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PŸUR Kabel-Internet

PŸUR Internet — Kabel-Tarife für Großstädte

Alle PŸUR Kabel-Internet-Tarife

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Kabel-Internet bei PŸUR - Was Sie wissen sollten

Kabel-Internet läuft über das TV-Kabelnetz. PŸUR erreicht damit deutlich höhere Download-Geschwindigkeiten als DSL - bis zu 1 Gbit/s. Voraussetzung: ein Kabelanschluss in Ihrem Haus.

PŸUR ist einer der wenigen Kabelnetzbetreiber in Deutschland, der sein Netz vollständig selbst betreibt – und das ausschließlich in ausgewählten Großstädten. Wer in Berlin, Hamburg, Leipzig, Dresden oder einer anderen der rund 70 PŸUR-Versorgungsstädte wohnt, findet hier ein Kabelnetz, das technisch auf dem Stand von DOCSIS 3.1 ausgebaut ist. Das bedeutet: Downloadgeschwindigkeiten bis zu 1.000 Mbit/s sind im Programm, und der Anbieter arbeitet aktiv am weiteren Ausbau in Richtung DOCSIS 3.1 Full-Duplex sowie partiell an Glasfaser-Upgrades im Backbone. Was PŸUR von den großen Kabelanbietern Vodafone und Telekom unterscheidet, ist die regionale Fokussierung: Statt bundesweiter Flächendeckung konzentriert sich PŸUR auf urbane Ballungsräume, vor allem in Ostdeutschland und einzelnen westdeutschen Großstädten. Das hat Konsequenzen für Preis und Service – sowohl positive als auch kritische. Die Tarife sind kompakt gehalten, aktuell stehen vier Kabel-Tarife zur Wahl, die sich vor allem durch die Downloadgeschwindigkeit unterscheiden. Wer in einem PŸUR-Versorgungsgebiet wohnt und keinen Glasfaser-Anschluss im Haus hat, findet hier eine solide Alternative mit vergleichsweise unkomplizierter Buchung. Dieser Ratgeber erklärt, für wen sich PŸUR Kabel-Internet lohnt, worauf Sie bei der Tarifwahl achten sollten und wie PŸUR im Vergleich zu anderen Kabelanbietern abschneidet.

Ratgeber: Hintergründe und Schritt für Schritt

PŸUR Kabel-Internet: Der große Ratgeber

Verfügbarkeit & Ausbaugebiete

Die wichtigste Frage vor jedem Tarifvergleich lautet: Ist PŸUR in Ihrer Straße überhaupt verfügbar? Das Kabelnetz von PŸUR ist nicht bundesweit ausgebaut, sondern auf rund 70 Städte konzentriert. Schwerpunkt ist der ostdeutsche Raum: Berlin, Leipzig, Dresden, Halle, Erfurt, Magdeburg und Chemnitz gehören zu den Kernversorgungsgebieten. Darüber hinaus versorgt PŸUR auch Städte in Nordrhein-Westfalen, Bayern und anderen Bundesländern – allerdings deutlich kleinflächiger als im Osten.

Die Verfügbarkeitsprüfung auf der PŸUR-Website ist der einzig verlässliche Weg, um zu klären, ob ein Anschluss möglich ist. Eine Postleitzahl allein reicht dabei nicht aus: Kabelnetze sind straßengenau ausgebaut, und selbst innerhalb einer Postleitzahl kann es Lücken geben. Wer in einem Mehrfamilienhaus wohnt, sollte zusätzlich prüfen, ob das Haus bereits mit einem Hausübergabepunkt (HÜP) ans Kabelnetz angeschlossen ist – das ist in älteren Gebäuden nicht immer der Fall.

