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Glasfaser bei Telekom - Was Sie wissen sollten

Glasfaser (FTTH - Fiber To The Home) ist die schnellste und zukunftssicherste Technologie. Telekom bietet hier symmetrische Geschwindigkeiten bis 1 Gbit/s. Verfügbarkeit hängt vom Glasfaserausbau an Ihrer Adresse ab.

Die Telekom ist in Deutschland der größte Anbieter von Glasfaseranschlüssen und baut ihr FTTH-Netz (Fiber to the Home) seit Jahren konsequent aus. Unter der Marke MagentaZuhause Glasfaser bietet die Telekom Tarife mit symmetrischen Geschwindigkeiten von 100 Mbit/s bis 1 Gbit/s an — das bedeutet: Upload und Download laufen mit identischer Bandbreite, was besonders für Homeoffice, Cloud-Dienste und Videokonferenzen ein spürbarer Vorteil gegenüber klassischen DSL- oder Kabelanschlüssen ist. Was die Telekom von anderen Glasfaseranbietern unterscheidet, ist vor allem die Kombination aus eigenem Netz, bundesweiter Servicestruktur und dem Anspruch, bis 2030 rund 10 Millionen Haushalte mit echtem FTTH zu versorgen. Hinzu kommt die Integration in das MagentaZuhause-Ökosystem: Wer bereits Mobilfunk oder TV über die Telekom nutzt, kann Kombi-Rabatte in Anspruch nehmen. Technisch setzt die Telekom auf XGS-PON als Übertragungsstandard, der perspektivisch Geschwindigkeiten von bis zu 10 Gbit/s ermöglicht — auch wenn aktuelle Tarife diesen Rahmen noch nicht ausschöpfen. Für Verbraucher bedeutet das: Ein heute abgeschlossener Glasfasertarif ist auf Jahre hinaus zukunftssicher. Einziger Wermutstropfen bleibt die Verfügbarkeit: Glasfaser der Telekom steht 2025 noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Ob Ihr Haushalt angeschlossen ist, lässt sich über die Verfügbarkeitsprüfung auf dslvertrag.de in wenigen Sekunden klären.

Ratgeber: Hintergründe und Schritt für Schritt

Verfügbarkeit & Ausbaugebiete

Glasfaser der Telekom ist nicht überall verfügbar — das ist die wichtigste Einschränkung, die Sie kennen müssen, bevor Sie sich für einen Tarif entscheiden. Stand 2025 versorgt die Telekom rund 4 bis 5 Millionen Haushalte mit echtem FTTH-Glasfaser, also mit Glasfaserkabeln, die bis direkt in die Wohnung oder das Haus verlegt sind. Das klingt nach viel, entspricht aber erst einem Bruchteil der rund 42 Millionen deutschen Haushalte.

Der Ausbau konzentriert sich derzeit auf Neubaugebiete, städtische Ballungsräume und Gemeinden, in denen die Telekom Kooperationen mit kommunalen Versorgern eingegangen ist. In ländlichen Regionen ist Glasfaser der Telekom häufig noch nicht verfügbar — hier dominiert weiterhin VDSL mit Vectoring oder Super-Vectoring, das über Kupferleitungen läuft.

Praktisch wichtig: Die Telekom unterscheidet zwischen Gebieten, in denen der Ausbau bereits abgeschlossen ist, und sogenannten Vorvermarktungsgebieten. In Letzteren können Sie sich für den Glasfaseranschluss vormerken lassen, bevor der Ausbau beginnt. Oft ist eine Mindestquote von Interessenten nötig, damit die Telekom den Ausbau tatsächlich startet. Wenn Sie in einem solchen Gebiet wohnen, lohnt es sich, frühzeitig Interesse zu bekunden — das kostet nichts und beschleunigt im besten Fall den Ausbau in Ihrer Straße.

Die zuverlässigste Methode zur Verfügbarkeitsprüfung ist die Eingabe Ihrer genauen Adresse inklusive Hausnummer. Nur so erhalten Sie ein belastbares Ergebnis, denn selbst innerhalb einer Straße kann die Verfügbarkeit von Haus zu Haus variieren.

