Alle Vodafone Kabel-Internet-Tarife
Kabel-Internet bei Vodafone - Was Sie wissen sollten
Kabel-Internet läuft über das TV-Kabelnetz. Vodafone erreicht damit deutlich höhere Download-Geschwindigkeiten als DSL - bis zu 1 Gbit/s. Voraussetzung: ein Kabelanschluss in Ihrem Haus.
Vodafone gehört in Deutschland zu den größten Kabelnetzbetreibern und versorgt Millionen Haushalte über das ehemalige Unitymedia-Netz im Westen und Süden sowie über das frühere Kabel Deutschland-Netz in den übrigen Bundesländern. Das Kabelnetz nutzt die vorhandene Koaxialinfrastruktur, die ursprünglich für das Fernsehsignal verlegt wurde — und liefert heute Internetgeschwindigkeiten von bis zu 1.000 Mbit/s im Download. Unter dem Produktnamen GigaZuhause Kabel bietet Vodafone vier Tarifstufen an, die sich vor allem in der Downloadgeschwindigkeit unterscheiden: von 50 Mbit/s für Einsteiger bis zu 1.000 Mbit/s für Vielsurfer und Haushalte mit mehreren gleichzeitigen Nutzern.
Besonders attraktiv ist Vodafone Kabel für Haushalte, die bereits einen Kabelanschluss im Haus haben: Die Aktivierung ist oft unkompliziert, ein Techniker-Termin ist nicht immer notwendig. Im Vergleich zu DSL-Anschlüssen profitieren Kabelkunden häufig von höheren Downloadgeschwindigkeiten bei ähnlichem Preisniveau. Allerdings teilen sich im Kabelnetz mehrere Haushalte im gleichen Straßenzug dieselbe Leitungskapazität, was in Stoßzeiten zu Schwankungen führen kann — ein Punkt, den Sie bei der Tarifwahl realistisch einkalkulieren sollten.
Die GigaZuhause-Tarife lassen sich mit Vodafone-Mobilfunk oder TV-Paketen kombinieren, was für Familien mit mehreren Verträgen interessant sein kann. Ob Vodafone Kabel in Ihrer Straße tatsächlich verfügbar ist, hängt von der lokalen Netzinfrastruktur ab — die Verfügbarkeitsprüfung auf der Vodafone-Website gibt darüber zuverlässig Auskunft.
Ratgeber: Hintergründe und Schritt für Schritt
Verfügbarkeit & Ausbaugebiete
Vodafone Kabel ist nicht bundesweit flächendeckend verfügbar — das ist der entscheidende Unterschied zu DSL-Anschlüssen der Telekom. Das Kabelnetz erreicht laut Vodafone-Angaben rund 24 Millionen Haushalte in Deutschland, konzentriert sich aber stark auf städtische und dicht besiedelte Gebiete. In ländlichen Regionen, Kleinstädten und vielen Neubaugebieten fehlt der Kabelanschluss häufig ganz.
Die geografische Abdeckung ist historisch gewachsen: Im Westen und Südwesten Deutschlands (Nordrhein-Westfalen, Hessen, Baden-Württemberg, Bayern) stammt das Netz aus dem ehemaligen Unitymedia-Bestand, den Vodafone 2019 übernommen hat. Im Rest Deutschlands — etwa in Berlin, Hamburg, Sachsen oder Schleswig-Holstein — basiert das Netz auf dem früheren Kabel Deutschland-Netz. Diese Herkunft erklärt, warum Verfügbarkeit und Netzqualität regional unterschiedlich sein können.
Praktisch bedeutet das für Sie: Bevor Sie sich für einen GigaZuhause-Tarif entscheiden, sollten Sie zwingend die Adressprüfung auf der Vodafone-Website durchführen. Geben Sie dabei Ihre genaue Adresse inklusive Hausnummer ein — denn selbst innerhalb einer Straße kann die Verfügbarkeit variieren, wenn ein Haus keinen Kabelanschluss im Hausverteilernetz hat. Mieter sollten außerdem prüfen, ob der Vermieter oder die Hausverwaltung einen Rahmenvertrag mit Vodafone hat, der bestimmte Tarife oder Konditionen vorschreibt.