Ein häufig übersehener Punkt: Seit dem Ende der Nebenkostenprivilegierung im Juli 2024 müssen Mieter ihren Kabelanschluss selbst buchen. Früher zahlten viele Mieter den Kabelanschluss über die Betriebskosten, ohne es zu merken. Heute schließen Sie als Mieter direkt einen eigenen Vertrag mit PŸUR ab – was mehr Flexibilität, aber auch mehr Eigenverantwortung bedeutet. Prüfen Sie vor Vertragsabschluss, ob in Ihrem Haus noch eine Sammelvereinbarung mit dem Vermieter besteht, die möglicherweise ausläuft.

Für Neukunden in Gebieten, in denen PŸUR aktuell Glasfaser ausbaut, kann es sinnvoll sein, kurz zu warten: In einigen Stadtteilen bietet PŸUR inzwischen auch Glasfaser-Tarife an, die langfristig die stabilere Wahl sind. Die Verfügbarkeitsprüfung zeigt, welche Technologie an Ihrer Adresse buchbar ist.

Geschwindigkeit & Technik

PÿUR betreibt sein Kabelnetz auf Basis des DOCSIS-Standards – aktuell überwiegend DOCSIS 3.1, das Downloadgeschwindigkeiten bis 1.000 Mbit/s und Uploadgeschwindigkeiten bis 50 Mbit/s ermöglicht. Die vier verfügbaren Kabel-Tarife staffeln sich typischerweise nach Downloadgeschwindigkeit: von einem Einsteigertarif mit rund 100 Mbit/s bis zum Maximaltarif mit 1.000 Mbit/s.

Wichtig zu verstehen: Bei Kabel-Internet teilen sich mehrere Haushalte im selben Netzabschnitt die verfügbare Bandbreite. Das ist strukturell bedingt und gilt für alle Kabelanbieter, nicht nur für PŸUR. In der Praxis bedeutet das, dass die tatsächlich erreichte Geschwindigkeit zu Stoßzeiten – typischerweise abends zwischen 19 und 22 Uhr – unter dem gebuchten Maximum liegen kann. PŸUR ist gesetzlich verpflichtet, Mindestgeschwindigkeiten zu garantieren, die in der Produktinformationsseite (PIS) für jeden Tarif ausgewiesen werden. Diese Werte sollten Sie vor Vertragsabschluss prüfen.

Der Upload ist beim Kabel-Anschluss traditionell die Schwachstelle: Während DSL und Glasfaser symmetrischere Verhältnisse bieten, liegt der Upload bei Kabel-Tarifen deutlich unter dem Download. Für klassisches Surfen, Streaming und Gaming ist das kein Problem. Wer jedoch regelmäßig große Dateien hochlädt, im Homeoffice Videokonferenzen führt oder Cloud-Backups betreibt, sollte den Upload-Wert des gewählten Tarifs genau prüfen. PŸUR gibt für seine Tarife konkrete Upload-Werte an – achten Sie auf die garantierten Mindestwerte, nicht nur auf die Maximalangaben.

Ein technischer Vorteil des Kabelnetzes gegenüber klassischem DSL ist die Leitungsqualität: Koaxialkabel sind weniger anfällig für Dämpfungsverluste durch Leitungslänge als Kupfer-Telefonleitungen. Das bedeutet, dass die tatsächlich erreichte Geschwindigkeit bei Kabel-Anschlüssen in der Regel näher am versprochenen Maximum liegt als bei DSL – vorausgesetzt, das Hausnetz ist in gutem Zustand.

Hardware & Router

PÿUR stellt seinen Kunden einen Kabel-Router zur Verfügung, der im Mietmodell im Tarif enthalten ist. Aktuell setzt PŸUR auf Geräte, die DOCSIS 3.1 unterstützen und in der Regel auch WLAN nach dem Standard Wi-Fi 5 (802.11ac) oder Wi-Fi 6 (802.11ax) bieten – je nach Modell und Tarif. Die genaue Gerätebezeichnung variiert, da PŸUR die Hardware regelmäßig aktualisiert.