Geschwindigkeit & Technik

Die Telekom bietet ihre Glasfasertarife in drei Geschwindigkeitsstufen an: 100 Mbit/s, 300 Mbit/s und 1.000 Mbit/s (1 Gbit/s). Das technisch Besondere an echtem FTTH-Glasfaser ist die Symmetrie: Upload und Download laufen mit identischer Geschwindigkeit. Beim 1-Gbit/s-Tarif bedeutet das also 1.000 Mbit/s im Download und 1.000 Mbit/s im Upload — ein Wert, den DSL- und Kabelanschlüsse strukturell nicht erreichen können.

Als Übertragungsstandard setzt die Telekom auf XGS-PON (10-Gigabit-capable Symmetric Passive Optical Network). Dieser Standard ist auf Übertragungsraten von bis zu 10 Gbit/s ausgelegt, was bedeutet, dass die heute verlegte Infrastruktur für künftige Geschwindigkeitssteigerungen gerüstet ist, ohne dass neue Kabel gezogen werden müssen.

In der Praxis erreichen Sie mit dem 1-Gbit/s-Tarif im Alltag Downloadgeschwindigkeiten, bei denen ein 4K-Film in wenigen Minuten heruntergeladen ist, mehrere Personen gleichzeitig in 4K streamen können und große Dateien ins Homeoffice-VPN hochgeladen werden, ohne dass andere Nutzer im Haushalt etwas davon merken. Für einen Zwei-Personen-Haushalt mit normalem Nutzungsverhalten reicht der 100-Mbit/s-Tarif in der Regel vollkommen aus. Familien mit mehreren gleichzeitigen Streams, Gaming und Homeoffice profitieren von 300 Mbit/s oder mehr.

Wichtig zu wissen: Die angegebenen Geschwindigkeiten sind technische Maximalwerte. Die tatsächlich erreichbare Geschwindigkeit hängt auch von der internen Verkabelung im Haus, der Qualität des WLAN-Routers und der Auslastung des lokalen Netzknotens ab. Per LAN-Kabel direkt am Router messen Sie in der Regel Werte, die sehr nah an den beworbenen Maximalwerten liegen.

Hardware & Router

Bei einem Glasfasertarif der Telekom erhalten Sie standardmäßig die Speedbox oder die Speedport Smart 4 als Router — je nach Tarif und Verfügbarkeit. Beide Geräte unterstützen WLAN 6 (802.11ax), was für moderne Haushalte mit vielen vernetzten Geräten ein relevanter Vorteil ist. Der Speedport Smart 4 bietet zudem eine App-basierte Verwaltung und lässt sich mit WLAN-Repeatern der Telekom zu einem Mesh-Netzwerk erweitern.

Die Telekom stellt den Router in der Regel als Mietgerät bereit, das im monatlichen Preis enthalten ist. Alternativ können Sie einen eigenen Router verwenden, sofern dieser das für FTTH notwendige ONT-Modul (Optical Network Terminal) unterstützt oder die Telekom ein separates ONT-Gerät bereitstellt, an das Sie Ihren eigenen Router anschließen. Technisch versierte Nutzer greifen hier gerne zu Geräten von AVM (FRITZ!Box 5590 Fiber oder 5530 Fiber), die eine deutlich umfangreichere Konfigurationsoberfläche bieten.

Bei der Installation eines Glasfaseranschlusses kommt ein Techniker der Telekom ins Haus, um das Glasfaserkabel bis zur Wohnung zu verlegen und das ONT zu installieren. Diese Installation ist in der Regel kostenlos, sofern Sie den Anschluss im Rahmen einer Neuvermarktungsaktion bestellen. Achten Sie beim Vertragsabschluss darauf, ob Installationskosten anfallen — das variiert je nach Aktion und Zeitpunkt.

Vertragsdetails

Die MagentaZuhause Glasfaser-Tarife werden mit einer Mindestlaufzeit von 24 Monaten angeboten. Nach Ablauf dieser Laufzeit verlängert sich der Vertrag automatisch um jeweils einen Monat, sofern Sie nicht mit einer Frist von einem Monat kündigen. Das entspricht dem seit Dezember 2021 geltenden Telekommunikationsgesetz (TKG 2021), das automatische Verlängerungen um mehr als einen Monat untersagt.

