Alle Vodafone DSL-Tarife
DSL bei Vodafone - Was Sie wissen sollten
DSL nutzt die vorhandene Telefon-Kupferleitung. Vodafone bietet hier VDSL mit Super-Vectoring bis 250 Mbit/s. DSL ist die flächendeckendste Technologie in Deutschland - fast jeder Haushalt kann sie nutzen.
Vodafone gehört in Deutschland zu den drei größten Telekommunikationsanbietern und bietet DSL-Anschlüsse unter der Produktlinie „Red Internet & Phone DSL" an. Was Vodafone bei DSL von anderen unterscheidet, ist vor allem die Kombination aus bundesweiter Verfügbarkeit über das Telefónica-Vorleistungsnetz und einer klar strukturierten Tarifwelt mit wenigen, gut unterscheidbaren Stufen. Wer bei Vodafone einen DSL-Tarif abschließt, erhält in der Regel einen VDSL2-Anschluss mit Vectoring-Technologie — das bedeutet in der Praxis stabile Verbindungen auch in Gebieten, in denen Glasfaser noch nicht verfügbar ist. Vodafone positioniert seine DSL-Tarife als Einstieg ins schnelle Internet für Haushalte, die keinen Kabelanschluss nutzen können oder wollen. Besonders relevant: Vodafone DSL ist in vielen ländlicheren Regionen eine der wenigen Alternativen zur Telekom, weil das Unternehmen auf Basis von Bitstream-Zugang und eigenem Ausbau flächendeckend präsent ist. Die Tarife beinhalten standardmäßig eine Telefon-Flatrate ins deutsche Festnetz sowie einen WLAN-Router. Für Haushalte mit mittlerem Datenbedarf — Streaming in HD, Homeoffice, gelegentliches Gaming — sind die DSL-Angebote von Vodafone eine solide Wahl, sofern die Verfügbarkeit am eigenen Standort gegeben ist. Dieser Ratgeber hilft Ihnen, die richtige Tarifstufe zu wählen und typische Fallstricke beim Abschluss zu vermeiden.
Ratgeber: Hintergründe und Schritt für Schritt
Verfügbarkeit & Ausbaugebiete
Vodafone DSL ist in Deutschland grundsätzlich dort verfügbar, wo VDSL2-Infrastruktur existiert — entweder über eigene Leitungen oder über Vorleistungsprodukte der Telekom. Das bedeutet: In vielen Städten und Ballungsräumen ist Vodafone DSL eine echte Option, in sehr ländlichen Regionen hingegen kann die Verfügbarkeit eingeschränkt sein. Bevor Sie einen Tarif in Betracht ziehen, sollten Sie unbedingt die Verfügbarkeitsprüfung auf der Vodafone-Website oder einem unabhängigen Portal durchführen — und zwar mit Ihrer genauen Adresse inklusive Hausnummer. Die angezeigten Maximalgeschwindigkeiten hängen nämlich stark von der Leitungslänge zwischen Ihrer Wohnung und dem nächsten Kabelverzweiger ab. Wer weniger als 300 Meter vom Verteilerkasten entfernt wohnt, kann mit Vectoring-Technologie tatsächlich Geschwindigkeiten nahe der beworbenen 100 Mbit/s erreichen. Bei größerer Entfernung sinken die erreichbaren Werte deutlich — in manchen Fällen auf 25 bis 50 Mbit/s, selbst wenn der Tarif höhere Werte verspricht. Vodafone ist verpflichtet, Ihnen die am Standort technisch erreichbare Maximalgeschwindigkeit vor Vertragsabschluss mitzuteilen (gemäß TKG 2021). Achten Sie auf diesen Wert, nicht auf die beworbene Tarifgeschwindigkeit. In Gebieten, in denen Vodafone keinen eigenen Ausbau betreibt, nutzt das Unternehmen Resale-Produkte der Telekom — das ist technisch gleichwertig, kann aber bei Störungen zu längeren Bearbeitungszeiten führen, weil ein zusätzlicher Koordinationsschritt zwischen Vodafone und der Telekom notwendig ist.