Alternativ können Sie einen eigenen Kabel-Router verwenden – das setzt jedoch voraus, dass das Gerät DOCSIS 3.1 unterstützt und von PŸUR für das Netz freigegeben ist. Nicht jeder handelsübliche Kabel-Router ist automatisch kompatibel. Beliebte Geräte wie die FRITZ!Box 6591 oder 6660 Cable sind in der Regel PŸUR-kompatibel, sollten aber vor dem Kauf auf der PŸUR-Kompatibilitätsliste geprüft werden. Der Vorteil eines eigenen Routers: Sie zahlen keine monatliche Mietgebühr und haben mehr Kontrolle über Netzwerkeinstellungen. Der Nachteil: Bei technischen Problemen ist die Fehlersuche aufwendiger, da PŸUR den Support für Fremdgeräte einschränkt.

Für die WLAN-Abdeckung in größeren Wohnungen oder Häusern empfiehlt sich unabhängig vom Router-Modell der Einsatz von Mesh-Systemen oder WLAN-Repeatern. Der PŸUR-Router deckt typischerweise eine mittelgroße Wohnung ab, stößt aber in Altbauten mit dicken Wänden oder auf mehreren Stockwerken an Grenzen. PŸUR bietet teilweise eigene Mesh-Lösungen an – prüfen Sie, ob diese im gewählten Tarif enthalten oder gegen Aufpreis buchbar sind.

Ein praktischer Hinweis zur Installation: Bei Kabel-Internet benötigen Sie eine funktionsfähige Kabeldose (Antennendose) in Ihrer Wohnung. In vielen Mehrfamilienhäusern ist diese bereits vorhanden. Falls nicht, oder falls die Dose defekt ist, muss ein Techniker des Netzbetreibers tätig werden – das kann die Bereitstellungszeit verlängern.

Vertragsdetails

PÿUR-Kabel-Tarife werden standardmäßig mit einer Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten angeboten, es gibt jedoch auch monatlich kündbare Optionen – in der Regel zu einem höheren monatlichen Preis. Die 24-Monats-Variante ist für die meisten Nutzer die wirtschaftlichere Wahl, sofern Sie sicher sind, dass Sie mindestens zwei Jahre an der gleichen Adresse bleiben.

Nach Ablauf der Mindestlaufzeit verlängert sich der Vertrag automatisch um jeweils einen Monat, wenn Sie nicht kündigen. Die Kündigungsfrist beträgt einen Monat zum Ende der Mindestlaufzeit – das ist seit der TKG-Reform 2021 gesetzlich so geregelt. Sie müssen also nicht mehr mit langen Fristen rechnen, aber Sie sollten den Ablauftermin Ihres Vertrags im Blick behalten.

Preiserhöhungen während der Vertragslaufzeit sind möglich: PŸUR kann den Preis unter bestimmten Bedingungen anpassen. Seit der TKG-Reform haben Sie in diesem Fall ein Sonderkündigungsrecht – Sie können den Vertrag innerhalb von drei Monaten nach Ankündigung der Preiserhöhung außerordentlich kündigen. Lesen Sie entsprechende Ankündigungen von PŸUR daher sorgfältig.

Zur Bereitstellungsgebühr: PŸUR erhebt in der Regel eine einmalige Anschlussgebühr, die je nach Aktionsangebot erlassen oder reduziert werden kann. Prüfen Sie aktuelle Aktionen, da diese sich regelmäßig ändern. Auch die Versandkosten für den Router sollten Sie einkalkulieren.

Wichtig für Umzüge: Wenn Sie innerhalb eines PŸUR-Versorgungsgebiets umziehen, können Sie Ihren Vertrag in der Regel mitnehmen. Zieht Ihr neuer Wohnort außerhalb des PŸUR-Netzes, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Klären Sie das rechtzeitig vor dem Umzug, um Doppelzahlungen zu vermeiden.