Seit dem Wegfall des Nebenkostenprivilegs im Juli 2024 dürfen Vermieter die Kabelgebühren nicht mehr über die Betriebskosten auf alle Mieter umlegen. Das bedeutet: Auch wenn Ihr Haus ans Vodafone-Kabelnetz angeschlossen ist, müssen Sie keinen Vodafone-Vertrag abschließen — Sie können frei wählen. Gleichzeitig entfällt für viele Mieter die bisherige Zwangsversorgung, was die Wahlfreiheit erhöht.
Geschwindigkeit & Technik
Vodafone Kabel nutzt den DOCSIS-Standard (Data Over Cable Service Interface Specification) zur Datenübertragung. Aktuell ist DOCSIS 3.1 im Einsatz, das theoretische Downloadgeschwindigkeiten von mehreren Gigabit pro Sekunde ermöglicht. In der Praxis bietet Vodafone derzeit bis zu 1.000 Mbit/s (1 Gbit/s) im Download an — das entspricht dem GigaZuhause 1000-Tarif.
Ein technisches Merkmal des Kabelnetzes, das Sie kennen sollten: Die Verbindung ist asymmetrisch. Das bedeutet, die Uploadgeschwindigkeit ist deutlich geringer als die Downloadgeschwindigkeit. Im GigaZuhause 1000 etwa beträgt der Upload typischerweise 50 Mbit/s — also nur ein Zwanzigstel des Downloads. Für normale Nutzung (Streaming, Surfen, Videotelefonie) ist das ausreichend. Wer jedoch regelmäßig große Dateien hochlädt, Homeoffice mit intensiver Cloud-Nutzung betreibt oder als Content Creator tätig ist, sollte diesen Punkt ernst nehmen.
Vodafone arbeitet am Ausbau von DOCSIS 3.1 Full Duplex (FDX), das symmetrische Geschwindigkeiten ermöglichen soll. Dieser Ausbau ist jedoch noch nicht flächendeckend abgeschlossen und betrifft Stand 2025 nur ausgewählte Gebiete.
Die Latenz (Ping) im Kabelnetz liegt typischerweise zwischen 10 und 25 Millisekunden — vergleichbar mit DSL und für Online-Gaming, Videokonferenzen und Streaming gut geeignet. In Stoßzeiten (abends zwischen 19 und 22 Uhr) kann die tatsächliche Geschwindigkeit unter die beworbene Maximalgeschwindigkeit fallen, da sich mehrere Haushalte im gleichen Kabelsegment die Kapazität teilen. Wie stark dieser Effekt ausfällt, hängt von der lokalen Netzdichte und dem Ausbauzustand des Segments ab.
Die vier Tarifstufen bei GigaZuhause Kabel unterscheiden sich primär in der Downloadgeschwindigkeit: 50 Mbit/s, 100 Mbit/s, 500 Mbit/s und 1.000 Mbit/s. Für einen Zwei-Personen-Haushalt mit normalem Streaming- und Surfverhalten sind 100 Mbit/s in der Regel ausreichend. Familien mit mehreren Geräten und gleichzeitigem 4K-Streaming sollten mindestens 500 Mbit/s in Betracht ziehen.
Hardware & Router
Vodafone stellt Kabelkunden in der Regel eine Fritz!Box oder eine eigene Vodafone-Station als Router bereit. Die Vodafone Station ist ein kombiniertes Kabelmodem und WLAN-Router-Gerät, das speziell für das Kabelnetz ausgelegt ist. Sie unterstützt WLAN nach dem Wi-Fi-5-Standard (802.11ac) und bietet mehrere LAN-Anschlüsse sowie einen Telefonanschluss für IP-Telefonie.
Alternativ bietet Vodafone in einigen Tarifen die Fritz!Box 6591 Cable oder ähnliche Modelle an — diese gelten unter Technikaffinen als leistungsfähiger, da die AVM-Benutzeroberfläche mehr Konfigurationsmöglichkeiten bietet. Welches Gerät konkret im Tarif enthalten ist, sollten Sie vor Vertragsabschluss prüfen, da sich das Angebot ändern kann.