Die monatlichen Kosten setzen sich aus dem Grundpreis für den Internettarif und gegebenenfalls einem Aufpreis für Telefonie oder TV zusammen. Viele Aktionen beinhalten einen reduzierten Preis in den ersten 12 oder 24 Monaten, der danach auf den regulären Preis ansteigt. Lesen Sie die Preisangaben daher genau: Entscheidend ist der Preis nach Ablauf des Aktionszeitraums, nicht der Einstiegspreis.

Bei einem Umzug innerhalb Deutschlands ist die Telekom gesetzlich verpflichtet, den Anschluss mitzunehmen, sofern am neuen Wohnort technisch möglich. Ist das nicht der Fall, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Gleiches gilt, wenn die Telekom die vertraglich vereinbarte Mindestgeschwindigkeit dauerhaft unterschreitet — ein Recht, das durch das TKG 2021 gestärkt wurde und das Sie durch regelmäßige Speedtests dokumentieren können.

Kombi-Rabatte: Wer zusätzlich einen MagentaMobil-Tarif bei der Telekom hat, erhält auf den Festnetztarif einen monatlichen Rabatt. Die genaue Höhe variiert je nach Mobilfunktarif und aktueller Aktion, liegt aber typischerweise zwischen 5 und 10 Euro pro Monat.

Tipps zur Tarifwahl

Die Wahl des richtigen Glasfasertarifs hängt vor allem von zwei Faktoren ab: der Anzahl der Personen im Haushalt und dem tatsächlichen Nutzungsverhalten. Als Faustregel gilt: Pro gleichzeitig genutztem 4K-Stream benötigen Sie etwa 25 Mbit/s, für stabiles Videoconferencing in HD etwa 10 Mbit/s, für Online-Gaming reichen 10 bis 20 Mbit/s Downstream — aber der Upload sollte stabil sein.

Für einen Single-Haushalt oder ein Paar ohne intensive Nutzung ist der 100-Mbit/s-Tarif eine solide und kostengünstige Wahl. Familien mit drei oder mehr Personen, die gleichzeitig streamen, im Homeoffice arbeiten und spielen, sollten mindestens 300 Mbit/s einplanen. Den 1-Gbit/s-Tarif empfehlen wir vor allem dann, wenn Sie regelmäßig sehr große Dateien hoch- oder herunterladen, ein Heimnetzwerk mit vielen Geräten betreiben oder einfach maximale Zukunftssicherheit wünschen.

Beachten Sie auch: Bei Glasfaser ist der Upload genauso schnell wie der Download. Wenn Sie viel mit Cloud-Speichern arbeiten, Backups hochladen oder regelmäßig Videokonferenzen führen, ist das ein echter Mehrwert gegenüber DSL oder Kabel, wo der Upload oft auf 50 bis 100 Mbit/s begrenzt ist — selbst bei hohen Download-Geschwindigkeiten.

Ein letzter praktischer Hinweis: Prüfen Sie vor Vertragsabschluss, ob Ihre aktuelle Wohnsituation einen Glasfaseranschluss überhaupt ermöglicht. In Mietwohnungen ist in der Regel die Zustimmung des Vermieters erforderlich, wenn Kabelarbeiten in der Wohnung notwendig sind. In vielen Fällen ist das jedoch problemlos möglich, da die Telekom die Installation professionell und schonend durchführt.

Checkliste vor dem Abschluss

Bevor Sie sich entscheiden, empfehlen wir die folgenden Punkte zu prüfen — dauert in der Regel 5–10 Minuten.