Tipps zur Tarifwahl

Die Wahl des richtigen PŸUR-Kabel-Tarifs hängt vor allem von zwei Faktoren ab: der Anzahl der Personen im Haushalt und dem tatsächlichen Nutzungsverhalten. Hier sind konkrete Orientierungswerte:

Für Einzelpersonen oder Paare mit normalem Surfverhalten – also Streaming in HD, gelegentliches Videotelefonieren, Social Media – reicht ein Tarif mit 100 bis 250 Mbit/s in der Regel vollständig aus. 4K-Streaming benötigt laut Netflix etwa 25 Mbit/s pro Stream; selbst bei zwei gleichzeitigen 4K-Streams bleiben bei 100 Mbit/s noch ausreichend Reserven.

Für Familien mit mehreren Nutzern, die gleichzeitig streamen, spielen und im Homeoffice arbeiten, empfiehlt sich ein Tarif ab 500 Mbit/s. Nicht weil jede einzelne Anwendung so viel Bandbreite benötigt, sondern weil die Summe vieler gleichzeitiger Verbindungen schnell 100 bis 200 Mbit/s erreicht – und Reserven für Stoßzeiten sinnvoll sind.

Den 1.000-Mbit/s-Tarif brauchen die wenigsten Privathaushalte wirklich. Er lohnt sich vor allem, wenn Sie regelmäßig sehr große Dateien herunterladen, einen eigenen Server betreiben oder in einem Haushalt mit vielen gleichzeitigen Nutzern leben. Bedenken Sie: Der Upload bleibt auch beim 1-Gbit/s-Tarif begrenzt – wer Upload-Intensives vorhat, sollte Glasfaser in Betracht ziehen.

Ein oft unterschätzter Aspekt: Prüfen Sie, ob PŸUR an Ihrer Adresse auch Glasfaser anbietet. Falls ja, kann ein Glasfaser-Tarif langfristig die bessere Wahl sein – auch wenn der Kabel-Tarif kurzfristig günstiger erscheint. Glasfaser bietet symmetrische Geschwindigkeiten und ist zukunftssicherer.

Checkliste vor dem Abschluss

Bevor Sie sich entscheiden, empfehlen wir die folgenden Punkte zu prüfen — dauert in der Regel 5–10 Minuten.

  • Verfügbarkeitsprüfung an der genauen Adresse (Straße und Hausnummer) auf der PŸUR-Website durchführen – Postleitzahl allein reicht nicht.
  • Prüfen, ob im Mehrfamilienhaus noch eine Sammelvereinbarung mit dem Vermieter besteht, die den Kabelanschluss abdeckt (Übergangsfrist nach Ende der Nebenkostenprivilegierung beachten).
  • Kabeldose (Antennendose) in der Wohnung auf Vorhandensein und Funktionsfähigkeit prüfen – bei Fehlen Techniker-Termin einplanen.
  • Produktinformationsseite (PIS) des gewählten Tarifs lesen: Mindestgeschwindigkeit, normale Geschwindigkeit und maximale Geschwindigkeit im Download und Upload notieren.
  • Upload-Geschwindigkeit des gewählten Tarifs mit dem eigenen Bedarf abgleichen – besonders relevant für Homeoffice, Videokonferenzen und Cloud-Backups.
  • Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist klären: 24-Monate-Tarif oder monatlich kündbarer Tarif – Preisunterschied und geplante Wohndauer gegenüberstellen.
  • Einmalige Bereitstellungsgebühr und Router-Mietgebühr in die Gesamtkosten einrechnen – auf aktuelle Aktionen (z. B. Bereitstellung kostenlos) achten.
  • Prüfen, ob ein eigener DOCSIS-3.1-kompatibler Router (z. B. FRITZ!Box Cable) vorhanden ist und ob dieser von PŸUR freigegeben wird – spart monatliche Mietgebühr.
  • WLAN-Abdeckung in der Wohnung einschätzen: Bei großen Flächen oder Altbau-Wänden Mesh-Lösung oder Repeater einplanen.
  • Sonderkündigungsrecht bei Preiserhöhungen kennen: Ankündigungen von PŸUR im Blick behalten und Frist (3 Monate nach Ankündigung) notieren.
  • Umzugsregelung klären: Ist der neue Wohnort im PŸUR-Versorgungsgebiet? Falls nicht, Sonderkündigungsrecht rechtzeitig nutzen.
  • Alternativen an der Adresse prüfen: Ist Glasfaser (PŸUR oder anderer Anbieter) verfügbar? Langfristig kann Glasfaser die zukunftssicherere Wahl sein.