Wichtig zu wissen: Im Kabelnetz benötigen Sie zwingend ein Kabelmodem — ein normaler DSL-Router funktioniert nicht. Wenn Sie ein eigenes Gerät verwenden möchten (Stichwort: Routerfreiheit), müssen Sie darauf achten, dass es DOCSIS 3.1 unterstützt und für das Vodafone-Netz freigegeben ist. Die Routerfreiheit ist in Deutschland gesetzlich garantiert, aber nicht jedes handelsübliche Gerät ist mit dem Vodafone-Kabelnetz kompatibel. Vodafone stellt auf seiner Website eine Liste kompatibler Geräte bereit.
Die monatliche Miete für den bereitgestellten Router beträgt je nach Tarif und Aktionsangebot zwischen 0 und 5 Euro — manchmal ist sie im Tarifpreis enthalten, manchmal wird sie separat ausgewiesen. Lesen Sie die Tarifdetails sorgfältig, um die tatsächlichen Gesamtkosten zu ermitteln. Wer langfristig plant, kann durch den Kauf eines eigenen kompatiblen Routers die monatliche Mietgebühr einsparen.
Die Installation des Kabelanschlusses ist in vielen Fällen selbst durchführbar (Plug-and-Play), wenn bereits eine Kabeldose in der Wohnung vorhanden ist. Ist keine Dose vorhanden oder muss die Hausverkabelung angepasst werden, schickt Vodafone einen Techniker — für diesen Termin können Kosten anfallen, die im Angebot ausgewiesen sein sollten.
Vertragsdetails
Vodafone GigaZuhause Kabel-Tarife werden standardmäßig mit einer Mindestlaufzeit von 24 Monaten angeboten. Es gibt auch Tarife ohne Mindestlaufzeit (monatlich kündbar), die jedoch in der Regel teurer sind. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit verlängert sich der Vertrag automatisch um jeweils einen Monat, sofern Sie nicht kündigen — die Kündigungsfrist beträgt dann einen Monat zum Monatsende.
Seit dem reformierten Telekommunikationsgesetz (TKG 2021) gilt: Verträge, die nach dem 1. Dezember 2021 abgeschlossen wurden, verlängern sich nach der Mindestlaufzeit nur noch monatlich (nicht mehr um ein weiteres Jahr). Das gibt Ihnen nach den ersten 24 Monaten deutlich mehr Flexibilität.
Die Preisstruktur bei Vodafone folgt einem typischen Muster: Im ersten Jahr (oder den ersten 12 Monaten) gilt ein Aktionspreis, danach steigt der monatliche Beitrag auf den regulären Listenpreis. Dieser Preissprung kann je nach Tarif 5 bis 15 Euro pro Monat betragen. Kalkulieren Sie bei der Kostenberechnung immer mit dem Preis nach Ablauf der Aktionsphase, um böse Überraschungen zu vermeiden.
Ein einmaliger Bereitstellungspreis wird bei Neuabschluss häufig erhoben — typischerweise zwischen 39 und 69 Euro, der in Aktionsphasen manchmal entfällt. Auch hier gilt: Schauen Sie genau in die Tarifdetails und vergleichen Sie den Gesamtpreis über 24 Monate, nicht nur den monatlichen Grundpreis.
Vodafone bietet Kabelkunden die Möglichkeit, den Vertrag mit einem Mobilfunktarif (GigaKombi) zu kombinieren und dabei einen monatlichen Rabatt zu erhalten. Das kann sinnvoll sein, wenn Sie ohnehin einen Vodafone-Mobilfunkvertrag haben oder planen. Beachten Sie jedoch, dass Sie sich damit stärker an einen einzigen Anbieter binden.
Tipps zur Tarifwahl
Die Wahl des richtigen GigaZuhause-Tarifs hängt vor allem von der Anzahl der Personen im Haushalt und dem tatsächlichen Nutzungsverhalten ab. Als Faustregel gilt: Pro gleichzeitig streamender Person (Full HD) sollten Sie etwa 25 Mbit/s einplanen, für 4K-Streaming etwa 50 Mbit/s. Homeoffice mit Videokonferenzen benötigt zusätzlich stabile 10 bis 20 Mbit/s Upload.