Geschwindigkeit & Technik
Vodafone DSL basiert auf VDSL2 mit Vectoring und in manchen Ausbaugebieten auf Super-Vectoring. VDSL2 ist die Weiterentwicklung des klassischen DSL und nutzt die bestehende Kupferdoppelader zwischen Kabelverzweiger und Ihrer Wohnung. Vectoring reduziert dabei elektromagnetische Störungen zwischen benachbarten Leitungen und erhöht so die erreichbare Geschwindigkeit erheblich. Super-Vectoring erweitert das Frequenzspektrum und ermöglicht theoretisch bis zu 250 Mbit/s im Download — allerdings nur, wenn der Kabelverzweiger entsprechend ausgebaut ist und Ihre Leitungslänge kurz genug ist. In der Praxis bietet Vodafone DSL-Tarife in Stufen an: Einstiegstarife mit 50 Mbit/s, mittlere Stufen mit 100 Mbit/s und höhere Stufen bis 250 Mbit/s. Der Upload liegt bei VDSL2 typischerweise bei 10 bis 40 Mbit/s — ein strukturelles Merkmal der Technologie, das sich von Glasfaser (symmetrische Geschwindigkeiten) unterscheidet. Für Videokonferenzen und Homeoffice ist ein Upload von 10 Mbit/s ausreichend, für regelmäßiges Cloud-Backup größerer Datenmengen oder professionelles Streaming kann es knapp werden. Wichtig zu wissen: Vodafone gibt in seinen Tarifbeschreibungen eine „bis zu"-Geschwindigkeit an. Die tatsächlich erreichbare Geschwindigkeit wird im Produktinformationsblatt (PIB) ausgewiesen, das vor Vertragsabschluss bereitgestellt werden muss. Lesen Sie dieses Dokument sorgfältig — es enthält die für Ihren Standort realistischen Werte.
Hardware & Router
Im Lieferumfang aller Vodafone-DSL-Tarife ist ein WLAN-Router enthalten, in der Regel eine Fritz!Box oder ein Vodafone-eigenes Gerät. Die genaue Modellbezeichnung variiert je nach Tarif und Aktionszeitraum. Grundsätzlich gilt: Die mitgelieferten Router sind für den Alltagsbetrieb ausreichend, unterstützen WLAN nach aktuellem Standard (Wi-Fi 5 oder Wi-Fi 6) und bieten in der Regel mehrere LAN-Ports sowie eine Telefonbuchse. Wer eigene Hardware verwenden möchte, kann das grundsätzlich tun — Vodafone ist nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs verpflichtet, die technischen Zugangsdaten herauszugeben, damit Sie einen eigenen Router betreiben können. Für Nutzer mit besonderen Anforderungen (z. B. komplexe Heimnetzwerke, VPN-Server, spezifische Firewall-Konfigurationen) empfiehlt sich eine Fritz!Box aus eigenem Kauf, da diese mehr Konfigurationsmöglichkeiten bietet als die Vodafone-eigenen Geräte. Beachten Sie: Wenn Sie einen eigenen Router verwenden und es zu Verbindungsproblemen kommt, kann Vodafone bei der Fehlersuche auf die Kompatibilität mit dem eigenen Gerät verweisen — das kann die Störungsbearbeitung verlangsamen. Im Zweifelsfall ist es sinnvoll, den Vodafone-Router zunächst zu behalten und als Fallback zu nutzen. Mietgebühren für den Router sind bei Vodafone in der Regel im Monatspreis enthalten, ein separater Kauf ist optional möglich.
Vertragsdetails
Vodafone-DSL-Tarife werden standardmäßig mit einer Mindestlaufzeit von 24 Monaten angeboten. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit verlängert sich der Vertrag automatisch um jeweils einen Monat, sofern Sie nicht mit einer Frist von einem Monat zum Ende der Mindestlaufzeit kündigen. Seit der TKG-Reform 2021 gilt in Deutschland: Verträge mit 24-monatiger Laufzeit müssen auch als monatlich kündbare Variante angeboten werden — bei Vodafone in der Regel zu einem höheren Monatspreis. Für die meisten Haushalte, die einen stabilen Internetzugang benötigen, ist die 24-Monats-Variante wirtschaftlicher. Achten Sie auf den Preisanstieg nach dem ersten Jahr: Vodafone erhöht den Monatspreis bei einigen Tarifen nach den ersten 12 Monaten. Dieser Preisanstieg muss im Produktinformationsblatt klar ausgewiesen sein. Typisch sind Erhöhungen von 5 bis 10 Euro pro Monat nach dem ersten Jahr. Prüfen Sie also nicht nur den Einstiegspreis, sondern den Gesamtpreis über die Vertragslaufzeit. Die Einrichtungsgebühr beträgt bei Vodafone in der Regel einmalig 39,99 Euro, wird aber häufig in Aktionen erlassen. Wechseln Sie von einem anderen Anbieter zu Vodafone, übernimmt Vodafone in der Regel die Kündigung beim Vorvertragspartner — Sie müssen selbst nur sicherstellen, dass Ihr bisheriger Vertrag kündbar ist. Die Portierung Ihrer bisherigen Festnetznummer ist bei Vodafone DSL möglich und kostenlos.