Alternativen und Abgrenzung

PŸUR Kabel-Internet im Vergleich zu anderen Kabelanbietern

Auf dem deutschen Kabelmarkt sind neben PŸUR vor allem Vodafone Cable und – in einigen Regionen – kleinere regionale Anbieter aktiv. Die Telekom betreibt kein eigenes Kabelnetz, bietet aber über Kooperationen in manchen Regionen Kabel-ähnliche Produkte an. Ein direkter Vergleich lohnt sich, denn die Unterschiede sind größer als auf den ersten Blick erkennbar.

PŸUR vs. Vodafone Cable: Vodafone ist mit Abstand der größte Kabelnetzbetreiber in Deutschland und versorgt rund 24 Millionen Haushalte. PŸUR erreicht deutlich weniger Haushalte, konzentriert sich aber auf Regionen, in denen Vodafone kaum oder gar nicht präsent ist – vor allem in Ostdeutschland. Wer in Berlin oder Leipzig wohnt, hat oft die Wahl zwischen beiden Anbietern; wer in Dresden oder Magdeburg wohnt, ist häufig auf PŸUR angewiesen, wenn er Kabel-Internet möchte. In puncto Tarif-Portfolio sind beide Anbieter ähnlich aufgestellt: Geschwindigkeitsstufen von 100 bis 1.000 Mbit/s, Mietrouter inklusive, 24-Monats-Laufzeit als Standard. Vodafone bietet in manchen Regionen höhere Maximalgeschwindigkeiten durch DOCSIS 3.1-Ausbau, PŸUR hat in seinen Kerngebieten jedoch ebenfalls auf diesen Standard umgestellt. Ein Unterschied liegt im Kundenservice: Vodafone wird in unabhängigen Kundenzufriedenheitserhebungen regelmäßig kritisch bewertet; PŸUR schneidet in regionalen Umfragen teils besser ab, hat aber als kleinerer Anbieter auch weniger Servicestellen.

PŸUR vs. 1&1 Cable: 1&1 bietet Kabel-Internet über das Vodafone-Netz als Reseller an – das bedeutet, Sie nutzen technisch dasselbe Netz wie bei Vodafone, zahlen aber an 1&1. Das kann preislich attraktiv sein, bedeutet aber auch, dass 1&1 keinen direkten Einfluss auf Netzprobleme hat. PŸUR betreibt sein Netz selbst, was bei Störungen kürzere Eskalationswege bedeuten kann. Wer in einem PŸUR-Versorgungsgebiet wohnt, sollte den direkten Vertragsabschluss mit dem Netzbetreiber gegenüber einem Reseller-Produkt abwägen.

PŸUR vs. o2 Cable: Ähnlich wie 1&1 bietet o2 Kabel-Internet über das Vodafone-Netz an. Für PŸUR-Versorgungsgebiete ist dieser Vergleich daher nur bedingt relevant – o2 Cable ist in den meisten PŸUR-Städten nicht verfügbar.

Fazit zum Vergleich: PŸUR ist in seinen Versorgungsgebieten oft die einzige echte Kabel-Alternative zu DSL oder Glasfaser. Die Tarife sind wettbewerbsfähig, die Technik auf aktuellem Stand. Wer die Wahl zwischen PŸUR und Vodafone hat, sollte aktuelle Preisangebote direkt vergleichen und dabei auch die Nebenkosten (Bereitstellung, Router-Miete) einbeziehen. Wer ausschließlich PŸUR zur Verfügung hat, findet dort ein solides Kabel-Produkt – sollte aber prüfen, ob an der Adresse inzwischen auch Glasfaser verfügbar ist.