Für einen Single-Haushalt mit gelegentlichem Streaming und Surfen ist der 50-Mbit/s-Tarif oft ausreichend — er ist der günstigste Einstieg. Für Zwei-Personen-Haushalte empfiehlt sich der 100-Mbit/s-Tarif als gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Familien mit drei oder mehr Personen und mehreren Geräten (Smart-TV, Tablets, Smartphones, Spielekonsolen) sollten mindestens 500 Mbit/s in Betracht ziehen. Der 1.000-Mbit/s-Tarif lohnt sich vor allem für technikaffine Haushalte mit sehr hohem Datenbedarf oder wenn mehrere Personen gleichzeitig bandbreitenintensive Anwendungen nutzen.
Vergleichen Sie vor dem Abschluss immer den Gesamtpreis über die gesamte Mindestlaufzeit: Addieren Sie Bereitstellungspreis, Routermiete (falls separat) und die monatlichen Beiträge — sowohl in der Aktionsphase als auch danach. Ein Tarif mit niedrigem Einstiegspreis kann über 24 Monate teurer sein als ein Tarif mit höherem, aber stabilem Monatspreis.
Prüfen Sie außerdem, ob Vodafone in Ihrer Region aktuell Sonderaktionen anbietet — etwa erhöhte Rabatte, Wegfall des Bereitstellungspreises oder zusätzliche Monate zum Aktionspreis. Diese Angebote wechseln regelmäßig und können die Gesamtkosten spürbar senken.
Checkliste vor dem Abschluss
Bevor Sie sich entscheiden, empfehlen wir die folgenden Punkte zu prüfen — dauert in der Regel 5–10 Minuten.
- Verfügbarkeitsprüfung: Geben Sie Ihre genaue Adresse (inkl. Hausnummer) auf der Vodafone-Website ein, bevor Sie einen Tarif auswählen.
- Hausverwaltung/Vermieter fragen: Klären Sie, ob Ihr Haus einen Kabelanschluss hat und ob eine Kabeldose in der Wohnung vorhanden ist.
- Gesamtkosten über 24 Monate berechnen: Addieren Sie Bereitstellungspreis, Routermiete und Monatsbeiträge — sowohl im Aktionszeitraum als auch danach.
- Aktionspreis vs. Regelpreis prüfen: Notieren Sie, ab welchem Monat der höhere Regelpreis gilt, und kalkulieren Sie damit.
- Uploadgeschwindigkeit beachten: Prüfen Sie, ob die angebotene Uploadrate für Ihre Nutzung (Homeoffice, Cloud, Video-Upload) ausreicht.
- Router-Situation klären: Entscheiden Sie, ob Sie den mitgelieferten Router nutzen oder ein eigenes kompatibles Gerät kaufen möchten, und berechnen Sie die Kosten.
- Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist notieren: Halten Sie das Vertragsende und die Kündigungsfrist schriftlich fest — am besten im Kalender eintragen.
- GigaKombi-Rabatt prüfen: Falls Sie bereits Vodafone-Mobilfunk nutzen oder planen, prüfen Sie, ob eine Kombination Kosten spart.
- Techniker-Termin einplanen: Falls keine Kabeldose vorhanden ist, klären Sie vorab, ob und welche Kosten für die Installation anfallen.
- Alternativen vergleichen: Prüfen Sie, ob in Ihrer Region Glasfaser (FTTH) verfügbar ist — das könnte langfristig die bessere Wahl sein.
- Kundendienst-Erreichbarkeit testen: Rufen Sie vor Vertragsabschluss kurz die Vodafone-Hotline an, um die Erreichbarkeit einzuschätzen.
- Widerrufsrecht kennen: Nach Vertragsabschluss haben Sie 14 Tage Widerrufsrecht — nutzen Sie diese Zeit, um alle Vertragsdetails nochmals zu prüfen.
Alternativen und Abgrenzung
Vodafone ist nicht der einzige Anbieter, der Kabel-Internet in Deutschland anbietet. Der wichtigste direkte Wettbewerber im Kabelnetz ist PŸUR (früher Tele Columbus), der vor allem in ostdeutschen Städten wie Berlin, Leipzig und Dresden aktiv ist. Daneben bieten in einigen Regionen lokale Kabelnetzbetreiber Internetanschlüsse an.