  • Verfügbarkeit prüfen: Glasfaser der Telekom ist nicht flächendeckend verfügbar — geben Sie Ihre genaue Adresse inklusive Hausnummer in die Verfügbarkeitsprüfung ein.
  • Anschlussart bestätigen: Achten Sie darauf, dass es sich um echtes FTTH (Fiber to the Home) handelt und nicht um FTTB (Fiber to the Building) oder FTTC (Fiber to the Curb), bei denen das letzte Stück über Kupfer läuft.
  • Geschwindigkeitsbedarf ermitteln: Überlegen Sie, wie viele Personen gleichzeitig das Internet nutzen und welche Anwendungen (Streaming, Gaming, Homeoffice) im Vordergrund stehen.
  • Gesamtkosten berechnen: Vergleichen Sie nicht nur den Aktionspreis, sondern den Preis nach Ablauf des Aktionszeitraums über die gesamte Mindestlaufzeit von 24 Monaten.
  • Installationskosten klären: Prüfen Sie, ob für den Glasfaseranschluss Installationskosten anfallen oder ob diese im Rahmen einer Aktion entfallen.
  • Kombi-Rabatte prüfen: Wenn Sie bereits einen MagentaMobil-Tarif haben, fragen Sie nach dem aktuellen Kombi-Rabatt für Festnetz-Glasfaser.
  • Router-Optionen abwägen: Entscheiden Sie, ob Sie den mitgelieferten Telekom-Router nutzen oder einen eigenen Router (z. B. FRITZ!Box Fiber) anschließen möchten.
  • Vermieterzustimmung einholen: Klären Sie als Mieter vorab mit Ihrem Vermieter, ob Kabelarbeiten für den Glasfaseranschluss genehmigt werden.
  • Installationstermin einplanen: Ein Techniker muss vor Ort den Anschluss einrichten — planen Sie ausreichend Vorlaufzeit und Flexibilität für den Installationstermin ein.
  • Kündigungsfrist des alten Vertrags beachten: Kündigen Sie Ihren bisherigen Internetanschluss rechtzeitig, aber erst wenn der neue Glasfaseranschluss aktiviert ist, um eine Versorgungslücke zu vermeiden.
  • Sonderkündigungsrecht kennen: Machen Sie sich mit Ihren Rechten vertraut — bei dauerhafter Unterschreitung der Mindestgeschwindigkeit oder bei einem Umzug ohne Verfügbarkeit haben Sie ein Sonderkündigungsrecht.
  • Aktuelle Aktionsangebote vergleichen: Die Telekom ändert ihre Aktionspreise regelmäßig — prüfen Sie zum Zeitpunkt des Abschlusses, ob ein Neukunden-Bonus, ein reduzierter Einstiegspreis oder kostenlose Zusatzoptionen verfügbar sind.

Alternativen und Abgrenzung

Glasfaser ist nicht gleich Glasfaser — das gilt auch im direkten Vergleich der Anbieter. Neben der Telekom bieten in Deutschland vor allem Vodafone, 1&1, o2 und regionale Stadtwerke Glasfasertarife an. Hier sind die wesentlichen Unterschiede, die bei der Entscheidung eine Rolle spielen.

Telekom vs. Vodafone Glasfaser: Vodafone setzt beim Glasfaser-Ausbau stark auf Kooperationen mit regionalen Netzbetreibern und vermarktet deren Infrastruktur unter eigenem Namen. Das bedeutet: Die tatsächliche Netzqualität kann je nach Region variieren, da Vodafone nicht überall ein eigenes Netz betreibt. Die Telekom hingegen baut und betreibt ihr FTTH-Netz weitgehend selbst, was eine einheitlichere Servicequalität ermöglicht. Bei den Tarifen liegen beide Anbieter preislich ähnlich, wobei Vodafone in Aktionsphasen häufig aggressivere Einstiegspreise anbietet.

Telekom vs. 1&1 Glasfaser: 1&1 vermarktet Glasfaser ebenfalls über Vorleistungsprodukte, also über Netze anderer Betreiber — darunter auch das der Telekom. Das bedeutet, dass Sie in manchen Regionen technisch dasselbe Netz nutzen, aber zu einem anderen Preis und mit anderem Kundenservice. 1&1 punktet oft mit günstigeren Einstiegspreisen und flexibleren Kombi-Angeboten mit dem eigenen Mobilfunknetz. Wer Wert auf direkten Kontakt zum Netzbetreiber legt, ist bei der Telekom besser aufgehoben.