Tipps zur Tarifwahl
Die Wahl des richtigen Vodafone-DSL-Tarifs hängt von drei Faktoren ab: dem tatsächlich verfügbaren Geschwindigkeitspotenzial an Ihrem Standort, der Anzahl der gleichzeitigen Nutzer in Ihrem Haushalt und Ihrem monatlichen Budget. Ein 50-Mbit/s-Tarif ist für Singlehaushalte oder Paare mit normalem Streaming- und Surfverhalten ausreichend. Ab drei Personen oder bei regelmäßigem 4K-Streaming und Homeoffice empfiehlt sich der 100-Mbit/s-Tarif. Den 250-Mbit/s-Tarif sollten Sie nur wählen, wenn die Verfügbarkeitsprüfung diese Geschwindigkeit für Ihren Standort bestätigt — andernfalls zahlen Sie für eine Leistung, die technisch nicht lieferbar ist. Vergleichen Sie vor dem Abschluss immer den Gesamtpreis über 24 Monate, nicht nur den monatlichen Einstiegspreis. Rechnen Sie Einrichtungsgebühr, eventuelle Router-Kosten und den erhöhten Preis ab Monat 13 ein. Nutzen Sie Aktionsangebote, aber prüfen Sie das Kleingedruckte: Manchmal sind Aktionspreise an bestimmte Bedingungen geknüpft (z. B. Online-Abschluss, bestimmte Zahlungsmethoden). Wenn Sie unsicher sind, ob DSL für Ihren Haushalt die richtige Technologie ist, prüfen Sie zunächst, ob an Ihrem Standort Glasfaser oder Kabel verfügbar ist — beide Technologien bieten in der Regel höhere und stabilere Geschwindigkeiten als VDSL2.
Checkliste vor dem Abschluss
Bevor Sie sich entscheiden, empfehlen wir die folgenden Punkte zu prüfen — dauert in der Regel 5–10 Minuten.
- Verfügbarkeitsprüfung mit exakter Adresse und Hausnummer durchführen — nicht nur Postleitzahl.
- Produktinformationsblatt (PIB) vor Abschluss lesen: tatsächliche Mindest-, Normal- und Maximalgeschwindigkeit prüfen.
- Gesamtkosten über 24 Monate berechnen: Einrichtungsgebühr + Monatspreis Jahr 1 + erhöhter Monatspreis Jahr 2.
- Preiserhöhung nach Monat 12 im Vertrag identifizieren und einkalkulieren.
- Prüfen, ob die Einrichtungsgebühr in einer aktuellen Aktion erlassen wird.
- Kündigungsfrist des bestehenden Vertrags beim alten Anbieter klären, bevor der neue Vertrag beginnt.
- Entscheiden, ob der mitgelieferte Router ausreicht oder ein eigenes Gerät benötigt wird.
- Festnetznummer-Portierung rechtzeitig beauftragen, falls die bisherige Nummer behalten werden soll.
- Prüfen, ob ein Vodafone-Mobilfunkvertrag vorhanden ist — Kombi-Rabatt anfragen.
- Mindestlaufzeit und automatische Verlängerung im Kalender notieren, um rechtzeitig kündigen zu können.
- Widerrufsrecht (14 Tage bei Online-Abschluss) kennen und Bestätigungs-E-Mail aufbewahren.
- Alternativen prüfen: Ist Glasfaser oder Kabel am Standort verfügbar? Diese Technologien bieten oft bessere Leistung zum ähnlichen Preis.