Vodafone vs. PŸUR: PŸUR ist geografisch auf Ostdeutschland und einige westdeutsche Städte konzentriert, während Vodafone bundesweit (mit Ausnahme einiger Regionen) präsent ist. In Gebieten, wo beide verfügbar sind, bietet PŸUR ähnliche Geschwindigkeitsstufen an — ebenfalls bis zu 1.000 Mbit/s. Die Preise sind vergleichbar, wobei PŸUR in Aktionsphasen teils aggressivere Einstiegspreise anbietet. Bei der Netzqualität und dem Kundendienst schneidet Vodafone in unabhängigen Kundenbefragungen (etwa von Chip oder Connect) im Durchschnitt besser ab als PŸUR, wenngleich die Bewertungen regional stark schwanken. Für Kunden in Berlin oder Leipzig ist PŸUR eine ernsthafte Alternative, die einen direkten Preisvergleich lohnt.
Vodafone Kabel vs. Vodafone DSL/Glasfaser: Innerhalb des Vodafone-Portfolios konkurriert das Kabelangebot mit DSL- und Glasfaseranschlüssen. Glasfaser (FTTH) bietet symmetrische Geschwindigkeiten — also gleich schnellen Up- und Download — und gilt als zukunftssicherste Technologie. Wo Glasfaser verfügbar ist, ist sie dem Kabelanschluss technisch überlegen. DSL ist flächendeckender verfügbar, aber in der Maximalgeschwindigkeit (bis zu 250 Mbit/s bei VDSL Supervectoring) deutlich langsamer als Kabel. Kabel ist also die mittlere Option: schneller als DSL, aber asymmetrisch und technisch weniger zukunftssicher als Glasfaser.
Vodafone Kabel vs. Telekom/o2/1&1: Telekom, o2 und 1&1 bieten in Deutschland primär DSL- und zunehmend Glasfaseranschlüsse an — kein eigenes Kabelnetz. Wer einen Kabelanschluss sucht, hat bei diesen Anbietern keine direkte Alternative. Der Vergleich ist daher vor allem dann relevant, wenn Sie zwischen Kabel (Vodafone/PŸUR) und DSL/Glasfaser (Telekom, o2, 1&1) wählen. Für reine Downloadgeschwindigkeit zu einem günstigen Preis ist Vodafone Kabel gegenüber DSL-Angeboten oft im Vorteil. Für Nutzer mit hohem Upload-Bedarf oder in Gebieten mit Glasfaserausbau sollten Sie jedoch die Alternativen ernsthaft prüfen.
Fazit: Vodafone Kabel ist in seinem Segment eine der stärksten Optionen — vor allem dort, wo kein Glasfaser verfügbar ist und DSL-Geschwindigkeiten nicht ausreichen. Der direkte Vergleich mit PŸUR lohnt sich in Ostdeutschland, ansonsten ist Vodafone häufig der einzige Kabelanbieter vor Ort.
Unsere redaktionelle Empfehlung für die meisten Haushalte: Greifen Sie bei Vodafone Kabel nicht automatisch zum günstigsten Einsteigertarif, aber auch nicht reflexartig zum teuersten. Der GigaZuhause 100 oder 500 bietet für die überwiegende Mehrheit der Haushalte das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Berechnen Sie vor dem Abschluss immer den Gesamtpreis über 24 Monate — viele Kunden unterschätzen den Preissprung nach der Aktionsphase. Besonders wichtig: Wenn in Ihrer Region Glasfaser (FTTH) verfügbar ist oder in den nächsten Monaten ausgebaut wird, sollten Sie ernsthaft abwägen, ob ein 24-monatiger Kabelvertrag die richtige Wahl ist — oder ob Sie auf den Glasfaseranschluss warten. Kabel ist eine solide, schnelle Lösung für heute; Glasfaser ist die zukunftssicherere Investition für morgen. Wo beides nicht verfügbar ist, ist Vodafone Kabel gegenüber DSL in der Regel die bessere Wahl.
Häufige Fragen
Ist Vodafone Kabel in meiner Straße verfügbar?
Das lässt sich nur über die Adressprüfung auf der Vodafone-Website zuverlässig feststellen. Das Kabelnetz ist nicht flächendeckend — selbst innerhalb einer Stadt kann die Verfügbarkeit von Straße zu Straße variieren. Geben Sie Ihre vollständige Adresse inklusive Hausnummer ein, um ein genaues Ergebnis zu erhalten.