Telekom vs. o2 Glasfaser: o2 (Telefónica) ist im Glasfaserbereich aktuell noch weniger präsent als die Telekom und Vodafone. Das Angebot konzentriert sich auf ausgewählte Regionen und basiert ebenfalls auf Vorleistungsprodukten. Für Bestandskunden im o2-Mobilfunknetz können Kombi-Rabatte attraktiv sein, aber die Netzabdeckung bei Glasfaser ist geringer.

Telekom vs. regionale Anbieter: In vielen Städten und Gemeinden bauen Stadtwerke und regionale Netzbetreiber eigene Glasfasernetze auf. Diese sind oft günstiger als die Telekom und bieten ebenfalls echtes FTTH. Wer in einer solchen Region wohnt, sollte diese Anbieter unbedingt in den Vergleich einbeziehen. Der Vorteil der Telekom liegt hier in der bundesweiten Verfügbarkeit und dem flächendeckenden Servicenetz.

Fazit: Die Telekom ist beim Glasfaser die erste Wahl, wenn Sie Wert auf ein eigenes, stabiles Netz, bundesweiten Service und Zukunftssicherheit legen. Wer primär auf den günstigsten Preis schaut, findet bei regionalen Anbietern oder in Aktionsphasen bei 1&1 und Vodafone möglicherweise attraktivere Konditionen.

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Aus unserer Redaktion

Redaktionelle Empfehlung: Wenn Glasfaser der Telekom an Ihrer Adresse verfügbar ist, lohnt sich der Wechsel in den meisten Fällen — unabhängig davon, welchen Tarif Sie wählen. Der entscheidende Vorteil liegt nicht nur in der Geschwindigkeit, sondern in der Stabilität und Symmetrie der Verbindung. Für einen Zwei-Personen-Haushalt mit normalem Nutzungsverhalten empfehlen wir den 100-Mbit/s-Tarif als soliden Einstieg. Sobald mehr als zwei Personen gleichzeitig das Internet intensiv nutzen oder Homeoffice eine wichtige Rolle spielt, sollten Sie direkt zu 300 Mbit/s greifen — der Preisunterschied ist gering, der Komfort-Gewinn spürbar. Den 1-Gbit/s-Tarif empfehlen wir vor allem für technikaffine Haushalte, die regelmäßig große Datenmengen bewegen oder ein Heimnetzwerk mit vielen Geräten betreiben. Achten Sie beim Abschluss auf den Preis nach dem Aktionszeitraum und prüfen Sie, ob ein Kombi-Rabatt mit Ihrem Mobilfunkvertrag möglich ist — das macht den Telekom-Glasfasertarif oft noch attraktiver.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Glasfaser und DSL bei der Telekom?

DSL nutzt das vorhandene Kupferleitungsnetz, das ursprünglich für Telefonie gebaut wurde. Glasfaser (FTTH) überträgt Daten über Lichtsignale in Glasfaserkabeln, die direkt bis in Ihre Wohnung verlegt werden. Das Ergebnis: deutlich höhere Geschwindigkeiten, symmetrischer Upload und Download sowie eine stabilere Verbindung ohne Einbußen bei langen Leitungswegen. DSL-Geschwindigkeiten hängen stark von der Entfernung zur nächsten Vermittlungsstelle ab — bei Glasfaser entfällt dieser Nachteil vollständig.

Wie schnell ist Glasfaser der Telekom wirklich?

Die Telekom bietet Glasfasertarife mit 100, 300 und 1.000 Mbit/s an — jeweils symmetrisch, also Upload und Download mit gleicher Geschwindigkeit. In der Praxis erreichen Sie per LAN-Kabel Werte, die sehr nah an den beworbenen Maximalwerten liegen. Per WLAN können je nach Router und Hausstruktur geringere Werte auftreten. Die Telekom ist nach TKG 2021 verpflichtet, eine Mindestgeschwindigkeit zu garantieren, die im Vertrag ausgewiesen wird.

Ist Glasfaser der Telekom überall in Deutschland verfügbar?

Nein. Stand 2025 versorgt die Telekom rund 4 bis 5 Millionen Haushalte mit FTTH-Glasfaser. Der Ausbau schreitet voran, aber besonders in ländlichen Regionen ist Glasfaser noch nicht verfügbar. Die zuverlässigste Methode zur Prüfung ist die Eingabe Ihrer genauen Adresse in die Verfügbarkeitsprüfung auf dslvertrag.de.