Alternativen und Abgrenzung
Vodafone DSL tritt im deutschen Markt vor allem gegen die Telekom und 1&1 an — beide bieten ebenfalls VDSL2-basierte DSL-Tarife an. Ein direkter Vergleich zeigt klare Stärken und Schwächen.
Die Telekom ist bei DSL der Platzhirsch: Als Eigentümer der meisten Kupferleitungen hat sie den größten Verfügbarkeitsradius und in der Regel die schnellste Entstörung, weil kein Zwischenhändler involviert ist. Wer in einer Region wohnt, in der Vodafone DSL über Telekom-Vorleistung angeboten wird, sollte bedenken, dass bei Störungen ein zusätzlicher Koordinationsschritt anfällt. Die Telekom-Tarife sind häufig etwas teurer, bieten aber oft eine höhere Verlässlichkeit bei der Entstörungszeit. Für Haushalte, die auf eine stabile Verbindung angewiesen sind (z. B. dauerhaftes Homeoffice), kann die Telekom die sicherere Wahl sein.
1&1 positioniert sich bei DSL als Preisführer und bietet häufig günstigere Einstiegspreise als Vodafone. Allerdings nutzt auch 1&1 Vorleistungsprodukte und hat in Tests bei Entstörungszeiten und Erreichbarkeit des Kundenservices schlechter abgeschnitten. Für preisbewusste Nutzer mit niedrigem Supportbedarf kann 1&1 attraktiv sein — wer jedoch im Problemfall schnelle Hilfe erwartet, ist bei Vodafone besser aufgehoben.
o2 bietet im DSL-Segment eine begrenzte Auswahl und ist primär im Mobilfunk stark. DSL-Tarife von o2 sind in manchen Regionen verfügbar, aber das Portfolio ist schmaler als bei Vodafone. PŸUR ist im DSL-Segment kaum präsent und fokussiert sich auf Kabelanschlüsse in Ostdeutschland.
Vodafone positioniert sich im Mittelfeld: preislich zwischen Telekom und 1&1, mit einer guten Flächenabdeckung und einem akzeptablen Kundenservice. Die eigene Netzinfrastruktur in Ballungsräumen sorgt dort für direkte Entstörungswege. Wer bereits Vodafone-Mobilfunkkunde ist, kann zudem von Kombi-Rabatten profitieren — das ist ein echter Vorteil gegenüber reinen DSL-Anbietern wie 1&1.
Redaktionelle Empfehlung: Vodafone DSL ist eine solide Wahl für Haushalte, die keinen Glasfaser- oder Kabelanschluss nutzen können und eine verlässliche Alternative zur Telekom suchen. Unser Rat: Wählen Sie den 100-Mbit/s-Tarif, wenn die Verfügbarkeitsprüfung diese Geschwindigkeit für Ihren Standort bestätigt — er bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für Haushalte mit zwei bis vier Personen. Den 250-Mbit/s-Tarif empfehlen wir nur, wenn Sie tatsächlich Super-Vectoring-Verfügbarkeit haben und mehrere Personen gleichzeitig bandbreitenintensive Anwendungen nutzen. Kalkulieren Sie vor dem Abschluss immer den Gesamtpreis über 24 Monate inklusive Preiserhöhung im zweiten Jahr — dieser Wert ist aussagekräftiger als der Einstiegspreis. Wenn Sie bereits Vodafone-Mobilfunkkunde sind, fragen Sie aktiv nach dem Kombi-Rabatt: Das kann die Gesamtkosten spürbar senken. Hinweis: Diese Empfehlung basiert auf allgemeinen Nutzungsszenarien. Individuelle Faktoren wie Leitungsqualität, Haushaltsstruktur und Nutzungsverhalten können abweichende Empfehlungen begründen.
Häufige Fragen
Ist Vodafone DSL in meiner Region verfügbar?
Das lässt sich nur über eine Verfügbarkeitsprüfung mit Ihrer genauen Adresse klären. Vodafone bietet diese auf der eigenen Website an. Alternativ können Sie unabhängige Vergleichsportale nutzen. Entscheidend ist die Eingabe der vollständigen Adresse inklusive Hausnummer, da die Verfügbarkeit und erreichbare Geschwindigkeit stark von der Leitungslänge zum nächsten Kabelverzweiger abhängen.