Wie schnell ist Vodafone Kabel wirklich?
Vodafone bietet GigaZuhause-Tarife mit bis zu 1.000 Mbit/s im Download an. Die tatsächlich erreichbare Geschwindigkeit kann in Stoßzeiten (abends) unter den Maximalwert fallen, da sich mehrere Haushalte im gleichen Kabelsegment die Kapazität teilen. Für die meisten Haushalte ist die Alltagsgeschwindigkeit aber deutlich höher als bei vergleichbaren DSL-Tarifen.
Warum ist der Upload bei Vodafone Kabel so langsam?
Das Kabelnetz ist technisch asymmetrisch ausgelegt: Die Leitungskapazität ist hauptsächlich für den Download optimiert. Im GigaZuhause 1000 beträgt der Upload typischerweise 50 Mbit/s. Für Streaming, Surfen und Videotelefonie reicht das aus. Wer regelmäßig große Dateien hochlädt oder intensives Homeoffice betreibt, sollte diesen Punkt bei der Tarifwahl berücksichtigen.
Welchen Router bekomme ich bei Vodafone Kabel?
Vodafone stellt je nach Tarif und Aktionsangebot eine Vodafone Station oder eine Fritz!Box Cable bereit. Welches Gerät konkret enthalten ist, steht in den Tarifdetails. Sie können auch ein eigenes kompatibles Kabelmodem/Router nutzen — die Routerfreiheit ist gesetzlich garantiert, aber das Gerät muss DOCSIS 3.1 unterstützen und für das Vodafone-Netz freigegeben sein.
Wie lange ist die Mindestlaufzeit bei Vodafone Kabel?
Die meisten GigaZuhause-Tarife haben eine Mindestlaufzeit von 24 Monaten. Es gibt auch monatlich kündbare Tarife, die jedoch teurer sind. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit verlängert sich der Vertrag monatlich — die Kündigungsfrist beträgt dann einen Monat zum Monatsende.
Was kostet die Installation eines Vodafone-Kabelanschlusses?
Wenn bereits eine Kabeldose in der Wohnung vorhanden ist, können Sie den Router oft selbst anschließen (Plug-and-Play), ohne Technikerkosten. Ist keine Dose vorhanden oder muss die Hausverkabelung angepasst werden, fällt ein Techniker-Termin an, für den Kosten entstehen können. Diese sollten im Angebot ausgewiesen sein — prüfen Sie das vor Vertragsabschluss.
Kann ich meinen alten DSL-Router bei Vodafone Kabel weiternutzen?
Nein. Im Kabelnetz benötigen Sie zwingend ein Kabelmodem (DOCSIS), das sich technisch grundlegend von einem DSL-Modem unterscheidet. Ein handelsüblicher DSL-Router funktioniert am Kabelanschluss nicht. Sie können jedoch ein eigenes kompatibles Kabelgerät kaufen, das für das Vodafone-Netz freigegeben ist.
Was ist der GigaKombi-Rabatt?
Vodafone bietet Kunden, die gleichzeitig einen Mobilfunktarif und einen Kabel-Internettarif bei Vodafone haben, einen monatlichen Kombinationsrabatt an. Die genaue Höhe variiert je nach Tarif und Aktionsangebot. Das kann sich lohnen, wenn Sie ohnehin Vodafone-Mobilfunk nutzen — bindet Sie aber stärker an einen Anbieter.
Kann ich Vodafone Kabel als Mieter abschließen?
Ja, seit dem Wegfall des Nebenkostenprivilegs im Juli 2024 können Mieter frei wählen, ob und bei wem sie einen Kabelinternetvertrag abschließen. Voraussetzung ist, dass Ihr Haus ans Vodafone-Kabelnetz angeschlossen ist. Ein Kabelanschluss im Haus bedeutet nicht automatisch, dass Sie bei Vodafone bleiben müssen.
Wie kündige ich einen Vodafone-Kabelvertrag?
Während der Mindestlaufzeit ist eine ordentliche Kündigung nicht möglich — außer bei außerordentlichen Kündigungsgründen (z. B. Umzug in ein nicht versorgtes Gebiet). Nach Ablauf der Mindestlaufzeit können Sie monatlich mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende kündigen. Die Kündigung sollte schriftlich (Brief oder über das Vodafone-Kundenportal) erfolgen.