Muss ich für die Installation des Glasfaseranschlusses zahlen?

In vielen Fällen ist die Installation kostenlos, insbesondere wenn Sie im Rahmen einer Neuvermarktungsaktion bestellen oder in einem Ausbaugebiet wohnen, das die Telekom aktiv erschließt. Es gibt jedoch Situationen, in denen Installationskosten anfallen können — etwa bei aufwendigen Kabelwegen im Gebäude. Klären Sie das vor Vertragsabschluss explizit im Angebot.

Welchen Router bekomme ich bei einem Telekom Glasfasertarif?

Die Telekom stellt in der Regel den Speedport Smart 4 oder eine Speedbox bereit. Beide unterstützen WLAN 6 und lassen sich per App verwalten. Alternativ können Sie einen eigenen Router verwenden, etwa eine FRITZ!Box 5590 Fiber oder 5530 Fiber von AVM, die direkt an das ONT (Optical Network Terminal) angeschlossen wird. Eigene Router bieten oft mehr Konfigurationsmöglichkeiten.

Wie lange ist die Mindestlaufzeit bei Telekom Glasfasertarifen?

Die Mindestlaufzeit beträgt 24 Monate. Nach Ablauf verlängert sich der Vertrag automatisch um jeweils einen Monat, sofern Sie nicht mit einer Frist von einem Monat kündigen. Das entspricht den Vorgaben des TKG 2021. Eine Kündigung nach der Mindestlaufzeit ist also mit einem Monat Vorlauf jederzeit möglich.

Kann ich meinen Telekom Glasfasertarif bei einem Umzug mitnehmen?

Die Telekom ist gesetzlich verpflichtet, Ihren Anschluss bei einem Umzug mitzunehmen, sofern am neuen Wohnort Glasfaser der Telekom verfügbar ist. Ist das nicht der Fall, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht ohne Zahlung einer Vertragsstrafe. Informieren Sie die Telekom so früh wie möglich über Ihren Umzug, idealerweise mindestens vier Wochen im Voraus.

Was ist FTTH und warum ist es besser als FTTB?

FTTH (Fiber to the Home) bedeutet, dass das Glasfaserkabel direkt bis in Ihre Wohnung verlegt wird. Bei FTTB (Fiber to the Building) endet das Glasfaserkabel im Keller des Gebäudes, und das letzte Stück bis zur Wohnung läuft über Kupferleitungen. Das begrenzt die erreichbare Geschwindigkeit und hebt den symmetrischen Vorteil von Glasfaser teilweise auf. Telekom-Glasfasertarife basieren auf FTTH.

Bekomme ich als Bestandskunde auch Glasfaser-Aktionspreise?

Aktionspreise richten sich in der Regel an Neukunden. Als Bestandskunde können Sie jedoch bei der Telekom einen Tarifwechsel zu einem Glasfasertarif beantragen und dabei von Kombi-Rabatten profitieren, wenn Sie bereits einen MagentaMobil-Tarif haben. Ob aktuelle Aktionskonditionen auch für Bestandskunden gelten, variiert und sollte direkt bei der Telekom erfragt werden.

Was passiert, wenn die Telekom die vereinbarte Mindestgeschwindigkeit nicht erreicht?

Seit dem TKG 2021 haben Sie das Recht auf Preisminderung oder Sonderkündigung, wenn die Telekom die vertraglich vereinbarte Mindestgeschwindigkeit dauerhaft unterschreitet. Voraussetzung ist eine Dokumentation durch mehrere Speedtests über die offizielle Breitbandmessung der Bundesnetzagentur. Wenden Sie sich zunächst an den Kundenservice der Telekom, bevor Sie rechtliche Schritte einleiten.

Brauche ich die Zustimmung meines Vermieters für einen Glasfaseranschluss?

In der Regel ja, wenn für die Installation Kabelarbeiten in der Wohnung oder am Gebäude notwendig sind. Seit der Mietrechtsreform 2024 haben Mieter unter bestimmten Voraussetzungen ein gestärktes Recht auf einen Glasfaseranschluss, und Vermieter dürfen die Zustimmung nicht ohne sachlichen Grund verweigern. Klären Sie das vor Vertragsabschluss, um Überraschungen zu vermeiden.