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Aus unserer Redaktion

Redaktionelle Einschätzung: PŸUR Kabel-Internet ist eine solide Wahl für alle, die in einem der Versorgungsgebiete wohnen und keinen Glasfaser-Anschluss zur Verfügung haben. Für die meisten Haushalte – ob Einzelperson, Paar oder kleine Familie – reicht ein Tarif mit 250 bis 500 Mbit/s vollständig aus. Den 1-Gbit/s-Tarif brauchen Sie als Privatnutzer nur in Ausnahmefällen wirklich. Unser Rat: Prüfen Sie vor dem Abschluss unbedingt, ob PŸUR an Ihrer Adresse bereits Glasfaser anbietet. Falls ja, lohnt sich der Blick auf die Glasfaser-Tarife – auch wenn der Kabel-Tarif kurzfristig günstiger erscheint. Glasfaser bietet symmetrische Geschwindigkeiten, ist nicht anfällig für Stoßzeiten-Schwankungen und gilt als zukunftssicherste Anschlusstechnologie. Falls nur Kabel verfügbar ist: Wählen Sie den Tarif, der zu Ihrem tatsächlichen Nutzungsverhalten passt, und achten Sie auf die Mindestgeschwindigkeiten in der Produktinformationsseite – nicht nur auf die Maximalwerte in der Werbung.

Häufige Fragen

Wo ist PŸUR Kabel-Internet verfügbar?

PŸUR versorgt rund 70 Städte in Deutschland mit Kabel-Internet, Schwerpunkt ist Ostdeutschland: Berlin, Leipzig, Dresden, Halle, Erfurt, Magdeburg und Chemnitz gehören zu den Kerngebieten. In einigen westdeutschen Städten ist PŸUR ebenfalls aktiv. Die genaue Verfügbarkeit prüfen Sie am zuverlässigsten mit der Adresssuche auf der PŸUR-Website – eine Postleitzahl allein reicht nicht, da das Netz straßengenau ausgebaut ist.

Welche Geschwindigkeiten bietet PŸUR Kabel-Internet?

PŸUR bietet aktuell vier Kabel-Tarife an, die sich nach Downloadgeschwindigkeit staffeln: von rund 100 Mbit/s im Einsteigertarif bis zu 1.000 Mbit/s im Maximaltarif. Der Upload liegt je nach Tarif zwischen 10 und 50 Mbit/s – deutlich niedriger als der Download, was typisch für Kabel-Anschlüsse ist. Die genauen Mindestgeschwindigkeiten entnehmen Sie der Produktinformationsseite des jeweiligen Tarifs.

Wie unterscheidet sich PŸUR von Vodafone Cable?

Vodafone ist bundesweit der größte Kabelnetzbetreiber; PŸUR ist regional fokussiert, vor allem in Ostdeutschland. In Städten wie Dresden oder Magdeburg ist PŸUR oft der einzige Kabelanbieter. Beide Anbieter nutzen DOCSIS 3.1 und bieten ähnliche Geschwindigkeitsstufen. Wer die Wahl hat, sollte aktuelle Preise und Aktionen beider Anbieter direkt vergleichen.

Muss ich nach dem Ende der Nebenkostenprivilegierung einen neuen Vertrag abschließen?

Ja. Seit Juli 2024 dürfen Vermieter die Kabelgebühren nicht mehr über die Betriebskosten umlegen. Als Mieter müssen Sie Ihren Kabelanschluss nun selbst buchen. Prüfen Sie, ob in Ihrem Haus noch eine Übergangsvereinbarung mit dem Vermieter besteht, und klären Sie den genauen Ablauftermin, um Unterbrechungen oder Doppelzahlungen zu vermeiden.

Welchen Router stellt PŸUR zur Verfügung?