Welche Geschwindigkeit kann ich mit Vodafone DSL realistisch erwarten?
Die tatsächlich erreichbare Geschwindigkeit hängt von der Entfernung zum nächsten Kabelverzweiger ab. Vodafone ist gesetzlich verpflichtet, Ihnen die standortspezifische Mindest-, Normal- und Maximalgeschwindigkeit im Produktinformationsblatt (PIB) vor Vertragsabschluss mitzuteilen. Lesen Sie dieses Dokument sorgfältig — die dort genannten Werte sind verbindlicher als die beworbene Tarifgeschwindigkeit.
Was kostet ein Vodafone-DSL-Tarif pro Monat?
Die Preise variieren je nach Tarifstufe und laufenden Aktionen. Typisch sind Einstiegspreise zwischen 25 und 45 Euro pro Monat, wobei viele Tarife nach dem ersten Jahr um 5 bis 10 Euro teurer werden. Hinzu kommt eine einmalige Einrichtungsgebühr von in der Regel 39,99 Euro, die in Aktionen häufig erlassen wird. Vergleichen Sie immer den Gesamtpreis über 24 Monate.
Wie lange ist die Mindestlaufzeit bei Vodafone DSL?
Standardmäßig beträgt die Mindestlaufzeit 24 Monate. Seit der TKG-Reform 2021 muss Vodafone auch monatlich kündbare Tarife anbieten, die jedoch in der Regel teurer sind. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit verlängert sich der Vertrag automatisch um jeweils einen Monat, sofern Sie nicht mit einer Frist von einem Monat kündigen.
Welchen Router bekomme ich bei Vodafone DSL?
Vodafone liefert standardmäßig einen WLAN-Router mit, in der Regel eine Fritz!Box oder ein Vodafone-eigenes Gerät. Das genaue Modell hängt vom gewählten Tarif und dem Bestellzeitpunkt ab. Der Router ist im Monatspreis enthalten. Sie können auch einen eigenen Router verwenden — Vodafone muss Ihnen auf Anfrage die technischen Zugangsdaten herausgeben.
Kann ich meine bisherige Festnetznummer zu Vodafone mitnehmen?
Ja, die Portierung Ihrer bestehenden Festnetznummer zu Vodafone ist möglich und kostenlos. Sie müssen die Portierung beim Abschluss des neuen Vertrags beauftragen. Vodafone koordiniert den Wechsel dann mit Ihrem bisherigen Anbieter. Planen Sie ausreichend Vorlaufzeit ein, da die Portierung in der Regel einige Werktage in Anspruch nimmt.
Was passiert, wenn meine Verbindung zu langsam ist?
Wenn die tatsächliche Geschwindigkeit dauerhaft unter den im Produktinformationsblatt garantierten Mindestwerten liegt, haben Sie nach TKG 2021 das Recht auf Abhilfe — und im Wiederholungsfall auf Kündigung oder Preisminderung. Dokumentieren Sie Messungen mit dem offiziellen Breitbandmesswerkzeug der Bundesnetzagentur (breitbandmessung.de) und wenden Sie sich damit an den Vodafone-Kundenservice.
Wie läuft der Wechsel zu Vodafone DSL ab?
Nach dem Online-Abschluss erhalten Sie eine Auftragsbestätigung. Vodafone koordiniert die Abschaltung beim alten Anbieter und die Aktivierung des neuen Anschlusses. In der Regel dauert der Wechsel zwei bis vier Wochen. Sie erhalten rechtzeitig Informationen zum Schalttermin und zur Einrichtung des Routers. Während der Umschaltphase kann es zu einer kurzen Unterbrechung kommen.
Gibt es bei Vodafone DSL eine Telefon-Flatrate?
Ja, alle Vodafone-DSL-Tarife der Linie Red Internet & Phone beinhalten eine Telefon-Flatrate ins deutsche Festnetz. Gespräche in Mobilfunknetze und ins Ausland sind in der Regel nicht enthalten und werden nach einem separaten Tarif abgerechnet. Prüfen Sie die genauen Konditionen im Tarifdetail, falls Sie regelmäßig Mobilfunknummern anrufen.
Kann ich Vodafone DSL mit einem Mobilfunkvertrag kombinieren?