Lohnt sich der 1-Gbit/s-Tarif für einen normalen Haushalt?

Für die meisten Haushalte mit zwei bis vier Personen und normalem Nutzungsverhalten (Streaming, Surfen, Homeoffice) reichen 300 Mbit/s vollkommen aus. Der 1-Gbit/s-Tarif lohnt sich vor allem dann, wenn Sie regelmäßig sehr große Dateien hoch- oder herunterladen, viele Geräte gleichzeitig betreiben oder maximale Zukunftssicherheit wünschen. Der Preisaufschlag gegenüber dem 300-Mbit/s-Tarif ist in der Regel überschaubar.

Wie lange dauert es, bis der Glasfaseranschluss aktiv ist?

Nach Vertragsabschluss dauert es in der Regel vier bis acht Wochen bis zur Aktivierung des Glasfaseranschlusses. In dieser Zeit wird ein Installationstermin mit einem Techniker vereinbart, der das Glasfaserkabel bis in Ihre Wohnung verlegt und das ONT installiert. In Gebieten mit hoher Nachfrage oder komplexer Gebäudestruktur kann es auch länger dauern.

Fachbegriffe kurz erklärt

FTTH (Fiber to the Home)

Glasfasertechnologie, bei der das Glasfaserkabel direkt bis in die Wohnung oder das Haus des Endkunden verlegt wird. Im Gegensatz zu FTTB oder FTTC wird das letzte Stück der Leitung nicht über Kupfer überbrückt, was maximale Geschwindigkeit und Symmetrie ermöglicht.

XGS-PON

10-Gigabit-capable Symmetric Passive Optical Network — der aktuelle Glasfaserstandard, den die Telekom für ihr FTTH-Netz einsetzt. Er ermöglicht theoretische Übertragungsraten von bis zu 10 Gbit/s symmetrisch und ist damit für künftige Geschwindigkeitssteigerungen gerüstet, ohne dass neue Kabel verlegt werden müssen.

ONT (Optical Network Terminal)

Das ONT ist das Abschlussgerät am Ende der Glasfaserleitung in Ihrer Wohnung. Es wandelt das optische Lichtsignal der Glasfaser in ein elektrisches Signal um, das Ihr Router verarbeiten kann. Bei FTTH-Anschlüssen der Telekom wird das ONT vom Techniker bei der Installation montiert.

Symmetrische Verbindung

Eine Internetverbindung, bei der Upload- und Download-Geschwindigkeit identisch sind. Glasfaser (FTTH) bietet standardmäßig symmetrische Verbindungen. DSL und Kabel sind in der Regel asymmetrisch — der Download ist deutlich schneller als der Upload, was bei Cloud-Nutzung, Videokonferenzen und Backups ein spürbarer Nachteil sein kann.

Vorvermarktungsgebiet

Ein Gebiet, in dem die Telekom den Glasfaserausbau plant, aber noch nicht begonnen hat. Interessenten können sich vormerken lassen. Oft startet der Ausbau erst, wenn eine bestimmte Mindestquote an Interessenten erreicht ist. Eine Vorregistrierung ist kostenlos und unverbindlich.

Sonderkündigungsrecht

Das Recht, einen laufenden Vertrag vorzeitig und ohne Zahlung einer Vertragsstrafe zu kündigen. Bei Telekom-Glasfasertarifen greift es unter anderem bei einem Umzug ohne Verfügbarkeit am neuen Wohnort oder bei dauerhafter Unterschreitung der vertraglich garantierten Mindestgeschwindigkeit. Geregelt im Telekommunikationsgesetz (TKG 2021).

Kombi-Rabatt

Preisreduzierung auf den Festnetztarif, die Telekom-Kunden gewährt wird, wenn sie zusätzlich einen MagentaMobil-Mobilfunktarif bei der Telekom haben. Die Höhe des Rabatts variiert je nach Mobilfunktarif und aktueller Aktion, liegt typischerweise zwischen 5 und 10 Euro pro Monat.

Weitere Begriffe finden Sie in unserem DSL-Glossar.

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