PŸUR stellt einen DOCSIS-3.1-fähigen Kabel-Router im Mietmodell bereit. Das genaue Modell variiert je nach Tarif und Verfügbarkeit. Alternativ können Sie einen eigenen kompatiblen Router verwenden – etwa eine FRITZ!Box Cable – sofern dieser von PŸUR für das Netz freigegeben ist. Prüfen Sie die aktuelle Kompatibilitätsliste auf der PŸUR-Website.

Kann ich bei PŸUR einen eigenen Router verwenden?

Ja, PŸUR erlaubt den Betrieb eigener Kabel-Router, sofern das Gerät DOCSIS 3.1 unterstützt und von PŸUR freigegeben ist. Beliebte Modelle wie die FRITZ!Box 6591 oder 6660 Cable sind in der Regel kompatibel. Der Vorteil: Sie sparen die monatliche Mietgebühr. Der Nachteil: Bei Störungen ist der Support für Fremdgeräte eingeschränkt.

Wie lange ist die Mindestvertragslaufzeit bei PŸUR?

Standard ist eine Mindestlaufzeit von 24 Monaten. PŸUR bietet in der Regel auch monatlich kündbare Tarife an, die jedoch teurer sind. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit verlängert sich der Vertrag monatlich; die Kündigungsfrist beträgt einen Monat. Das entspricht den gesetzlichen Vorgaben der TKG-Reform 2021.

Was passiert, wenn PŸUR die Preise erhöht?

Bei einer Preiserhöhung während der Vertragslaufzeit haben Sie ein gesetzliches Sonderkündigungsrecht: Sie können den Vertrag innerhalb von drei Monaten nach Ankündigung der Preiserhöhung außerordentlich kündigen. PŸUR muss Sie über Preisänderungen rechtzeitig informieren. Lesen Sie entsprechende Mitteilungen daher sorgfältig und notieren Sie sich die Frist.

Was passiert mit meinem PŸUR-Vertrag, wenn ich umziehe?

Innerhalb des PŸUR-Versorgungsgebiets können Sie Ihren Vertrag in der Regel mitnehmen. Zieht Ihr neuer Wohnort außerhalb des PŸUR-Netzes, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Informieren Sie PŸUR rechtzeitig vor dem Umzug – idealerweise vier bis sechs Wochen vorher – um Doppelzahlungen oder Versorgungslücken zu vermeiden.

Warum ist meine tatsächliche Geschwindigkeit manchmal niedriger als gebucht?

Bei Kabel-Internet teilen sich mehrere Haushalte im selben Netzabschnitt die Bandbreite. Zu Stoßzeiten – typischerweise abends zwischen 19 und 22 Uhr – kann die tatsächliche Geschwindigkeit unter dem gebuchten Maximum liegen. PŸUR ist gesetzlich verpflichtet, Mindestgeschwindigkeiten einzuhalten, die in der Produktinformationsseite ausgewiesen sind. Liegt die Geschwindigkeit dauerhaft darunter, haben Sie Anspruch auf Abhilfe oder Vertragsanpassung.

Bietet PŸUR auch Glasfaser an?

Ja, PŸUR baut in ausgewählten Stadtteilen seiner Versorgungsgebiete Glasfaser aus und bietet entsprechende Tarife an. Die Verfügbarkeit ist aktuell noch begrenzt, wird aber ausgebaut. Prüfen Sie bei der Adresssuche auf der PŸUR-Website, ob an Ihrer Adresse bereits Glasfaser buchbar ist – das kann langfristig die zukunftssicherere Alternative zum Kabel-Anschluss sein.

Wie gut ist der Kundenservice von PŸUR?

PŸUR ist als regionaler Anbieter mit direktem Netzbetrieb erreichbar per Telefon, E-Mail und Online-Chat. In unabhängigen Kundenbewertungen zeigt sich ein gemischtes Bild: Viele Nutzer loben die schnelle Entstörung bei Netzproblemen, kritisieren aber teils lange Wartezeiten im Telefon-Support. Als kleinerer Anbieter hat PŸUR weniger Servicestellen als Vodafone oder Telekom, was je nach Region Vor- oder Nachteil sein kann.