Ja, Vodafone bietet Kombi-Rabatte für Kunden, die gleichzeitig einen Mobilfunk- und einen DSL-Vertrag haben. Die genaue Rabatthöhe variiert je nach Aktionszeitraum und gewählten Tarifen. Wenn Sie bereits Vodafone-Mobilfunkkunde sind, lohnt es sich, beim Abschluss eines DSL-Tarifs explizit nach einem Kombi-Rabatt zu fragen.
Was ist der Unterschied zwischen Vodafone DSL und Vodafone Kabel?
Vodafone DSL nutzt die Kupferleitungen der Telefoninfrastruktur (VDSL2/Vectoring), während Vodafone Kabel das TV-Kabelnetz verwendet. Kabelanschlüsse bieten in der Regel höhere Maximalgeschwindigkeiten und sind weniger von der Leitungslänge abhängig. DSL ist jedoch in Regionen verfügbar, in denen kein Kabelnetz ausgebaut ist. Prüfen Sie zunächst, welche Technologien an Ihrem Standort verfügbar sind.
Wie kündige ich einen Vodafone-DSL-Vertrag?
Die Kündigung muss schriftlich erfolgen — per Brief, Fax oder über das Vodafone-Kundenportal. Halten Sie die Kündigungsfrist von einem Monat zum Ende der Mindestlaufzeit ein. Notieren Sie sich das Datum, an dem Ihre Mindestlaufzeit endet, und stellen Sie sicher, dass Ihre Kündigung rechtzeitig bei Vodafone eingeht. Bewahren Sie eine Kopie der Kündigung und eine Eingangsbestätigung auf.
Fachbegriffe kurz erklärt
Very High Speed Digital Subscriber Line 2 — eine Weiterentwicklung des klassischen DSL-Standards, die höhere Übertragungsgeschwindigkeiten über Kupferleitungen ermöglicht. VDSL2 nutzt ein breiteres Frequenzspektrum als ADSL und erreicht in Kombination mit Vectoring theoretisch bis zu 100 Mbit/s im Download.
Eine Technik zur Entstörung von VDSL2-Leitungen. Vectoring reduziert elektromagnetische Übersprechen zwischen benachbarten Kupferleitungen im Kabelbündel und erhöht dadurch die erreichbare Geschwindigkeit erheblich. Voraussetzung ist, dass alle Leitungen im Bündel von demselben Anbieter betrieben werden.
Eine Erweiterung des Vectoring-Verfahrens, die ein noch breiteres Frequenzspektrum nutzt und theoretische Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 250 Mbit/s ermöglicht. Super-Vectoring erfordert entsprechend ausgebaute Kabelverzweiger und kurze Leitungslängen zwischen Verteiler und Wohnung.
Ein standardisiertes Dokument, das Anbieter nach dem Telekommunikationsgesetz (TKG 2021) vor Vertragsabschluss bereitstellen müssen. Das PIB enthält unter anderem die standortspezifischen Mindest-, Normal- und Maximalgeschwindigkeiten sowie Preisinformationen. Es ist rechtlich verbindlicher als allgemeine Werbebotschaften.
Ein graues Metallgehäuse auf Gehwegen oder in Grünanlagen, das die Hauptleitung der Telekommunikationsinfrastruktur mit den Hausanschlüssen verbindet. Die Entfernung zwischen Ihrer Wohnung und dem nächsten Kabelverzweiger ist der entscheidende Faktor für die erreichbare DSL-Geschwindigkeit: Je kürzer die Strecke, desto höher die mögliche Übertragungsrate.
Ein Vorleistungsprodukt, bei dem ein Anbieter (z. B. Vodafone) die Leitungsinfrastruktur eines anderen Netzbetreibers (z. B. der Telekom) nutzt, um eigene DSL-Produkte anzubieten. Der Endkunde schließt einen Vertrag mit Vodafone, die Leitung gehört jedoch der Telekom. Bei Störungen kann dies zu längeren Bearbeitungszeiten führen.
Die Übertragung einer bestehenden Telefonnummer von einem Anbieter zu einem anderen. Bei einem Wechsel zu Vodafone DSL können Sie Ihre bisherige Festnetznummer kostenlos mitnehmen. Die Portierung muss beim Vertragsabschluss beantragt werden und dauert in der Regel einige Werktage.
Weitere Begriffe finden Sie in unserem DSL-Glossar.