Lücke schließen, aber der tatsächliche Ausbaustand variiert stark. Nutzen Sie die Verfügbarkeitsprüfung der einzelnen Anbieter, um zu sehen, welche Technologie und welche Geschwindigkeit an Ihrer Adresse realistisch verfügbar ist.

Was ist der Unterschied zwischen einem Reseller-Anschluss und einem Direktanschluss beim DSL-Anbieter?

Bei einem Direktanschluss betreibt der Anbieter eigene DSLAMs in den Vermittlungsstellen und hat direkten Zugriff auf die Leitung – das ist zum Beispiel bei der Telekom oder bei entbündelten Anschlüssen von 1&1 der Fall. Ein Reseller kauft hingegen fertige Anschlüsse von der Telekom ein und verkauft sie unter eigenem Namen weiter, ohne eigene Netzinfrastruktur zu betreiben. Für den Endkunden macht das im Alltag oft keinen Unterschied, aber bei Störungen kann die Entstörung länger dauern, weil der Reseller zunächst die Telekom beauftragen muss. Reseller-Tarife sind manchmal günstiger, bieten aber potenziell weniger Einfluss auf die Servicequalität.

Fachbegriffe kurz erklärt

VDSL2

Very High Speed Digital Subscriber Line 2 — eine DSL-Variante, die über Kupferleitungen bis zu 100 Mbit/s im Download erreicht. Erfordert kürzere Leitungswege als ADSL und wird über aktive Kabelverzweiger oder Vermittlungsstellen bereitgestellt.

Super-Vectoring

Erweiterung von VDSL2, die durch aktive Unterdrückung elektromagnetischer Störungen zwischen benachbarten Kupferleitungen (Übersprechen) Geschwindigkeiten bis zu 250 Mbit/s im Download ermöglicht. Aktuell höchste verfügbare DSL-Geschwindigkeit in Deutschland.

DSLAM

Digital Subscriber Line Access Multiplexer — die Netzwerktechnik in Vermittlungsstellen oder an Kabelverzweigern, die Kupferleitungen mit dem Breitbandnetz verbindet. Die Entfernung zwischen Wohnung und DSLAM beeinflusst direkt die erreichbare DSL-Geschwindigkeit.

PPPoE

Point-to-Point Protocol over Ethernet — das Protokoll, über das sich DSL-Router beim Anbieter authentifizieren und eine Internetverbindung aufbauen. Für die Einrichtung eines eigenen Routers benötigen Sie die PPPoE-Zugangsdaten von Ihrem Anbieter.

Entbündelung

Reguliertes Verfahren, bei dem Telekommunikationsanbieter gegen Entgelt Zugang zu den Kupferleitungen der Telekom erhalten und eigene Technik in Vermittlungsstellen einbauen dürfen. Grundlage für den Wettbewerb im deutschen DSL-Markt.

Kabelverzweiger (KVz)

Graue Metallkästen am Straßenrand, die als Verteiler zwischen der Vermittlungsstelle und den Haushalten dienen. Beim VDSL- und Super-Vectoring-Ausbau wurden viele KVz mit aktiver DSL-Technik ausgestattet, um die effektive Leitungslänge zu verkürzen.

Mindestgeschwindigkeit

Der im Vertrag rechtlich verbindlich zugesicherte untere Grenzwert der Internetgeschwindigkeit. Seit TKG 2021 Pflichtangabe in DSL-Verträgen. Wird dieser Wert dauerhaft unterschritten, haben Verbraucher Anspruch auf Preisminderung oder Sonderkündigung.

DS-Lite (Dual Stack Lite)

Übergangstechnologie, bei der Kunden eine native IPv6-Adresse erhalten, sich aber eine öffentliche IPv4-Adresse mit anderen Nutzern teilen. Funktioniert für Standardanwendungen, kann bei VPN oder Serverbetrieb einschränken.

Carrier-Grade NAT (CGN)

Verfahren, bei dem ein Internetanbieter mehrere Kunden hinter einer gemeinsamen öffentlichen IPv4-Adresse bündelt. Wird eingesetzt, um den Mangel an verfügbaren IPv4-Adressen zu überbrücken, typischerweise in Kombination mit DS-Lite.

FTTH (Fibre to the Home)

Glasfaserausbau, bei dem das Glasfaserkabel direkt bis in die Wohnung oder das Gebäude geführt wird. Ermöglicht symmetrische Geschwindigkeiten bis 1 Gbit/s und darüber, unabhängig von Leitungslänge oder Kupferkabelqualität.

Produktinformationsblatt (PIB)

Gesetzlich vorgeschriebenes Dokument, das Anbieter vor Vertragsabschluss aushändigen müssen. Enthält standardisierte Angaben zu Geschwindigkeit, Preis, Laufzeit und Mindestgeschwindigkeit für den konkreten Anschluss.

Weitere Begriffe finden Sie in unserem DSL-Glossar.

Seit 2010
Empfehlungen aus Redaktionshand
5 Top-Anbieter
Telekom, Vodafone, 1&1, o2, PŸUR
Beste Deals
Vorverhandelt & redaktionell geprüft
Tägl. aktualisiert
Stets die neuesten Aktionen