Brauche ich eine Kabeldose in der Wohnung?

Ja, für Kabel-Internet benötigen Sie eine funktionsfähige Kabeldose (Antennendose) in Ihrer Wohnung. In den meisten Mehrfamilienhäusern ist diese vorhanden. Falls nicht, oder falls die Dose defekt ist, muss ein Techniker tätig werden. Das kann die Bereitstellungszeit um einige Tage bis Wochen verlängern. Prüfen Sie das vor Vertragsabschluss, um Überraschungen zu vermeiden.

Fachbegriffe kurz erklärt

DOCSIS 3.1

Data Over Cable Service Interface Specification, Version 3.1 – der aktuelle Übertragungsstandard für Kabel-Internet. Ermöglicht Downloadgeschwindigkeiten bis zu 10 Gbit/s theoretisch; in der Praxis bieten Anbieter wie PŸUR aktuell bis zu 1.000 Mbit/s. Gegenüber dem Vorgänger DOCSIS 3.0 deutlich höhere Kapazitäten und effizientere Nutzung des Frequenzspektrums.

Hausübergabepunkt (HÜP)

Der technische Übergabepunkt, an dem das Kabelnetz des Anbieters in das Hausnetz übergeht. Im Mehrfamilienhaus befindet sich der HÜP meist im Keller. Von dort wird das Signal über das hausinterne Koaxialnetz zu den einzelnen Wohnungen verteilt. Ein defekter oder fehlender HÜP kann die Kabel-Internet-Nutzung verhindern.

Nebenkostenprivilegierung (abgeschafft)

Bis Juli 2024 durften Vermieter die Kosten für einen Sammel-Kabelanschluss über die Betriebskosten auf alle Mieter umlegen – unabhängig davon, ob diese das Kabel nutzten. Seit der Abschaffung dieser Regelung müssen Mieter ihren Kabelanschluss selbst und direkt beim Anbieter buchen.

Produktinformationsseite (PIS)

Gesetzlich vorgeschriebenes Dokument, das Telekommunikationsanbieter für jeden Tarif bereitstellen müssen. Enthält verbindliche Angaben zu Mindestgeschwindigkeit, normaler Geschwindigkeit, maximaler Geschwindigkeit und weiteren Leistungsmerkmalen. Grundlage für eventuelle Ansprüche bei dauerhafter Unterschreitung der garantierten Werte.

Sonderkündigungsrecht

Das Recht, einen laufenden Vertrag außerordentlich zu kündigen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind – etwa eine Preiserhöhung durch den Anbieter oder ein Umzug in ein nicht versorgtes Gebiet. Im Telekommunikationsbereich gesetzlich geregelt; die Frist beträgt in der Regel drei Monate nach dem auslösenden Ereignis.

Shared Medium

Beim Kabel-Internet teilen sich mehrere Haushalte in einem Netzabschnitt die verfügbare Bandbreite – das Kabel ist ein sogenanntes Shared Medium. Im Gegensatz dazu hat jeder Glasfaser-Anschluss eine dedizierte Verbindung zum Verteiler. Das Shared-Medium-Prinzip erklärt, warum Kabel-Geschwindigkeiten zu Stoßzeiten schwanken können.

Mesh-WLAN

Ein WLAN-System, das aus mehreren miteinander vernetzten Zugangspunkten (Nodes) besteht und so eine lückenlose WLAN-Abdeckung in größeren Wohnungen oder Häusern ermöglicht. Im Gegensatz zu klassischen Repeatern kommunizieren Mesh-Nodes intelligent miteinander und übergeben Geräte nahtlos zwischen den Zugangspunkten.

Weitere Begriffe finden Sie in unserem DSL-Glossar.

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