Was passiert, wenn ich umziehe?
Bei einem Umzug in ein Gebiet, das ebenfalls vom Vodafone-Kabelnetz versorgt wird, können Sie den Vertrag in der Regel mitnehmen. Ist am neuen Wohnort kein Vodafone-Kabelanschluss verfügbar, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Informieren Sie Vodafone frühzeitig über Ihren Umzug — idealerweise vier bis sechs Wochen vorher.
Wie unterscheidet sich Vodafone Kabel von Glasfaser?
Glasfaser (FTTH) überträgt Daten über Lichtleiter und bietet symmetrische Geschwindigkeiten — also gleich schnellen Up- und Download. Kabel ist asymmetrisch (Download deutlich schneller als Upload) und teilt sich die Leitungskapazität mit Nachbarn. Glasfaser gilt als zukunftssicherere Technologie. Wo Glasfaser verfügbar ist, ist sie dem Kabelanschluss technisch überlegen — aber noch nicht überall ausgebaut.
Welcher GigaZuhause-Tarif ist für eine Familie am besten geeignet?
Für Familien mit drei oder mehr Personen, mehreren Geräten und gleichzeitigem Streaming empfehlen wir mindestens den 500-Mbit/s-Tarif. Wenn mehrere Personen gleichzeitig 4K-Inhalte streamen oder im Homeoffice arbeiten, lohnt sich der Blick auf den 1.000-Mbit/s-Tarif. Der 100-Mbit/s-Tarif reicht für Zwei-Personen-Haushalte mit normalem Nutzungsverhalten in der Regel aus.
Fachbegriffe kurz erklärt
Data Over Cable Service Interface Specification — der technische Standard, der die Datenübertragung über Koaxialkabel im Kabelnetz regelt. DOCSIS 3.1 ist die aktuell verbreitete Version und ermöglicht Downloadgeschwindigkeiten von bis zu mehreren Gigabit pro Sekunde. Vodafone nutzt DOCSIS 3.1 in seinem Kabelnetz.
Eine Internetverbindung, bei der Download- und Uploadgeschwindigkeit unterschiedlich hoch sind. Typisch für Kabelanschlüsse: Der Download ist deutlich schneller als der Upload. Gegenteil ist die symmetrische Verbindung, wie sie bei Glasfaser (FTTH) üblich ist.
Ein Abschnitt des Kabelnetzes, den sich mehrere Haushalte teilen. Die verfügbare Bandbreite wird innerhalb eines Segments aufgeteilt — bei hoher gleichzeitiger Nutzung (Stoßzeiten) kann die Geschwindigkeit für einzelne Nutzer sinken. Vodafone investiert in die Segmentierung des Netzes, um diesen Effekt zu reduzieren.
Bis Juli 2024 durften Vermieter die Kosten für einen Kabel-TV-Anschluss über die Betriebskosten auf alle Mieter umlegen — unabhängig davon, ob diese das Angebot nutzten. Seit dem 1. Juli 2024 ist das nicht mehr zulässig. Mieter können seitdem frei entscheiden, ob und bei wem sie einen Kabelvertrag abschließen.
Das gesetzlich verankerte Recht, am eigenen Internetanschluss ein selbst gewähltes Endgerät (Router/Modem) zu verwenden, anstatt das vom Anbieter bereitgestellte Gerät zu nutzen. Im Kabelnetz müssen Sie dabei sicherstellen, dass Ihr Gerät DOCSIS 3.1 unterstützt und für das jeweilige Netz freigegeben ist.
Vodafones Kombiangebot, das einen monatlichen Rabatt gewährt, wenn Kunden gleichzeitig einen Kabel-Internettarif und einen Vodafone-Mobilfunktarif haben. Die Höhe des Rabatts variiert je nach Tarif und Aktionsangebot.
Die Zeit in Millisekunden, die ein Datenpäckchen benötigt, um vom eigenen Gerät zum Server und zurück zu gelangen. Im Kabelnetz liegt die Latenz typischerweise zwischen 10 und 25 ms — gut geeignet für Online-Gaming und Videokonferenzen. Eine niedrige Latenz ist wichtiger als hohe Bandbreite für zeitkritische Anwendungen.
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